Siblingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Siblingen
Wappen von Siblingen
Staat: Schweiz
Kanton: Schaffhausen (SH)
Bezirk: Schleitheimw
BFS-Nr.: 2953i1f3f4
Postleitzahl: 8225
Koordinaten: 680920 / 28382147.6999998.516662508Koordinaten: 47° 42′ 0″ N, 8° 31′ 0″ O; CH1903: 680920 / 283821
Höhe: 508 m ü. M.
Fläche: 9.42 km²
Einwohner: 810 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 86 Einw. pro km²
Website: www.siblingen.ch
Karte
Deutschland Bezirk Oberklettgau Bezrk Schaffhausen Bezirk Unterklettgau Beggingen Schleitheim SiblingenKarte von Siblingen
Über dieses Bild
ww

Siblingen ist eine politische Gemeinde des Kantons Schaffhausen in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeindefläche misst 942 ha, davon entfallen auf Waldgebiete 455 ha und 455 ha auf landwirtschaftliches Nutzland (inklusive 15.8 ha Reben). Als Bauland sind 32 ha ausgezont. Siblingen liegt im Klettgau, am Fusse des Randens.

  • Höchster Punkt: 900 m ü. M.
  • Tiefster Punkt: 475 m ü. M.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Hans Peter Gächter.

Verkehr[Bearbeiten]

Siblingen liegt an der Hauptstrasse 14, die von Schaffhausen bis zur Grenze bei Stühlingen führt. Linienbusse verbinden Siblingen mit Schaffhausen und Schleitheim im Halbstunden-Takt, in den Stosszeiten sogar im Viertelstundentakt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Siedlungsspuren auf dem Siblinger Schlossranden/Schlossbuck und die dort aufgefundenen Tongefässe zeugen von einer Besiedlung in Siblingen im 2. Jahrtausend v. Chr.

Danach bauten die Römer an dieser Stelle eine, mit Graben geschützte, mehrstöckige Anlage von 38 Fuss Länge und 18 Fuss Breite. Bei Grabungen im Jahr 1999 wurden Tonscherben, Werkzeuge, Schmuck gefunden.

Im Mittelalter wurde von einem namentlich unbekannten Adelsgeschlecht an dieser Stelle die Burg Hartenkirch errichtet.

Im 13. Jahrhundert erhielt das Dorf eine kleine Kapelle, die dem heiligen Michael gewidmet ist.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In rot eine natürliche grüne, entwurzelte braunstämmige Tanne mit je vier breiten Ästen.

Das Wappensymbol Siblingens ist die Tanne. Nicht als solche, aber als Baum lässt sie sich bis 1608 zurückverfolgen. Nämlich als Siegelstempel auf einem Aktenstück. Hier ist eine Tanne abgebildet. Später finden sich aber auch Laubbäume auf den Siegelstempeln. Das Symbol der Tanne entstammt vermutlich dem Geschlecht der Danner die viele Vögte in Siblingen stellten. Bei der Bereinigung 1949 wurde die Tanne als historisch überliefertes Wappen beibehalten. Als Tinktur wählte man grün für den Baum und rot für den Schild, in Anlehnung an die Herren von Randenburg, welche die Hauptherren von Siblingen waren.[2]

Bilder[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schöne Wanderungen sind auf dem Randen möglich. Vom Aussichtsturm des Siblinger Randens hat man eine herrliche Aussicht in die Alpen (bei gutem Wetter bis zu den Churfirsten) und das Klettgau und für eine Zwischenverpflegung steht in der Nähe des Randenturms (Oberhalb Siblingen) das Siblinger Randenhaus. Die reformierte Pfarrkirche wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut und im Chorteil befinden sich gotische Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siblingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Bruckner-Herbstreit, Berty: Die Hoheitszeichen des Standes Schaffhausen und seiner Gemeinden, Reinach-Basel 1951, S. 275-277.
Magerwiese oberhalb von Siblingen mit Blick auf den Randen.
Siblingerrandenturm