Sils im Engadin/Segl
| Sils im Engadin/Segl | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Graubünden (GR) |
| Bezirk: | Maloja |
| Kreis: | Oberengadin |
| BFS-Nr.: | 3789 |
| Postleitzahl: | 7514 |
| Koordinaten: | 778906 / 14509746.4333299.7666641803Koordinaten: 46° 26′ 0″ N, 9° 46′ 0″ O; CH1903: 778906 / 145097 |
| Höhe: | 1'803 m ü. M. |
| Fläche: | 63.57 km² |
| Einwohner: | 805 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 13 Einw. pro km² |
| Website: | www.sils-segl.ch |
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Inn, im Hintergrund die Kirche von Segl Baselgia |
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| Karte | |
Sils im Engadin (deutsch und bis 1943 offizieller Name, rätoromanisch
Segl?/i) ist eine politische Gemeinde im Kreis Oberengadin, Bezirk Maloja des Kantons Graubünden in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Sils im Engadin liegt auf einem Landstück zwischen dem Silser- und dem Silvaplanersee. Die Gemeinde ist gemischtsprachig deutsch/rätoromanisch, was sich im Doppelnamen zeigt.
Sils-Maria, neben Sils-Baselgia einer der beiden Ortsteile von Sils, ist ein Wintersportort und bietet vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten sowie kulturelle Angebote. Die Namen der Ortsteile sind rätoromanischen Ursprungs:
- Sils-Maria: Maria ist eine abgeschliffene Form des rätoromanischen Maioria, was Meierei oder «Gutshof» bedeutet
- Sils-Baselgia: Baselgia ist das rätoromanische Wort für «Kirche» (vgl. Basilika)
- Seglias: Quartier am Dorfeingang mit fast ausschliesslich Zweitwohnungen
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Die herrliche Lage und das gute Klima zog schon viele prominente Persönlichkeiten an. Hermann Hesse war gerne hier und vor allem Friedrich Nietzsche, der zwischen 1881 und 1888 sieben Sommer in Sils Maria verbrachte (mit Ausnahme des Jahres 1882) und einige seiner bedeutendsten Werke dort schuf, verbreitete den Ruf des Ortes und des Sees in aller Welt. Ihm bewahrt das Nietzsche-Haus in Sils Maria, in dem Nietzsche während seiner Aufenthalte in einfachsten Verhältnissen logierte, als Museum und Forschungsstätte ein ehrendes Andenken. Der Maler Andrea Robbi stammte aus Sils und verbrachte einen grossen Teil seines tragischen Lebens in seinem Haus am Platz neben der Post. Der amerikanische Staatssekretär Fred Iklé wurde im Fextal geboren.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: Geteilt von Blau darin eine goldene Strahlensonne und von Gold mit einer blauen Forelle
Vereinfachung des historischen Gemeindesiegels, mit Hinweis auf die sonnige Höhenlage der Gemeinde und den fischreichen Silser See.
Tourismus [Bearbeiten]
Der Hausberg von Sils ist die Furtschellas; zum Wandern im Sommer und als alpines Skigebiet im Winter. Das autofreie Fextal wird mit einem konzessionierten Pferde-Omnibus bedient. Das Fextal und die Seenebene werden sommers für leichte Wanderungen und winters für Langlauf genutzt. Über die gefrorenen Seen führt der Engadin Skimarathon.
Verkehr [Bearbeiten]
Sils liegt einen Kilometer südlich der Nord-Süd Verkehrsachse Julierpass – Silvaplana – Malojapass. Mittels Busverbindungen Richtung St. Moritz bzw. Chiavenna ist Sils auch gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Sprachen [Bearbeiten]
Bis ins 19. Jahrhundert sprachen alle Bewohner Puter, eine rätoromanische Mundart. Doch gab es bereits 1880 eine beträchtliche deutschsprachige Minderheit. Dennoch behauptete sich bis zum Zweiten Weltkrieg eine romanischsprachige Mehrheit (1880 68.2 %, 1910 55.82 %, 1941 61.5 %). Nach 1960 kippte die Gemeinde zum Deutschen, welches 1970 erstmals eine relative Mehrheit stellte. Behördensprachen sind Deutsch und Romanisch, wobei sich noch 33.0 % der Einwohnerschaft auf Romanisch unterhalten kann. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:
| Sprachen in Sils im Engadin/Segl | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 210 | 48,39 % | 291 | 58,43 % | 446 | 59,39 % |
| Rätoromanisch | 137 | 31,57 % | 122 | 24,50 % | 90 | 11,98 % |
| Italienisch | 67 | 15,44 % | 71 | 14,26 % | 116 | 15,45 % |
| Einwohner | 434 | 100 % | 498 | 100 % | 751 | 100 % |
Religionen und Konfessionen [Bearbeiten]
1552 traten die Bewohner zum Protestantismus über.
Herkunft und Nationalität [Bearbeiten]
Von den Ende 2005 744 Bewohnern waren 551 (= 74 %) Schweizer Staatsangehörige. Die ausländische Bevölkerung besteht mehrheitlich aus Portugiesen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Unter Denkmalschutz stehen die reformierte Kirche Sils-Maria, die reformierte Kirche Sils-Baselgia und die römisch-katholische Pfarrkirche.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Sils im Engadin/Segl
- Sils im Engadin/Segl im Historischen Lexikon der Schweiz
- Fex im Historischen Lexikon der Schweiz
- Nietzsche-Haus
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
Bever | Celerina/Schlarigna | La Punt-Chamues-ch | Madulain | Pontresina | St. Moritz | Samedan | S-chanf | Sils im Engadin/Segl | Silvaplana | Zuoz
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