Sankt Veit im Pongau

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Sankt Veit im Pongau
Wappen von Sankt Veit im Pongau
Sankt Veit im Pongau (Österreich)
Sankt Veit im Pongau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Fläche: 56,9 km²
Koordinaten: 47° 20′ N, 13° 9′ O47.33055555555613.155555555556764Koordinaten: 47° 19′ 50″ N, 13° 9′ 20″ O
Höhe: 764 m ü. A.
Einwohner: 3.592 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 63 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5621
Vorwahl: 06415
Gemeindekennziffer: 5 04 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 12
5621 Sankt Veit im Pongau
Website: www.gde-stveit.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Sebastian Pirnbacher (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)
12
6
3
12 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Sankt Veit im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad Gastein Altenmarkt im Pongau Bad Hofgastein Bischofshofen Dorfgastein Eben im Pongau Filzmoos Flachau (Salzburg) Forstau Goldegg im Pongau Großarl Hüttau Hüttschlag Kleinarl Mühlbach am Hochkönig Pfarrwerfen Radstadt St. Johann im Pongau St. Martin am Tennengebirge Sankt Veit im Pongau Schwarzach im Pongau Untertauern Wagrain (Pongau) Werfen Werfenweng SalzburgLage der Gemeinde Sankt Veit im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Veit im Pongau ist eine Marktgemeinde mit 3592 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Salzburger Land im Bezirk St. Johann im Pongau in Österreich. St. Veit ist erster heilklimatischer Kurort in Salzburg

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Pongau im Salzburger Land an der Salzach. Bis nach St. Veit fließt die Salzach von West nach Ost; nach St. Veit dreht sich die Salzach um rund 90 Grad und fließt dann von Süd nach Nord weiter. Das Ortszentrum liegt auf einem Höhenplateau. Kalte Nordwinde werden durch die nordseitige Erhebung des Hochkönigs stark abgeschwächt; die kalte Luft im Winter kann vom Plateau in das Salzachtal abfließen. Die warmen Südwinde können über das Gasteiner- und das Großarlertal – beide Täler ziehen sich von Süd nach Nord – nach St. Veit ziehen. Durch die Lage auf einem Plateau im Salzachtal zählt St. Veit zu den ganz besonders sonnenreichen Orten (zur Wintersonnenwende am 21. Dezember knapp sieben Stunden Sonnenschein im Ortszentrum).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst als einzige Ortschaft Sankt Veit im Pongau.

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Klamm, Lehen, Oberlehen, Schwarzach II, St. Veit und Untersberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Nennung (parrochia sancti Viti) stammt aus dem Jahr 1074.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist: „Im roten Schilde die Darstellung des hl. Veit, nämlich der unbekleidete Oberkörper eines jugendlichen Mannes mit zum Gebet gefalteten Händen und goldnimbiertem Haupte, der aus einem auf einem niedrigen, brennenden Scheiterhaufen ruhenden schwarzen Kessel hervorragt.“

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister von 17. Dezember 1993 bis 19. Dezember 2008 war der Schlossermeister Franz Lainer. Seit 19. Dezember 2008 hat der Landwirt und Obmann der Bezirksbauernkammer St. Johann/Pg Sebastian Pirnbacher das Amt inne.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Veit im Pongau

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am Fuße des Südhanges vom Hochglocker befindet sich die in den Jahren 1912/1913 gegründete Lungenheilstätte Grafenhof, heute Landesklinik Sankt Veit im Pongau. Errichtet wurde diese Anstalt vom Volksverein zur Bekämpfung der Tuberkulose im Kronlande Salzburg unter Vorsitz von Prälat Alois Winkler.[1] In diesem Krankenhaus wurde auch der Schriftsteller Thomas Bernhard behandelt. Unter anderem schrieb Bernhard das Buch Die Kälte. Eine Isolation über seine Krankheit (Lungentuberkulose) und seinen Aufenthalt hier. Heute findet man zur Erinnerung an den Schriftsteller einen nach ihm benannten Wanderweg, der in der Nähe der Landesklinik beginnt.

Im Jahre 1985 gründete der Orden der Schwestern von Bethlehem das Kloster „Maria im Paradies“ auf der sogenannten „Kinderalm“.

St. Veit im Pongau ist einer der Schauplätze des Romans Schonzeit des österreichischen Schriftstellers O. P. Zier. Die männliche Hauptperson des Romans, Rupert, ein Deserteur im Zweiten Weltkrieg, versteckt sich zum Schluss auf einem Bauernhof in St. Veit im Pongau.

Weiter findet in St. Veit jedes Jahr Ende Februar oder Anfang März das traditionelle Schneefest statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Veit im Pongau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oskar Dohle: 150 Jahre Salzburger Landeshauptleute 1861–2011, Salzburg (2011), S. 22ff; online (PDF)