SV Bergisch Gladbach 09

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SV Bergisch Gladbach 09
SSG 09 Bergisch Gladbach.svg
Voller Name Sportverein Bergisch
Gladbach 09 e. V.
Gegründet 1909
Vereinsfarben rot-weiß-grün
Stadion BELKAW-Arena
Plätze 10.500
Präsident Patrick Duske
Trainer Dietmar Schacht
Homepage www.bergischgladbach09.de
Liga Mittelrheinliga
2012/13 18. Platz (Regionalliga West)
Heim
Auswärts

Der SV Bergisch Gladbach 09 e. V.[1] ist ein Sportverein aus Bergisch Gladbach. Er entstand 1973 aus einer Fusion und besteht heute aus je einer Abteilung für Fußball, Jugendfußball und Badminton.

Geschichte[Bearbeiten]

Fusionen[Bearbeiten]

Der Ursprung wurde 1909 durch den FC 09 Bergisch Gladbach gelegt. Dieser fusionierte am 22. Januar 1919 mit dem TSV Zanders Bergisch Gladbach zum SV 09 Bergisch Gladbach. 1969 schlossen sich der damalige Bezirksligist SF Paffrath mit BW Hand und dem SSV Katterbach zur SSG Bergisch Gladbach zusammen. SSG und SV 09 Bergisch Gladbach schlossen sich dann 1973 zur SSG 09 Bergisch Gladbach zusammen. Seit Sommer 2007 wurde der Verein nur noch Bergisch Gladbach 09 genannt, allerdings existierte laut Satzung noch das Kürzel SSG. Im April 2008 wurde eine erneute Namensänderung beschlossen, der Verein heißt nun SV Bergisch Gladbach 09 e. V.

Männerfußballabteilung[Bearbeiten]

Der größte Erfolg der Männerfußballabteilung ist der Gewinn der Amateurmeisterschaft im Jahre 1953 durch einen 3:2-Sieg gegen den Homberger SV. In den 50er Jahren spielte der SV 09 in der zweithöchsten Spielklasse (2. Oberliga West) und erreichte in der Saison 1950/51 den dritten Platz. 1954 stand man im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart. Nach einem 1:1 n. V. im ersten Spiel wurde das Wiederholungsspiel mit 0:6 verloren.

Im Jahr 2012 gelang in der Relegation gegen die SG Wattenscheid 09 der Aufstieg in die Regionalliga,[2] aus der man im Jahr darauf jedoch wieder abstieg.

Bekannte Spieler und Trainer[Bearbeiten]

  • Harald Konopka führte als Trainer in den 1990er-Jahren die Mannschaft von der Landesliga in die Oberliga [3]
  • Lars Leese, bekannt vor allem durch sein Buch „Der Traumhüter“, trainierte die Mannschaft von 2005 bis 2011 und schaffte zweimal den Aufstieg in die Oberliga bzw. NRW-Liga

Platzierungen seit 1948/49[Bearbeiten]

Saison Liga Platzierung Auf-/Abstieg
1948/49 Rheinbezirksliga (II) 3
1949/50 2. Oberliga West (II) 14
1950/51 2. Oberliga West (II) 3
1951/52 2. Oberliga West (II) 11 Abstieg
1952/53 Landesliga Mittelrhein (III) 1
1953/54 Landesliga Mittelrhein (III) 3
1954/55 Landesliga Mittelrhein (III) 1
1955/56 Landesliga Mittelrhein (III) 1
1956/57 Verbandsliga Mittelrhein (III) 11
1957/58 Verbandsliga Mittelrhein (III) 1
1958/59 Verbandsliga Mittelrhein (III) 3
1959/60 Verbandsliga Mittelrhein (III) 5
1960/61 Verbandsliga Mittelrhein (III) 13
1961/62 Verbandsliga Mittelrhein (III) 12
1962/63 Verbandsliga Mittelrhein (III) 12
1963/64 Verbandsliga Mittelrhein (III) 10
1964/65 Verbandsliga Mittelrhein (III) 14 Abstieg
1965/66 Landesliga Mittelrhein (IV) 1 Aufstieg
1966/67 Verbandsliga Mittelrhein (III) 3
1967/68 Verbandsliga Mittelrhein (III) 12
1968/69 Verbandsliga Mittelrhein (III) 13
1969/70 Verbandsliga Mittelrhein (III) 13
1970/71 Verbandsliga Mittelrhein (III) 3
1971/72 Verbandsliga Mittelrhein (III) 12
1972/73 Verbandsliga Mittelrhein (III) 15 Abstieg
1973/74 Landesliga Mittelrhein (IV) 3
1974/75 Landesliga Mittelrhein (IV) 4
1975/76 Landesliga Mittelrhein (IV) 3
1976/77 Landesliga Mittelrhein (IV) 3
1977/78 Landesliga Mittelrhein (IV) 5 Aufstieg
1978/79 Verbandsliga Mittelrhein (IV) 4
1979/80 Verbandsliga Mittelrhein (IV) 16 Abstieg
1980/81 Landesliga Mittelrhein (V) 5
1981/82 Landesliga Mittelrhein (V) 7
1982/83 Landesliga Mittelrhein (V) 7
1983/84 Landesliga Mittelrhein (V) 3
1984/85 Landesliga Mittelrhein (V) 3
1985/86 Landesliga Mittelrhein (V) 1 Aufstieg
1986/87 Verbandsliga Mittelrhein (IV) 2 Aufstieg
1987/88 Oberliga Nordrhein (III) 16 Abstieg
1988/89 Verbandsliga Mittelrhein (IV) 5
1989/90 Verbandsliga Mittelrhein (IV) 2
1990/91 Verbandsliga Mittelrhein (IV) 13
1991/92 Verbandsliga Mittelrhein (IV) 16 Abstieg
1992/93 Landesliga Mittelrhein Staffel 1 (V) 6
1993/94 Landesliga Mittelrhein Staffel 1 (V) 3
1994/95 Landesliga Mittelrhein Staffel 1 (VI) 1 Aufstieg
1995/96 Verbandsliga Mittelrhein (V) 1 Aufstieg
1996/97 Oberliga Nordrhein (IV) 11
1997/98 Oberliga Nordrhein (IV) 15 Abstieg
1998/99 Verbandsliga Mittelrhein (V) 4
1999/00 Verbandsliga Mittelrhein (V) 8
2000/01 Verbandsliga Mittelrhein (V) 7
2001/02 Verbandsliga Mittelrhein (V) 5
2002/03 Verbandsliga Mittelrhein (V) 2 Aufstieg
2003/04 Oberliga Nordrhein (IV) 18 Abstieg
2004/05 Verbandsliga Mittelrhein (V) 6
2005/06 Verbandsliga Mittelrhein (V) 1 Aufstieg
2006/07 Oberliga Nordrhein (IV) 12
2007/08 Oberliga Nordrhein (IV) 17 Abstieg
2008/09 Verbandsliga Mittelrhein (VI) 1 Aufstieg
2009/10 NRW-Liga (V) 9
2010/11 NRW-Liga (V) 12
2011/12 NRW-Liga (V) 9 Aufstieg[4]
2012/13 Regionalliga West (IV) 18 Abstieg
2013/14 Mittelrheinliga (V)

Frauenfußballabteilung[Bearbeiten]

In der jüngeren Vergangenheit erlangte 09 vor allem mit seiner Frauenmannschaft bundesweit Aufmerksamkeit, die als SSG 09 neunmal deutscher Meister wurde (1977, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1988 und 1989) und bis 2009 Rekordmeister war. Dreimal (1981, 1982 und 1984) konnten die Damen zudem den DFB-Pokal erringen. Auf internationaler Ebene gelang zweimal der Sieg im Weltpokal: 1981 und 1984. Im Jahr 1996 wechselte die gesamte Frauenfußballabteilung des SSG 09 Bergisch Gladbach zum TuS Köln rrh. Zum 1. Juli 2008 hat sich auch die Frauenfußball-Abteilung im TuS Köln rrh. aufgelöst und ist geschlossen zu Bayer 04 Leverkusen gewechselt.

Bekannte Spielerinnen[Bearbeiten]

Die SSG brachte eine Reihe von Nationalspielerinnen hervor:

Statistik[Bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
1985/86 Regionalliga West 3. 14 7 1 66:16 35:9 Finale
1986/87 Regionalliga West 2. 14 5 1 63:10 33:7 nicht qualifiziert
1987/88 Regionalliga West Meister 18 1 1 64:6 37:3 Halbfinale
1988/89 Regionalliga West 2. 14 6 2 56:12 34:10 Halbfinale
1989/90 Regionalliga West 3. 10 9 3 32:17 29:15 nicht qualifiziert
1990/91 Bundesliga Nord 3. 11 4 3 43:22 26:10 nicht qualifiziert
1991/92 Bundesliga Nord 4. 9 5 6 27:22 23:17 Achtelfinale
1992/93 Bundesliga Nord 8. 5 2 11 22:42 12:24 2. Runde
1993/94 Bundesliga Nord 9. 3 2 13 10:45 8:20 Achtelfinale
1994/95 Regionalliga West 3. 13 5 4 58:28 31:13 2. Runde
1995/96 Regionalliga West 2. 14 4 4 55:31 46 nicht qualifiziert
Rot markierte Spielzeiten kennzeichnen einen Abstieg.

Stadion[Bearbeiten]

Stadion an der Paffrather Straße

Die erste Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Stadion An der Paffrather Straße aus, welches den Namen BELKAW-Arena trägt.

1932/33 gab es den ersten Sportplatz auf der Fläche des heutigens Stadions; das damalige Waldstadion bot 300 Zuschauern Platz. Nachdem dieses durch den Krieg zerstört wurde, erfolgte in den 1950er Jahren ein Neubau. Die Kapazität des Kreisstadtstadions betrug 12.000 Zuschauer, die nur im Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft der Frauen 1979 (1:0 Sieg gegen Bayern München) vollständig ausgereizt werden konnte.

Mitte der 1980er Jahre entstand das heutige Stadion, am 27. September 1986 wurde es offiziell eingeweiht. Das Fassungsvermögen beträgt ca. 10.500 Zuschauer, davon ca. 1.800 überdachte Sitzplätze.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Keine Untergangsstimmung - 09er Mitgliederversammlung
  2. http://www.reviersport.de/196990---wattenscheid-trauert-regionalliga-traum-geplatzt.html Reviersport.de, gesichtet 15. Juni 2012
  3. http://www.fc-koeln.de/news/profis/detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2224&cHash=47a718271db26d85e5c24c8b7bf68f2d
  4. Reviersport.de, gesichtet 11. Juni 2012