Tarcisio Burgnich

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Tarcisio Burgnich

Abwehrversuch von Tarcisio Burgnich (l.)
gegen René Houseman im Spiel
gegen Argentinien bei der WM 1974

Spielerinformationen
Geburtstag 25. April 1939
Geburtsort RudaItalien
Größe 175 cm
Position Libero/rechter Verteidiger
Vereine in der Jugend
SSC Neapel
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1958–1960
1960–1961
1961–1962
1962–1974
1974–1977
Udinese Calcio
Juventus Turin
US Palermo
Inter Mailand
SSC Neapel
8 (0)
13 (0)
31 (1)
358 (5)
84 (0)
Nationalmannschaft
1963–1974 Italien 66 (2)
Stationen als Trainer
1978–1980
1980–1981
1981–1982
1982–1984
1984–1986
1986–1987
1987–1988
1988–1989
1989–1991
1991–1992
1995–1997
1997–1998
1998–1999
1999–2000
2000–2001
AS Livorno
FC Catanzaro
FC Bologna
Como Calcio
CFC Genua
Vicenza Calcio
Como Calcio
FC Catanzaro
US Cremonese
Salernitana Calcio
US Foggia
CFC Genua
AS Lucchese Libertas
Ternana Calcio
Pescara Calcio
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Tarcisio Burgnich (* 25. April 1939 in Ruda (UD)) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und -trainer.

Seine größten Erfolge feierte der Abwehrspieler in den 1960er Jahren mit Inter Mailand und spielte 66 Mal für die Nationalmannschaft. Später arbeitete er mit mäßigem Erfolg als Trainer bei verschiedenen Vereinen.

Karriere im Verein[Bearbeiten]

Burgnich machte sein erstes Spiel in der Serie A am 2. Juni 1959 für Udinese Calcio, wo er den Durchbruch zur Stammkraft nicht schaffte. Nach nur einer Saison wechselte er zu Juventus Turin, wo er auch mehr Ersatzspieler war, weshalb er weiterzog und sich dem US Palermo anschloss. Dort gelang ihm der Durchbruch zum Stammspieler und zur gestandenen Größe innerhalb der Mannschaft.

1962 wurde Burgnich von Inter Mailand verpflichtet, wo Trainer Helenio Herrera eine der besten Vereinsmannschaften Europas zusammenstellte. Burgnich galt bald als kompromissloser und eisenharter Verteidiger im Weltklasseformat, was er nicht zuletzt Trainer Herrera zu verdanken hatte. Da er sich äußerst selten in die Offensive einschaltete und enorm zweikampfstark war, war Brugnich prädestiniert für den Catenaccio, Inters Erfolgsrezept. Hinten bildete er mit Giacinto Facchetti ein Abwehrbollwerk, im Mittelfeld gab Spielmacher Luis Suárez das Tempo vor und im Angriff wirbelten Sandro Mazzola, Mario Corso und Jair da Costa. "Grande Inter" war geboren und sollte in den nächsten Jahren von Erfolg zu Erfolg eilen. Mit Inter gewann er 1963, 1965 und 1966 den Scudetto und galt als einer der besten Abwehrspieler Italiens. Auch international war der Leistungsträger erfolgreich und gewann 1964 und 1965 den Europapokal der Landesmeister. Burgnich blieb Internazionale zwölf Jahre treu, gewann 1971 seinen vierten Meistertitel und kehrte Mailand 1974 den Rücken.

Drei Jahre lang spielte er noch für den SSC Neapel, wo er seine Karriere ausklingen ließ, ehe er sie 1977 mit 38 Jahren endgültig beendete.

Karriere in der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 10. November 1963 bestritt Burgnich gegen die Sowjetunion sein erstes Länderspiel für die "Squadra Azzurra". 1966 nahm er an der Weltmeisterschaft in England teil, wo Italien enttäuschte und nach einer blamablen Vorrunde die Heimreise antreten musste (0:1-Niederlage gegen Nordkorea).

1968 rehabilitierte sich die Mannschaft, als die den Europameistertitel gewinnen konnte. 1970 stand er mit seinem Heimatland im Halbfinale der Weltmeisterschaft, wo man auf Deutschland traf. Dabei erzielte er sein erstes Tor im Nationaldress, als er im sog. "Jahrhundertspiel" zum zwischenzeitlichen 2:2 traf. Burgnich fiel nach einem abgewehrten Freistoß von Gianni Rivera der Ball vor die Füße und er hatte keine Mühe, aus fünf Metern das Tor zu treffen. Im Finale wurde Italien von Brasilien mit 1:4 deklassiert und Burgnich musste Superstar Pelé bewachen. Nach dem Spiel verriet er: "Vor dem Endspiel sagte ich zu mir: Pelé ist aus Fleisch und Knochen, so wie ich. Danach erkannte ich, dass ich Unrecht hatte." Pelé erzielte ein Tor und spielte Burgnich schwindelig.

Bei der WM 1974 war für Italien wieder nach der Vorrunde vorzeitig Schluss. Im Spiel gegen Polen absolvierte er sein letztes Länderspiel.

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Burgnich mit geringem Erfolg als Trainer für viele verschiedene Vereine. Erfolge wie zu Zeiten seiner Spielerlaufbahn blieben ihm verwehrt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tarcisio Burgnich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien