Steve King

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Steve King

Steven Arnold King (* 28. Mai 1949 in Storm Lake, Buena Vista County, Iowa) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Er ist seit 2003 Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus und vertritt den 5. Kongresswahlbezirk im Bundesstaat Iowa, der aus dem westlichen Teil des Staates entlang der Grenze zu Nebraska und South Dakota mit den Städten Sioux City und Council Bluffs besteht.

Leben[Bearbeiten]

Steve King wurde 1949 in Storm Lake als Sohn eines Polizisten geboren. Er besuchte die Denison Community High School, wo er auch seine spätere Ehefrau kennenlernte. Von 1967 bis 1970 studierte er Mathematik an der Northwest Missouri State University in Maryville.

Im Jahre 1975 gründete er seine eigene Baufirma King Construction, die er 28 Jahre lang bis zu seiner Wahl ins US-Repräsentantenhaus leitete. Nach der Wahl übergab er die Geschäftsführung an seinen ältesten Sohn. Er ist seit 1972 mit seiner Frau Marilyn verheiratet und hat drei Söhne.[1]

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

King begann seine politische Laufbahn 1996 mit der Wahl in den Senat von Iowa, im Jahre 2000 wurde er wiedergewählt. 2000 wurden auch die Kongresswahlbezirksgrenzen in Iowa neu aufgeteilt, so dass der bisherige Amtsinhaber des 5. Distrikts, Tom Latham, seinen Wohnsitz nicht mehr in diesem, sondern im 4. Kongresswahlbezirk hatte. Für den nun freigewordenen Sitz im US-Repräsentantenhaus bewarb sich King im Jahr 2002. Nach dem Gewinn der Vorwahl wurde er in dem vorwiegend republikanisch wählenden Bezirk mit großer Mehrheit zum Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses gewählt.

Er ist Mitglied folgender Ausschüsse:

  • Committee on Agriculture
    • Subcommittee on Conservation, Credit, Energy, and Research
    • Subcommittee on Department Operations, Oversight, Nutrition, and Forestry
    • Subcommittee on General Farm Commodities and Risk Management
    • Subcommittee on Livestock, Dairy, and Poultry
  • Committee on the Judiciary
    • Subcommittee on the Constitution, Civil Rights, and Civil Liberties
    • Subcommittee on Commercial and Administrative Law
    • Subcommittee on Immigration, Citizenship, Refugees, Border Security, and International Law (Oppositionsführer)
  • Committee on Small Business
    • Subcommittee on Finance and Tax
    • Subcommittee on Regulations, Healthcare and Trade

Positionen[Bearbeiten]

Steve King gilt als ausgesprochen konservativer Politiker. Nach seiner Nominierung als Kandidat der Republikaner für die Wahl zum US-Repräsentantenhaus sagte er, dass seine Wahl den Schwerpunkt des politischen Zentrums nach rechts bewegen würde.[2] Er ist ein Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen und befürwortet den Waffenbesitz von Bürgern auch außerhalb von Milizen. Die National Rifle Association unterstützt King mit Wahlempfehlungen. Er lehnt die Einführung von Frauenquoten und Quoten für Minderheiten ab. Berühmt wurde King, als er nach dem Hurrikan Katrina im Kongress gegen ein Hilfspaket für die Opfer in Höhe von 52 Milliarden Dollar stimmte.

Kurz vor der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten sagte er, dass im Falle einer Wahl Obamas „die Terroristen von Al-Qaida und andere radikale Islamisten in größerer Zahl in den Straßen tanzen werden als nach dem 11. September 2001“ und deutete in diesem Zusammenhang den zweiten Vornamen des Präsidenten als Indiz dafür.[3] Nach der Verabschiedung der Gesundheitsreform im März 2010 begann King sofort mit der Arbeit an einem Gesetzentwurf, der diese wieder rückgängig machen würde. Nach seiner Ansicht ist es erforderlich, dass „die Amerikaner ihr Land wieder zurückerobern, indem sie strukturiert jegliche Überbleibsel des schleichenden Sozialismus, einschließlich dem verstaatlichten Gesundheitssystem, auslöschen“.[4]

King befürwortet eine Abschaffung der amerikanischen Steuerbehörde Internal Revenue Service und äußerte anlässlich eines Anschlages auf ein IRS-Gebäude im Jahre 2010 Verständnis für den Täter.[5]

Als der republikanische Abgeordnete Todd Akin behauptete, eine vergewaltigte Frau könnte von sich aus verhindern, schwanger zu werden, wurde dieser auch von Mitgliedern der eigenen Partei kritisiert.[6][7][8][9]. King stellte sich auf die Seite Akins und bezeichnete diesen als "starken christlichen Mann"[10].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Biografie, abgerufen am 24. März 2010
  2. Kampagnenwebseite, abgerufen am 23. März 2010
  3. Spencer Daily Reporter: Local News: King announced bid for fourth term (03/08/08)
  4. House.gov, abgerufen am 23. März 2010
  5. talkingpointsmemo.com: Steve King To Conservatives: 'Implode' IRS Offices, abgerufen am 25. April 2010
  6. Evan McMorris-Santoro: Republican Senate Nominee: Victims Of „Legitimate Rape“ Don’t Get Pregnant. In: TPM vom 19. August 2012.
  7. Missouri GOP Rep. Todd Akin: „Female Body Has Ways to Shut Down“ Pregnancy in Case of „Legitimate Rape“. Transkription. In: Littlegreenfootballs.com vom 19. August 2012.
  8. Evan McMorris-Santoro: Akin On „Legitimate Rape“ Comment: „I Misspoke“. In: TPM vom 19. August 2012.
  9. Sebastian Fischer: Republikaner gehen baden. In: Spiegel Online vom 20. August 2012.
  10. http://thehill.com/video/house/244553-steve-king-defends-todd-akin-as-a-qstrong-christian-manq

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steve King – Sammlung von Bildern