Richard Meier (Architekt)

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Richard Meier (2007)

Peter Richard Alan Meier (* 12. Oktober 1934 in Newark, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Architekt und Pritzker-Preis-Träger.

Leben[Bearbeiten]

Richard Meier studierte bis 1957 an der Cornell-Universität Architektur und eröffnete 1963 sein eigenes Architekturbüro in Essex Fells, New Jersey, nachdem er u. a. für Marcel Breuer gearbeitet hatte.

Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main
Teilansicht des Paul Getty Center in Los Angeles

Er erhielt Aufträge für Einfamilienhäuser/Villen, elegante weiße Gebäude, die nicht Bezug nehmen zum sogenannten „Bauhausstil“, sondern zur Wohnhausarchitektur von Le Corbusier, wie Meier wiederholt betont hat. An diesen Stil schließen sich auch fast alle anderen der von ihm entworfenen Gebäude an. Sie sind in weißer Farbe und strengen geometrischen Formen gehalten und zeichnen sich durch lichtdurchflutete Innenräume aus.

Eine der wenigen von seinem Grundsatz, ausschließlich in Weiß zu bauen, abweichenden Ausnahmen ist das Getty Center (ebenso: Grotta House, Westchester House und Des Moines Art Center Addition). Beim Getty Center bestanden die Bauherren auf einer der Landschaft angepassten Gebäudefarbe, Meier hingegen auf reinweiß. Der Kompromiss zeigt sich jedem Besucher des Getty Centers auf den ersten Blick: Alle Gebäude sind in einem hellen Ocker gehalten, dem eigens kreierten „Getty White“.

Sein eigenes Wohnhaus, ein altes Farmhaus in East Hampton auf Long Island, befreite er von der weißen Farbe und lässt seitdem das helle Braun der Schindeln wieder dominieren.[1]

Auszeichnungen, Preise[Bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten]

  • „Das Wichtigste ist Licht. Licht ist Leben.“ (Richard Meier)
  • „Thank God for one's parents, and their faith in us.“ (Richard Meier, der sein erstes Büro in der Wohnung der Eltern hatte.)
  • „.... the building advances "conventional modernist practice provocatively beyond established limits.“ (Ada Louise Huxtable, NY Times 1979)

Bedeutende Bauwerke (Auswahl)[Bearbeiten]

Atheneum
Ulm, Stadthaus
Grohe Corporate Center, Düsseldorf-Oberkassel
Arp Museum aus südwestlicher Richtung
  • Hamburg-America-Center (2009), Hamburg.
  • The Surf Club, Wohnhochhaus (2012–2015) in Surfside (Florida), USA

Literatur[Bearbeiten]

Leben, Werk, Einzelaspekte
  • Volker Fischer: Richard Meier. Der Architekt als Designer und Künstler. Edition Axel Menges 2003, ISBN 3-932565-32-0
  • Philip Jodidio: "Richard Meier" Taschen, Köln 1995, ISBN 3-8228-9256-4
  • Werner Blaser: Richard Meier. Bauen für die Kunst, Birkhäuser, Basel 1990, ISBN 3-7643-2326-4
  • Ferruccio Izzo und Alessandro Gubitosi: Richard Meier. Architetture - Progetti 1986-1990, mit Texten von Vittorio Magnago Lampugnani, Alberto Izzo, Camillo Subitosi und Ferruccio Izzo (Ausstellungskatalog Palazzo Reale Neapel), Centro Di, Florenz 1991
  • Richard Meier Architect. Buildings and Projects 1966-1976, mit einer Einführung von Kenneth Frampton und einem Nachwort von John Hejduk, New York 1976
  • Richard Meier Architect, mit einem Vorwort von Richard Meier, einer Einführung von Joseph Rykwert und einem Nachwort von John Hejduk, Rizzoly, New York 1984, (Englische Ausgabe) ISBN 0-8478-0496-8
  • Richard Meier & Partners, Complete Works 1963-2008 (ISBN 978-3-8228-3683-5)
  • Lois E. Nesbitt: Richard Meier. Collages, mit einem Interview mit Richard Meier von Clare Farrow, New York 1990
  • Valerie Vaudou (Hrsg.): Richard Meier. Pour la modernité, mit einem Vorwort von Richard Meier, Paris 1986
  • Ingeborg Flagge, Oliver G. Hamm: Richard Meier in Europe. Englisch/ Deutsch. Verlag Ernst & Sohn 1997; ISBN 3-433-02435-9
Einzelbauten
  • Literatur zu diversen Einzelbauten Richard Meiers: siehe die oben in der Übersicht aufgeführten und verlinkten Artikel, dort jeweils im Abschnitt Literatur.
Interviews und Gespräche
  • Gero von Boehm: Richard Meier. 28. Oktober 2003. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S.397-404

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Richard Meier – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelne Werke

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FAZ vom 11.September 2010, Seiten Z 1 und Z 2