Robert Tarjan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robert Tarjan 2010

Robert „Bob“ Endre Tarjan (* 30. April 1948 in Pomona, Kalifornien) ist ein amerikanischer Informatiker. 1986 wurde er zusammen mit John E. Hopcroft für das Design und die Analyse von Algorithmen und Datenstrukturen mit dem Turing Award ausgezeichnet.

Er ist Professor an der Princeton University und arbeitet für das amerikanische Unternehmen Hewlett-Packard.

Nach ihm sind verschiedene Algorithmen benannt:

Daneben führte er auch die Datenstrukturen Fibonacci-Heap und Splay-Baum ein.

Leben[Bearbeiten]

Tarjan studierte am Caltech im kalifornischen Pasadena Mathematik, und schloss das Bachelor-Studium 1969 ab. Er wechselte an die Stanford University, wo er 1971 seinen Master in Informatik und 1972 seinen Ph.D. in Informatik mit dem Nebenfach Mathematik machte. Seine Thesis An Efficient Planarity Algorithm wurde von Robert Floyd betreut, die Vorlesungen von Donald Ervin Knuth.

Anschließend war er für ein Jahr wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Cornell University, dann für zwei Jahre Miller Research Fellow an der University of California, Berkeley, und von 1974 bis 1977 wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann bis 1980 außerordentlicher Professor für Informatik an der Stanford University. 1981 bis 1985 war er außerplanmäßiger Professor an der New York University. Seit 1985 ist er James S. McDonnell Distinguished University Professor of Computer Science an der Princeton University. Von 1989 bis 1994 und wieder seit 2001 ist er dort auch Co-Director des National Science Foundation Center for Discrete Mathematics and Theoretical Computer Science. 1996 war er Gastprofessor am MIT.

Parallel begann er 1980 auch eine Karriere in der Industrie, war zunächst bis 1989 Member of Technical Staff bei den AT&T Bell Laboratories, dann bis 1997 Fellow des NEC Research Institute, und danach bis 2001 Chefwissenschaftler von InterTrust Technologies. Im Jahr 2002 war er kurzzeitig Corporate Fellow von Compaq, und wurde bei dessen Übernahme durch Hewlett-Packard dort Chefwissenschaftler, ab 2003 dann Senior Fellow.

Unter Tarjans 25 Doktoranden sind auch die Deutschen Thomas Lengauer und Monika Henzinger.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • R. E. Tarjan: Data Structures and Network Algorithms. CBMS 44, Society for Industrial and Applied Mathematics, Philadelphia, PA, 1983. ISBN 0-89871-187-8
  • G. Polya, R. E. Tarjan, D. R. Woods: Notes on Introductory Combinatorics. Birkhäuser, Boston, MA, 1983

Weblinks[Bearbeiten]