Stephen Maguire

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stephen Maguire
Stephen Maguire
Geburtstag 13. März 1981
Geburtsort Glasgow
Nationalität SchottlandSchottland Schottland
Spitzname(n) Merlin of Milton
On-fire Maguire
Profi seit 1998
Preisgeld 1.650.481 £[1]
Höchstes Break 147 (2×)[2]
Century Breaks 271[2]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege 5
Minor-Turniersiege 2
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 2 (08/0909/10)
Aktueller WRL-Platz 13 (Stand: 30. Juni 2014)
Maguire im Finale des German Masters 2012

Stephen Maguire (* 13. März 1981 in Glasgow) ist ein schottischer Snookerspieler.

Karriere[Bearbeiten]

1998–2004[Bearbeiten]

Sein Profidebüt gab Maguire im Jahr 1998. Zu seinen ersten großen Erfolgen zählen die Siege bei der IBSF World Championship im Jahr 2000 und 2004 beim Ranglistenturnier European Open in Malta. Sein zunächst größter Erfolg war jedoch der Gewinn der UK Championship 2004 in York. Damit rückte er in der Saison 2004/05 auf Platz 3 der Weltrangliste vor.

2005–2007[Bearbeiten]

Nach einer enttäuschenden Saison 2005/06 fiel er auf Platz 9 zurück. Ein weiterer Turniersieg gelang ihm dann Ende 2007 bei der Northern Ireland Trophy. Bei der folgenden UK Championship erreichte er erneut das Finale, musste sich aber Ronnie O’Sullivan mit 3:10 geschlagen geben.

Saison 2007/08[Bearbeiten]

Am 29. März 2008 gelang ihm im Halbfinale der China Open sein zweites Maximum Break. Anschließend sicherte er sich mit einem 10:9-Sieg über Shaun Murphy auch den Turniersieg. Damit war er hinter O’Sullivan der zweiterfolgreichste Spieler der Saison 2007/08. Der Schotte stand zu Beginn der folgenden Saison erstmals in seiner Karriere auf Platz 2 der offiziellen Weltrangliste.

Saison 2010[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2010 ermittelte die britische Polizei gegen ihn wegen des Verdachts auf Wettbetrug.[3] Zu seiner Partie im Dezember 2008 gegen Jamie Burnett (gegen ihn wurde ebenfalls ermittelt) gab es eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Wetten auf das dann tatsächlich zustande gekommene Ergebnis (9:3 für Maguire).[4] Maguire und Burnett bestritten die Vorwürfe, im August 2010 wurden die Anschuldigungen schließlich fallengelassen.[5]

Saison 2011/12[Bearbeiten]

Als Nummer 8 der Weltrangliste schaltete er zu Saisonbeginn in der Vorrunde der Wuxi Classic den Chinesen Liang Wenbo mit 5:2 aus, verlor dann aber im Viertelfinale knapp mit 4:5 gegen Ding Junhui. Beim ersten Major-Turnier der Saison, der Australian Goldfields Open, verlor er sein Erstrundenspiel gegen Ken Doherty mit 2:5. Auch beim darauf folgenden Shanghai Masters kam er gegen Anthony Hamilton (4:5) nicht über die Auftaktrunde hinaus.

Beim PTC-Event 2 schied er in der zweiten Runde mit 2:4 gegen John Higgins aus. Im Viertelfinale des dritten Events musste er sich Ende August Stephen Lee mit 1:4 geschlagen geben. Beim PTC-Event Nr. 5 verlor er in der ersten Runde mit 2:4 gegen Altmeister Peter Ebdon. Beim Warsaw Classic kam Maguire ins Achtelfinale und schied dort gegen Neil Robertson knapp mit 3:4 aus. Bei einem PTC-Turnier verlor er dann gegen Ronnie O’Sullivan. Bei der ersten Aktualisierung der Weltrangliste am 3. Oktober rutschte er einen Platz nach hinten.

Seine eher mäßige Form bestätigte er mit einer 2:4-Niederlage gegen den auf Platz 83 stehenden Thailänder Dechawat Poomjaeng bei der Alex Higgins Trophy in Runde 5. Bei der UK Championship bezwang ihn der spätere Turniersieger Judd Trump im Viertelfinale mit 6:3, nachdem Maguire im Achtelfinale noch den amtierenden Weltmeister John Higgins mit 6:4 hatte besiegen können. Anfang 2012 gewann er die FFB Snooker Open 2012. Nach guten Leistungen beim German Masters 2012 in Berlin traf er im Finale auf Ronnie O’Sullivan, gegen den er mit 7:9 den Kürzeren zog.

Dank seiner Leistungssteigerung konnte er nach dem Cut-off-point 3 in der Weltrangliste wieder einen Platz nach oben klettern. Bei den Anfang Februar im chinesischen Haikou stattfindenden World Open unterlag er in der ersten Runde dem Überraschungsspieler des Turniers, Robert Milkins, mit 3:5. Bei den PTC-Grand Finals im irischen Galway schaffte er nach Siegen über Mark Davis und Ricky Walden den Sprung ins Halbfinale, musste dort aber eine 0:4-Niederlage gegen Neil Robertson einstecken. Bei den China Open in Peking erreichte er dann das Finale, in dem er mit 9:10 knapp an Peter Ebdon scheiterte.

Maguire erreichte das Halbfinale der Snookerweltmeisterschaft 2012, wo er sich Ali Carter mit 12:17 geschlagen geben musste.

Stephen Maguire bei den German Masters 2013.

Saison 2012/13[Bearbeiten]

Im Juli 2012 gewann er das erste Turnier der PTC-Serie im Vereinigten Königreich mit einem 4:3-Finalsieg über Jack Lisowski. Im August 2012 erreichte Maguire das Finale beim Players Tour Championship 2012/13 – Event 2, musste sich jedoch Martin Gould mit 3:4 geschlagen geben. Im Februar 2013 besiegte er im Finale der Welsh Open Stuart Bingham mit 9:8, er gewann damit erstmals seit März 2008 wieder einen Titel bei einem Weltranglistenturnier.

Persönliches[Bearbeiten]

Stephen Maguire hat einen Sohn (Finn, * November 2006) und eine Tochter (Faith). Da er ein ärztliches Attest vorweisen kann (Kehlkopf-/Schilddrüsenerkrankung), ist er vom Tragen einer Fliege (nach der Kleiderordnung für Snookerspieler Pflicht) befreit.

Erfolge[Bearbeiten]

Siege bei Ranglistenturnieren[Bearbeiten]

Siege bei Minor-Ranglistenturnieren[Bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten]

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Maguire stand bei Weltranglistenturnieren in zehn Endspielen, von denen er fünf gewann.

Ergebnis Jahr Turnier Gegner im Finale Endstand
Sieger 2004 European Open EnglandEngland Jimmy White 9:3
Finalist 2004 British Open SchottlandSchottland John Higgins 6:9
Sieger 2004 UK Championship EnglandEngland David Gray 10:1
Sieger 2007 Northern Ireland Trophy IrlandIrland Fergal O’Brien 9:5
Finalist 2007 UK Championship EnglandEngland Ronnie O’Sullivan 2:10
Sieger 2008 China Open EnglandEngland Shaun Murphy 10:9
Finalist 2011 Welsh Open SchottlandSchottland John Higgins 6:9
Finalist 2012 German Masters EnglandEngland Ronnie O’Sullivan 7:9
Finalist 2012 China Open EnglandEngland Peter Ebdon 9:10
Sieger 2013 Welsh Open EnglandEngland Stuart Bingham 9:8

Minor-Ranglistenturniere[Bearbeiten]

Bei 5 Finalteilnahmen gelangen Maguire 2 Siege.

Ergebnis Jahr Turnier Gegner im Finale Endstand
Finalist 2010 Players Tour Championship – Event 1 WalesWales Mark Williams 0:4
Finalist 2010 Players Tour Championship – Event 4 EnglandEngland Stephen Lee 2:4
Sieger 2012 Players Tour Championship – Event 12 EnglandEngland Joe Perry 4:2[6]
Sieger 2012 Players Tour Championship – Event 1 EnglandEngland Jack Lisowski 4:3
Finalist 2012 Players Tour Championship – Event 2 EnglandEngland Martin Gould 3:4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stephen Maguire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Profil von Stephen Maguire bei CueTracker (Stand: 10. Juli 2014)
  2. a b 100+ Centuries - Snooker Info (Stand 26. Februar 2014)
  3. Meldung im Guardian
  4. Meldung in der Süddeutschen Zeitung
  5. Nachricht auf news.sky.com
  6. Maguire Breaks Trophy Drought (englisch) In: worldsnooker.com. World Professional Billiards and Snooker Association. 8. Januar 2012. Abgerufen am 9. Januar 2012.