DFB-Pokal 1953/54

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DFB-Pokalsieger 1954 wurde der VfB Stuttgart. Das Finale fand am 17. April 1954 im Südweststadion in Ludwigshafen statt. Teilnehmer waren die Sieger der Regionalpokalwettbewerbe, die Finalisten der deutschen Meisterschaft und der Amateurmeister SV Bergisch Gladbach.

Viertelfinale[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
Sa 01.08.1953 1. FC Kaiserslautern 12:31 Hamburger SV
Sa 01.08.1953 1. FC Köln 3:2 BFC Viktoria 1889
So 02.08.1953 TuS Neuendorf 2:1 1. FC Nürnberg
Sa 02.08.1953 VfB Stuttgart 1:1 n.V. SV Bergisch Gladbach
1 Das Spiel fand in Ludwigshafen statt.

Wiederholungsspiel[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
So 16.08.1953 SV Bergisch Gladbach 10:62 VfB Stuttgart
2 Das Spiel fand in Frankfurt am Main statt.

Halbfinale[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
So 13.12.1953 Hamburger SV 1:3 n.V. 1. FC Köln
So 13.12.1953 VfB Stuttgart 2:2 n.V. TuS Neuendorf

Wiederholungsspiele[Bearbeiten]

Datum Ergebnis
Mi 24.03.1953 TuS Neuendorf 0:2 VfB Stuttgart

Finale[Bearbeiten]

Paarung VfB Stuttgart VfB Stuttgart1. FC Köln 1. FC Köln
Ergebnis 1:0 n.V.
Datum Samstag 17. April 1954
Stadion Südweststadion, Ludwigshafen
Zuschauer 60.000
Schiedsrichter Albert Dusch (Kaiserslautern)
Tore 1:0 Erwin Waldner (94.)
VfB Stuttgart Karl Bögelein, Erich Retter, Richard Steimle, Pit Krieger, Robert Schlienz (C)Kapitän der Mannschaft, Karl Barufka, Ludwig Hinterstocker, Otto Baitinger, Walter Bühler, Rolf Blessing, Erwin Waldner
Trainer: Georg Wurzer
1. FC Köln Frans de Munck, Stefan Langen, Hans Graf (C)Kapitän der Mannschaft, Paul Mebus, Benno Hartmann, Herbert Dörner, Walter Müller, Georg Stollenwerk, Berthold Nordmann, Josef Röhrig, Hans Schäfer
Trainer: Karl Winkler


Spielbericht
Die Kölner Nationalspieler Hans Schäfer und Josef Röhrig schauten sich das Halbfinales TuS Neuendorf gegen den VfB Stuttgart an und waren wenig beeindruckt. "Du spielst ja in einer Altherrenmannschaft. Für uns wird es eine Kleinigkeit sein, euch zu schlagen", versuchten sie nach Schlußpfiff ihren Nationalspielerkollegen Erich Retter aufzuziehen. Für den Stuttgarter Trainer kam die Zuversicht der Rheinländer entgegen.

Dass die Stuttgarter nicht so leicht zu bezwingen sind, zeigte sich schon nach wenigen Minuten. Die Kölner Torfabrik, die in der Oberligasaison 83 Tore erzielt hatte, kam nicht aus Touren. Die starke Läuferreihe des VfB unterband den Angriffs-
wirbel der Kölner schon kurz hinter der Mittellinie. Aber auf der anderen Seite tat sich wenig. Hollands Nationalkeeper de Munck, im Diensten des 1. FC Köln, kam nur selten in die Verlegenheit, seine elegante Torhüterkleidung im Schmutz und Staub zu wälzen: 0:0 zur Pause.

Erst ein Pfiff von Schiedsrichter Dusch brachte die Emotionen so richtig in Wallung. "Das war niemals Elfmeter", empört sich Stuttgarts Keeper Karl Bögelein in der 75. Minute, als Schäfer nach einem Zweikampf mit Barufka zu Fall kam. Große Frage bei den Kölnern: "Wer soll schießen?" Der Spezialist Josef Röhrig hatte sich kurz vorher verletzt und wurde noch an der Außenlinie behandelt. Ausgerechnet der jüngste im Team, Herbert Dörner, nahm sich den Ball und war Sekunden später untröstlich, als der Ball am rechten Pfosten vorbeistrich.

Als Erwin Waldner dann in der vierten Minute der Verlängerung zum entscheidenden 1:0 für die Schwaben traf, war Dörner erst recht der traurigste Mann auf dem Platz. "Wenn ich den Kleinen beim Schuß durch mein Herumwackeln nicht so irritiert hätte, könnten wir uns jetzt nicht über unser Geld freuen", frohlockte VfB Torwart Bögelein, als jedem Stuttgarter ein Um-
schlag mit der Siegprämie von 500 Mark in die Hand gedrückt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Das deutsche Wembley: 60 Jahre Vereinspokal; (1935-1994). Ralf Grengel, Creator im Bonifatius Verlag, 1994, ISBN 3-87088-833-4

Weblinks[Bearbeiten]