Bischofshofen

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Bischofshofen
Wappen von Bischofshofen
Bischofshofen (Österreich)
Bischofshofen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Fläche: 49,54 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 13° 13′ O47.41722222222213.219444444444544Koordinaten: 47° 25′ 2″ N, 13° 13′ 10″ O
Höhe: 544 m ü. A.
Einwohner: 10.310 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 208 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5500
Vorwahl: 06462
Gemeindekennziffer: 5 04 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
5500 Bischofshofen
Website: www.bischofshofen.sbg.at
Politik
Bürgermeister: Hansjörg Obinger (SPÖ)
Gemeinderat: (2014)
(25 Mitglieder)
15
8
2
15 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Bischofshofen im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad Gastein Altenmarkt im Pongau Bad Hofgastein Bischofshofen Dorfgastein Eben im Pongau Filzmoos Flachau (Salzburg) Forstau Goldegg im Pongau Großarl Hüttau Hüttschlag Kleinarl Mühlbach am Hochkönig Pfarrwerfen Radstadt St. Johann im Pongau St. Martin am Tennengebirge Sankt Veit im Pongau Schwarzach im Pongau Untertauern Wagrain (Pongau) Werfen Werfenweng SalzburgLage der Gemeinde Bischofshofen im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bischofshofen (umgangssprachlich abgekürzt „B'hofen“) ist eine Stadt mit 10.310 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk St. Johann im Pongau im Bundesland Salzburg in Österreich und liegt etwa 50 km südlich der Landeshauptstadt Salzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in der Salzburger Region Salzachpongau an der Salzach und ist umgeben von den Bergen Hochkönig (Berchtesgadener Alpen) im Westen, dem Tennengebirge im Nordosten, und dem Hochgründeck (Fritztaler Berge) im Südosten. Erstere beide gehören zu den Salzburger Kalkhochalpen, letzter zu den Salzburger Schieferalpen. Die Talung bildet den Nordbereich des Bischofshofen-St.-Johanner Beckens.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Werfen Pfarrwerfen Werfenweng


Mühlbach am Hochkönig
Nachbargemeinden Hüttau
St. Johann im Pongau
Das Gemeindegebiet, der Ort Markt Werfen liegt im Salzachtal hinter Pfarrwerfen (Dorf Werfen)

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst die Katastralgemeinden Bischofshofen (Talraum und linke Talseite), Buchberg (rechte Talseite), Haidberg (unteres Mühlbachtal) und Winkl (im Fritztal).

Die 9 Ortschaften sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011):[1]

  • Bischofshofen, die Stadt (Hauptort) – im Salzachtal (7222)
  • Mitterberghütten – (bis 1929 Außerfelden) ein Dorf im Salzachtal südlich der Stadt an der Mühlbachmündung (1417)
  • Laideregg – ein Dorf am Hochkönigfuß (linke Salzachseite) westlich der Stadt (514)
  • Gainfeld – ein Tal bei Laideregg zum Hochkönig (96)
  • Haidberg – der Talanfang des Mühlbachtal, das den Hochkönig Richtung Dienten südlich passiert (94)
  • Buchberg – die rechte Talseite der Salzach am Hochgründeck (452)
  • Kreuzberg – der Rücken nordöstlich der Stadt, zwischen Salzachtal und Fritztal, das Richtung Ennspongau führt (272)
  • Winkl – die linke Fritztalseite am Hochgründeckstock (70)
  • Alpfahrt – die taleinwärtige linke Fritztalseite, mit Anteilen am Tennengebirgssüdfuß (149)

Zählsprengel sind sieben für die Stadt (Bischofshofen-Zentrum-S[üd],-N[ord], Umgebung-Süd, -Nord, -Nordost, -West und Salzburger Straße-Nord), sowie Mitterberghütten und Bischofshofen-Umgebung für den Rest der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Bischofshofen, Kirche

Der zentrale Pongau um Bischofshofen (und die Grauwackenzone) war ein uraltes mitteleuropäisches Kupfer-Bergbaugebiet der vorkeltischen Bevölkerung. Ausgrabungen am Götschenberg belegen, dass dort (und am Mitterberg) bereits schon vor rund 5000 Jahren Kupfer abgebaut wurde (ca. 3000 v. Chr.- ca. 700 v. Chr.) mit Schwerpunkt der bisherigen Grabfunde in der Hallstadtzeit. In der Eisenzeit wurde der Abbau dann für 2500 Jahre eingestellt und erst 1827 neu entdeckt. Am Buchberg erfolgte der Abbau bis 1959. Eisen wurde in Bischofshofen ab 1615, vor allem im 17./18. Jhd. abgebaut.

Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. sind im Salzburger Becken Kelten ansässig (Hallstatt Latènezeit), innergebirg etwas später, bzw. bildet sich diese Kultur heraus. In dieser Zeit dominiert der Salzabbau am Halleiner Dürnberg. Ab 15 v. Chr. wird Noricum von den Römern besetzt, der keltische Stamm der Ambisonten wehrt sich. Um die Frauenkirche fanden sich Grabsteine der Römerzeit und ein vermuteter Gutshof (villa rustica), wie in Urreiting. Die nahe Römerstraße führte über Hüttau Sonnhalb über Ani (im Ennstal) in den Lungau, wie etliche Meilensteine, zumeist aus dem 3./4. Jahrhundert, dokumentieren.

Im 5. Jahrhundert. n. Chr. bricht im Zuge der Völkerwanderungszeit die römische Herrschaft zusammen. Verschiedenste germanische Stämme durchziehen plündernd die Alpenvorlande, siedeln aber auch teils um Salzburg. Die Römerstadt Iuvavum (Salzburg), nach Jupiter und dem keltischen Flussgott Iovavo benannt, wird zerstört. Um Salzburg und in Bayern vollzieht sich ab dem 6. bis 8. Jahrhundert deren Stammesbildung, die dann nach Süden (Karantanien) und Ostösterreich expandiert.

Die erste urkundliche Erwähnung der Gegend (pongowe) liegt für das Jahr 711/712 vor, mit Gründung der Maximilianszelle (Cella Maximiliana) als Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche. Diese erfolgt unter Bischof Rupert von Salzburg, den bayrischen Herzögen der Agilolfinger und der keltoromanischen Adelsfamilie Albina. Nach zwei Zerstörungen durch Aufstände folgte 821 der Neubau. Die Salzburger Bischöfe bildeten damals teils die Kanzler des Herzogtums Bayern. Die Bischofshofener Güter sind bei den ältesten genannten im Land und bildeten die Keimzelle der späteren Salzburger Landwerdung. Fast 50 % der Güter gehörten im Spätmittelalter dem Salzburger Erzbistum (Grundherrschaft), die von Grundholden bewirtschaftet wurden. Erst ab dem 17. Jahrhundert kamen vermehrt Erbrechte der Bauern und ein De-facto-Besitz auf.

1151 wird der Name Hoven erstmals urkundlich erwähnt. 1216/17 kam das 1106 gegründete kleine Augustiner Chorherrenstift und etliche Grundherrschaften in den Besitz der Bischöfe des neugeschaffenen Salzburger Eigenbistum Chiemsee. Deren rechtssouveräne Hofmark des Kastenhofes kam auch die niedere Gerichtsbarkeit zu. Der restliche Teil des entstehenden Dorfes unterstand dem Gericht Werfen. 1405 wird erstmals in einem Urbar des Bistums der Name Bischofhof erwähnt. Die Herren von Pongowe (Pongau) bilden im 12. Jahrhundert eines der ältetesten und mächtiges Ministerialen- (Adels/ Ritter)geschlechter der Erzbischöfe auf ihrer Burg oberhalb des Gainfeldwasserfalles (Ruine Bachsfall, bzw. Purchstall). Im 13./14. Jahrhundert gab es ständig Fehden der Erzbischöfe mit den Ministerialen und bairischen Ritterfamilien; Vesten wurden gebaut und zerstört.

Obwohl nur ein Dorf, kam Bischofshofen im 14. Jahrhundert das Markt- und Marktzollrecht (forum et mercatus) zu. Die ältesten Güter in den Verzeichnissen von 1330 und 1350 tragen durchwegs germanische Vornamen: Heinrich de Flechsberg (Flachberg), Meingotz an dem Puchberg, Eisenbert, Altmann, Godewin, Percht und andere. Diese Güterbezeichnungen gibt es heute fast nur noch als Flurnamen.

Von ca. 1500 bis 1850 herrschte die sogenannte Kleine Eiszeit mit abnehmender Ertragskraft der Landwirtschaft. Durch hohen Steuerdruck (und zunehmender zu ernährender Bevölkerung) bedrängt, erfassten 1525/26 die Salzburger Bauernkriege auch Bischofshofen. Die benachbarte Burg Hohenwerfen wird von Bauern und Bergknappen besetzt, die Festung Hohensalzburg drei Monate lang belagert. Die Bauern unterliegen aber bei Zell am See und Radstadt durch Hilfstruppen des Schwäbischen Bundes. 1564 setzen Bauern in Bischofshofen den Protestanten Constantin Schlafhauser als Pfarrer ein und kam es zu Unruhen. Es folgte die Hinrichtung der aufständischen Bauern Wilhelm Egger (1565) und Hans Steiner. Von 1570 bis 1811 galt für die Nachkommen der Aufständischen der Blutwidderdienst, die Abgabe eines Widders, bedeckt mit einem roten wollenen Tuch. 1848 erfolgte in Österreich die Befreiung (Ablöse) von den Grundherrschaften.

1732 begann im Fürsterzbistum Salzburg die Vertreibung der Evangelischen, auch aus Bischofshofen. Über 4000 Personen allein aus den Gerichten Bischofshofen und Werfen mussten das Land verlassen. Dabei stellten etwa 70 % der Bevölkerung ihren Glauben vor ihre Heimat und wurden meist in Preußen aufgenommen (Salzburger Exulanten).

1775 kostete die schwere Überschwemmung des Gainfeldbaches im Dorfzentrum 16 Todesopfer. 1803 erfolgte die Säkularisierung der Kirchengüter und seit 1816 ist das Bundesland Salzburg bei Österreich. Von den Napoleonischen Kriegen und den Freiheitskämpfen (um 1809, Schützenkommandant Josef Struber) und den Plünderungen erholte sich das Land lange nicht und der Ort galt zum Beispiel 1869 als in ärmlichen Verhältnissen. Seit 1850 gibt es eine (eingeschränkt) gewählte Gemeindevertretung.

Der Bahnbau um 1875, die Südtirolfrage um 1940, die Kriegsvertriebenen und die Industrialisierung brachten eine hohe Zuwanderung.

Erst durch den Bau der Giselabahn nach Wörgl in Tirol und der Kronprinz-Rudolf-Bahn Richtung Graz im Jahr 1875, den Kupferbergbau in Mühlbach und der Industrialisierung wuchs Bischofshofen zu einem wirtschaftlichen Mittelpunkt im Pongau und zu einem frühen Salzburger Zentrum der Sozialdemokratie heran und wurde in der Folge am 9. Februar 1900 zur Marktgemeinde erhoben. Aufgrund der kontinuierlichen Entwicklung zu einem wichtigen Wirtschafts- und Einkaufszentrum der Region erhielt Bischofshofen am 24. September 2000 Stadtrechte.

Bevölkerungsentwicklung

Bischofshofen ist seit der ersten Zählung 1869 (1.816 Einwohner) bis 1991 ständig gewachsen und weist heute 10.290 Einwohner auf. Allerdings stagnierte diese Entwicklung bis 2001 vor allem durch den Rückgang der Beschäftigten beim Bahnbau und Fahrbetrieb der Österreichischen Bundesbahnen.

Politik[Bearbeiten]

Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Werfen, seit 2003 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2014 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 8. April 2014 ist Hansjörg Obinger (SPÖ) Bürgermeister von Bischofshofen. Die Vizebürgermeisterin Barbara Saller wird von der ÖVP gestellt. Damit ist in Bischofshofen erstmals nach der 15-jährigen Amtszeit von Jakob Rohrmoser (ÖVP) wieder ein Sozialdemokrat Bürgermeister.

Stadtsenat[Bearbeiten]

Der Stadtsenat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Stadträten zusammen:

  • Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ)– Ressorts: Bauen, Raumordnung, Finanzen
  • 1. Vbgm. Barbara Saller (ÖVP) – Ressorts: Kultur und Landwirtschaft
  • 2. Vbgm. Werner Schnell (SPÖ) – Ressort: Jugend, Sportangelegenheiten
  • StR Karolina Altmann (SPÖ) – Ressorts: Umwelt, Klimabündnis Bildung und Kindergärten
  • StR Josef Maierhofer (ÖVP) – Ressorts: Wirtschaft Energie und e5
  • StR Johann Pichler (SPÖ) – Ressorts: Soziales, Familie und Senioren
  • StR Ing. Wolfgang Bergmüller (SPÖ) – Ressort: Vergabeangelegenheiten im Wohnungswesen
  • StR Alois Lugger (ÖVP) – Ressorts: Verkehr und Mobilität
  • StR Dr. Elisabeth Schindl MBA (SPÖ) – Ressorts:Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus

Wappen[Bearbeiten]

AT Bischofshofen COA.svg

Das Wappen der Stadt ist beschrieben:

Ein geteilter und in der oberen Hälfte gespaltener Schild. Oben im rechten goldenen Feld ein schwarzer, rot bezungter Adler und in dem linken roten Felde ein aus der Teilung schräglinks hervorragendes silbernes gotisches Pastorale mit weißem abflatterndem Bande. In der unteren blauen Schildeshälfte ein aus dem linken Seitenrande hervorragender Arm im schwarzen Ärmel mit weißer Manschette, in der bloßen Hand einen goldenen Taidingstab von sich geneigt haltend.
Wappen Bistum Chiemsee.png

Zusätzlich zum Wappen führt die Stadt eine Fahne mit den Farben Gelb-Rot-Blau.

Adler und Bischofsstab sind die Wappenbilder des namenstiftenden Bistum Chiemsee, der schwarze Adler auf gold ist ein Reichsadler, der von der Gründungserlaubnis für Frauen- und Herrenchiemsee durch Kaiser Friedrich II. 1213/15 herrührt (Chiemseeadler). Der Taidingstab verweist auf die ebenso alte lokale Gerichtsbarkeit (Thaiding).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bischofshofen unterhält Partnerschaften mit

Hauptort der Gemeinde: Die Stadt Bischofshofen[Bearbeiten]

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Bischofshofen (Stadt)
Ortschaft (Hauptort der Gemeinde)
Katastralgemeinde Bischofshofen
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Johann im Pongau (JO), Salzburg
Gerichtsbezirk St. Johann im Pongau
Pol. Gemeinde Bischofshofen
Koordinaten 47° 24′ 52″ N, 13° 13′ 7″ O47.41444444444413.218611111111549
Höhe 549 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 7134 (2001)
Gebäudestand 1010 (2001)
Fläche d. KG 15,62 km²
Postleitzahl 5500 Bischofshofenf0
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 13972
Katastralgemeindenummer 55501
Zählsprengel/ -bezirk Bischofshofen-Zentrum-S, Zentrum-Umgebung-Nord, Zentrum-Umgebung-West, Zentrum-Umgebung-Nordost, Bischofshofen-Zentrum-N, Zentrum-Umgebung-Süd, Salzburger Straße-Nord (50404 000−005,008)
Bild
Blick im Salzachtal nordwärts auf Bischofshofen – Umfahrung Bischofshofen: vorn am rechten Talhang der Autobahnzubringer zum Knoten Pongau, hinten und nach rechts ins Fritztal laufend die A10; unten links die Salzachbrücke der Hochkönigstraße und Mitterberghütten; hinten Dorfwerfen und Werfen Markt mit Hohenwerfen
Ortschaftsgebiet teils auch in KG Haidberg und Buchberg
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

Hauptort der Gemeinde ist die Stadt Bischofshofen.

Der Ort befindet sich etwa 45 km südöstlich von Salzburg und 7½ km nördlich von St. Johann. Er erstreckt sich über gut 3½ Kilometer großteils linksufrig entlang der Salzach, auf etwa 550 m ü. A. Höhe.

Die Stadt, die auch eine eigene Ortschaft darstellt, umfasst um die 1000 Gebäude und hat gut 7200 Einwohner, das sind knapp drei Viertel der Gemeindebevölkerung. Sie gliedert sich in (in Klammern Zählsprengel mit Gebäude-/Einwohnerzahl, gerundet):

  • Bischofshofen-Zentrum, das ist die relativ junge Kernstadt und das Bahnhofsviertel einschließlich Rosental (unterstes Mühlbachtal) und der rechtsufrigen Tallagen (alte Ortslage Steg als Brückenkopf; Siedlung Steggasse, Maximiliansiedlung), die schon zum Katastralgebiet Buchberg gehören (001, 004: 440/2800)
  • die Ortslagen im Norden an der Salzburger Straße (B 159 Salzachtalstraße) und Salzach einschließlich Neue Heimat (001, 003, 008: 300/2900)
  • dem Moosberg westlich – hier befand sich früher das Egelmoos (002, 130/670)
  • und den südöstlichen und südlichen Lagen vom Gaisberg bis zum Liebherrwerk bei Mitterberghütten, das schon zum Katastralgebiet Haidberg gehört (005: 150/750)

Zur Katastralgemeinde Bischofshofen mit etwa 1560 Hektar gehören auch die Ortschaften Laideregg und Gainfeld westlich oberhalb der Stadt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Blick auf das Südende des Bahnhofs

Auch die Eisenbahn, die dem Ort zum großen Aufschwung verholfen hat, ist nach wie von großer Bedeutung. 2003 wurde die Modernisierung des Bahnhofs abgeschlossen. Der Bahnknotenpunkt bildet nun einen modernen Umsteigepunkt; er verliert aber aufgrund der Sparmaßnahmen bei den ÖBB trotzdem immer mehr an Bedeutung, seitdem das Güterverteilerzentrum aufgegeben und auch die Regionalverbindung Richtung Radstadt und in das Ennstal beinahe zur Gänze auf die Straße verlagert wurde. Im Zuge des Bahnhofumbaus wurde auch das Zentrum der Stadt völlig neu gestaltet. Die Hauptstraße wurde verlegt, im Stadtkern wurde eine verkehrsberuhigte Einkaufsstraße geschaffen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Der größte Arbeitgeber der Stadt ist die Firma Liebherr Werk Bischofshofen GmbH mit mehr als 830 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 290 Millionen Euro. Im Werk Bischofshofen werden die Radlader der Liebherr Firmengruppe hergestellt.
  • Das Güterverteilungszentrum hat mittlerweile einen neuen Pächter gefunden. Das Unternehmen Fit-Log Logistikzentrum Bischofshofen GmbH bietet den Unternehmen der Region eine Bündelung der Warenströme und die Lagerung verschiedenster Güter an und erfreut sich einer guten Auslastung. Ein weiteres international renommiertes Unternehmen, welches ihre Österreichzentrale in Bischofshofen hat, ist der Glaserzeuger Pilkington.
  • Der international tätige Kesselhersteller Loos International unterhält in Bischofshofen ein Produktionswerk für Großkesselanlagen.
  • Seit März 2001 befindet sich in Bischofshofen auch ein für Österreich neuartiges Projekt: Die Region Pongau wurde im Rahmen des österreichischen Modellvorhabens Sanfte Mobilität – Autofreier Tourismus mit Unterstützung des EU-Projektes Alps Mobility ausgewählt, Pilotprojekte für umweltfreundliche Reiselogistik und Tourismusketten zu initiieren und umzusetzen. Aus diesem Grund wurde die erste touristische Mobilitätszentrale mobilito mit Sitz in Bischofshofen, dem IC/EC-Bahnknoten der Region, gegründet. Gemeinsam mit den beiden anderen Modellgemeinden für Sanfte Mobilität – Werfenweng und Bad Hofgastein – will die Mobilitätszentrale touristische Angebote für Gäste ohne eigenes Auto für den deutschen bzw. europäischen Markt schaffen. Eigentümer der GmbH sind die 25 Gemeinden des Bezirks St. Johann im Pongau über einen Regionalverband.
  • Bischofshofen wurde in letzter Zeit u. a. durch das Einkaufszentrum KARO (13.000 m² Verkaufsfläche) – am 29. August 2002 eröffnet – zu einem Wirtschaftsfaktor im Pongau.

Daneben haben Tourismus und Sportaktivitäten große Bedeutung.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Bischofshofen befinden sich ein Wirtschaftshof, eine Stadtbibliothek sowie ein Seniorenheim, dessen Neubau mit Verdoppelung der Kapazität 2006 abgeschlossen wurde.

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt gilt als regionales Schulzentrum, es gibt:

Zusätzlich befinden sich in der Stadt zwei Kindergärten und eine Tagesbetreuungsstätte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bischofshofen
Das „Buchbergkircherl“ am Buchberg

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Paul-Ausserleitner-Schanze
Skisport

International bekannt ist Bischofshofen als Austragungsort der Vierschanzentournee. Auf der Paul-Ausserleitner-Schanze findet alljährlich am Dreikönigstag das Abschlussspringen dieser Veranstaltungsreihe statt. Die Großschanze ist nach abgeschlossenen Umbauarbeiten auch nacht- und sommertauglich und stellt die zurzeit größte Mattenschanze der Welt dar. 1999 wurden hier im Rahmen der Nordischen Skiweltmeisterschaft die Bewerbe der Großschanze abgehalten.

Fußball

Die Fußballabteilung des Sportklubs Bischofshofen gehörte neben der Austria Salzburg und dem SAK 1914 über drei Jahrzehnte zu den drei spielstärksten und erfolgreichsten Vereinen des Bundeslandes Salzburg. Zu den größten Erfolgen des neunfachen Salzburger Landesmeisters zählen die Teilnahme an der Nationalliga in der Saison 1970/71 und das Erreichen des ÖFB-Cup-Viertelfinales 1965. In letzter Zeit zeigte der Fußballverein schwächere Leistungen.
Es existieren zudem mehrere Hobbyklubs, von denen der Karnevalsverein 05 (KV05) und die Wild Boys ’90 die spielstärksten Teams stellen.

Radsport

In Bischofshofen findet regelmäßig ein Radkriterium statt.

Freizeitgelände Bischofshofen

In der Au unterhalb Kreuzberg liegt das Freizeitgelände Bischofshofen mit Fußballplatz, Beachvolleyballplatz, Kinderspielareal, großzügigen Spielwiesen, dem Freibad und anschließender Kleingartensiedlung (Maximiliansiedlung).

Zudem gibt es etliche weitere Sport- und Freizeitvereine.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt:

  • Ursus (Urso) de Albina (Mitte 8. Jh., romanokeltischer Adeliger, Eigner großer Grundherrschaften um Bischofshofen, Erbauer (Stifter) um 746 einer zweiten Kirche)
  • Berthold von Hoven (12. Jh., um 1139 bezeugt, Ritter, Burggraf von Hohenwerfen)
  • Rudiger von Hoven (um 1150–1155 bezeugt, Ritter, Ministeriale, pincerna)
  • Wisint von Pongowe (12. Jh., 1130–1160 bezeugt, Ritter, pincerna)
  • Hans und Barbara Riedl ( 1605, erste bekannte Heilbader, heute Graben 13)
  • Hans Steiner († 1566, aufständischer Bauer, Protestant)
  • Karl Steinocher (1920–2013), Politiker (SPÖ)
  • Ferdinand Kubitschek (1912–1992), akad. Maler
  • Gertrud Mücke (1915–2014), Dichterin vom Buchberg, Kulturpreisträgerin
  • Paul Ausserleitner (1925–1952), Skispringer
  • Ferdl Wallner (* 1930), Skispringer, Skisprungtrainer und Skisprungfunktionär
  • Josef Saller (*1945), Politiker
  • Heinz Oberhummer (* 1941), Physiker
  • Patrick Reiter (* 1972), ehemaliger Judoka
  • Albert Precht, Extremkletterer, Autor

Literatur[Bearbeiten]

  • Chronik Bischofshofen, hrsg. von der Stadtgemeinde Bischofshofen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bischofshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011 (pdf, statistik.at).
  2. Naturdenkmal Gainfeldwasserfall, bischofshofen.com