Federazione Italiana Giuoco Calcio

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Federazione Italiana Giuoco Calcio
Federazione Italiana Giuoco Calcio
Gründung 16. März 1898
FIFA-Beitritt 1905
UEFA-Beitritt 1954
Präsident Carlo Tavecchio
Generalsekretär Antonello Valentini
Nationalmannschaften Herren
Nationalmannschaft,
U-21, U-20, U-19, U-18, U-17,
U-16, U-15,
Futsal
Frauen
Nationalmannschaft,
U-23, U-20, U-19, U-17, U-15,
Homepage www.figc.it

Die Federazione Italiana Giuoco Calcio (abgekürzt F.I.G.C.; deutsch Italienischer Fußballverband) ist der italienische Fußball-Dachverband. Er organisiert den Spielbetrieb der italienischen Ligen im Profi- und Amateurbereich sowie die Nationalmannschaften.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Gründungsdatum gilt der 16. März 1898, als der Ingenieur Mario Vicary in Turin einen Fußballverband unter dem Namen Federazione Italiana Football gründet, um nach der Arbeit Spiele und Meisterschaften organisieren zu können. Schnell stieg das Interesse am Fußball an, nachdem in den großen norditalienischen Städten Genua und Turin bereits seit einigen Jahren Fußballvereine existierten (z.B. Genua 1893, Juventus Turin). Die erste Meisterschaft fand noch im selben Jahr in der piemontesischen Hauptstadt statt, wo an einem Nachmittag der erste italienische Meister ausgespielt wurde.

1905 trat der F.I.F. dem Fußballweltverband – nur ein Jahr nach dessen Gründung – bei. Im Jahr 1909 wurde der Verband umbenannt und erhielt seinen heutigen Namen Federazione Italiana Giuoco Calcio. Es dauerte schließlich bis 1913, dass die erste landesweite Meisterschaft ausgetragen wurde. Seit 1910 existiert des Weiteren die italienische Nationalmannschaft; genauer: Ihr erstes Spiel bestritt die Squadra Azzurra am 15. Mai 1910 in Mailand gegen Frankreich (6:2).

Die nächste große Änderung begann 1930. Erstmals wurde die nationale Meisterschaft in einer gesamtitalienischen Liga ausgetragen. Die Spieler in dieser Meisterschaft erhielten auch erstmals eine Entlohnung für ihre Arbeit auf dem Fußballfeld, in Uruguay wurde die erste Fußballweltmeisterschaft gespielt. Bereits die nächste WM 1934 fand in Italien statt und wurde auch prompt gewonnen. Die Erfolge wurden beim olympischen Fußballturnier 1936 und der WM 1938 in Frankreich wiederholt.

1954 wurde in Basel der europäische Fußballverband UEFA gegründet. Der italienische Verband war unter den Gründungsmitgliedern. 1968 folgte der erste EM-Titel.

Im Jahr 1982 stürzte der F.I.G.C. – ungeachtet des Triumphes bei der Weltmeisterschaft in Spanien – in eine schwere Krise. Ein Wettskandal erschütterte den Verband schwer und brachte den italienischen Fußball in Verruf. Im Zuge dieser Affäre musste auch der AC Mailand zwangsabsteigen.

1990 war der Verband Ausrichter des bislang letzten Fußball-Großereignisses in Italien. Vom 8. Juni bis 8. Juli fand in zwölf italienischen Stadien die 14. Fußball WM statt. Die Nationalmannschaft selbst scheiterte im Halbfinale.

2003 erließ der F.I.G.C. neue Regeln im nationalen Fußball. Umfassende Neuerungen reformierten das Amateursystem (Serie D), die Jugendabteilungen und Regelungen zur Ordnung in den Stadien (Stichwort Gewalt in den Stadien). Vor allem wurden aber auch Bilanzkontrollen und verschärfte Regularien, bis hin zum Lizenzentzug für die Fußballvereine eingeführt.

2006 gewann Italien schließlich die Weltmeisterschaft in Deutschland mit einem Finalsieg gegen Frankreich mit 6:4 n.E.

Im Oktober 2012 sind die Büros der FIGC in Rom durchsucht worden und darauf hin wurden ein Skandal unter anderem um Transferverträge ausgelöst.

UEFA-Fünfjahreswertung[Bearbeiten]

Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung (in Klammern die Vorjahresplatzierung). Die Kürzel CL und EL hinter den Länderkoeffizienten geben die Anzahl der Vertreter in der Saison 2014/15 der Champions League bzw. der Europa League an.

Stand: Ende der Europapokalsaison 2012/13[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bert Kassies: Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung 2013. Abgerufen am 16. Mai 2013 (englisch).