Loddin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Loddin
Loddin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Loddin hervorgehoben
54.02305555555614.0063888888899Koordinaten: 54° 1′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Usedom-Süd
Höhe: 9 m ü. NN
Fläche: 5,92 km²
Einwohner:

1053 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17459
Vorwahl: 038375
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, UEM, WLGVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 080
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 1
17406 Usedom
Webpräsenz: www.amtusedom-sued.de
Bürgermeisterin: Lorina Bremer
Lage der Gemeinde Loddin im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Torgelow-Holländerei Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Liepen Medow Neetzow Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichsruh Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Blumenhagen Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Klein Luckow Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Kölzin Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild
Der Kölpinsee in Loddin
Loddiner Höft (16 m) über dem Achterwasser
Deutschlands nördlichster Weinberg in Loddin
Strandzugang in Stubbenfelde

Seebad Loddin ist eine Gemeinde auf der Insel Usedom, direkt an der Ostseeküste und dem Achterwasser, einer großen Ausbuchtung des Peenestroms. Die Gemeinde wird vom Amt Usedom-Süd mit Sitz in der Stadt Usedom verwaltet. Bis 2005 war die Gemeinde Teil des Amtes Usedom-Mitte.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Loddin liegt auf der Landenge zwischen Nord- und Südusedom, inmitten einer landschaftlich reizvollen Region zwischen Ostsee, Kölpinsee und Achterwasser. Etwa 13 Kilometer südöstlich der Gemeinde liegt das Seebad Heringsdorf und acht Kilometer nordwestlich das Seebad Zinnowitz.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

  • Kölpinsee
  • Loddin
  • Stubbenfelde

Geschichte [Bearbeiten]

Gemeinde [Bearbeiten]

Nach der Verwaltungsreform 1815 kam Loddin zur preußischen Provinz Pommern und gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin. Von 1945 bis 1952 bildete die Gemeinde, mit dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil des Landkreises Usedom-Wollin, den Landkreis Usedom im Land Mecklenburg. Dieser ging im Jahr 1952 im Kreis Wolgast im Bezirk Rostock auf. Die Gemeinde gehört seit dem Jahr 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern, von 1994 bis zum 3. September 2011 gehörte sie zum Landkreis Ostvorpommern, der danach im Landkreis Vorpommern-Greifswald aufging.

Ortsteile [Bearbeiten]

Loddin

Loddin wurde im Jahr 1270 erstmals urkundlich als Loddino erwähnt. Der Name leitet sich ab von der slawischen Bezeichnung für Lachs und bedeutet so viel wie Dorf an der Lachsbucht.

In einer Urkunde vom 15. März dieses Jahres tauschte der Bischof von Cammin, in dessen Besitz sich Loddin befand, auf Verlangen von Herzog Barnim I. von Pommern-Stettin dieses Dorf gemeinsam mit fünf anderen Gemeinden auf Usedom (Ückeritz, Balm am Balmer See, Mellenthin, Suckow und Krienke) gegen Damerow in Hinterpommern (bei Naugard), das dem Prämonstratenser-Kloster Grobe bei der Stadt Usedom gehört hatte. 1309 zog dieses nach Pudagla um. Am 1. Juni 1911 erhielt Loddin den touristisch wichtigen Eisenbahnanschluss mit Haltepunkten in Kölpinsee und Stubbenfelde. In den 1920/30er Jahren war der kleine Badeort ein Treff von UFA-Filmstars wie Willy Fritsch, Lilian Harvey, Grethe Weiser, Anny Ondra und Hans Söhnker im 1897 eröffneten Hotel Seerose.

Kölpinsee

Aus dem Jahr 1610 wurde ein Ort Colpin (colpa= Schwan) nahe bei Loddin erwähnt. Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg von Wallensteins Truppen bis auf die Grundmauern niedergebrannt und geplündert und dann nicht weiter erwähnt. Loddin kam nach dem Frieden von Stockholm vom 1. Februar 1720 als Staatsdomäne zu Preußen. Im Jahr 1848 wurde das Land aufgesiedelt.

Am Ende des 19. Jahrhunderts suchte Loddin Anschluss an den Badetourismus. Im Jahr 1896 ließ Carl Prutz das Hotel Wald und See, das heute nicht mehr existiert, bauen und gründete damit nördlich des Kernorts an der Ostsee den neuen Ortsteil Kölpinsee. Nur dem Namen nach knüpft diese Bezeichnung an den ehemaligen Ort Colpin an, dessen tatsächliche Lage nicht mehr nachvollziehbar ist.

Zweimal wurde in einer Silvesternacht (1904/1905 und 1913/1914) bei Sturmhochwassern die Düne durchbrochen, und die Ostsee ergoss sich über den Kölpinsee hinweg bis zum Achterwasser. Aus diesem Grund wurde 1928 mit dem Bau eines Schutzdeiches zwischen dem Kölpinsee und der Ostsee begonnen. Dieser wurde ein Jahr später fertiggestellt. In den 1950er Jahren wurde dem Strand vorgelagert eine 300 Meter lange Brandungsmauer errichtet, um die fortschreitende Abspülung der Steilküste zu verhindern. Diese wurde aber bereits 1954 bei einem Sturmhochwasser zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Nach 1949 wurden in den Ortsteilen Kölpinsee und Stubbenfelde die bestehenden Hotels verstaatlicht und einige FDJ-Ferienhaussiedlungen angelegt. Nach der Wende in den 1990er Jahren wurden diese zum Teil privatisiert und es entstanden ein Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche und eine Klinik für Mütter-Kind-Kuren, deren therapeutische Einrichtungen auf Hauterkrankungen und Atemwegsleiden spezialisiert sind.

Stubbenfelde

Im Ortsteil Stubbenfelde etablierte sich ein Campingplatz mit nahezu 300 Stellplätzen, die über eine Stahltreppe einen direkten Zugang zum Strand erhielten.

Politik [Bearbeiten]

Wappen [Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. Dezember 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 177 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau ein goldener Baumstumpf, darüber zwei schräg gekreuzte goldene Ähren zwischen zwei aufrechten, einander zugewandten silbernen Hechten.“

Das Wappen wurde von dem Weimarer Michael Zapfe gestaltet.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Loddin

  • Der Kölpinsee nördlich des Kernorts an der Ostsee
  • Historisches Fischerdorf mit reetgedeckten Katen
  • Bis zu 40 Meter hohe Steilküste am Ostseestrand mit dem Aussichtspunkt Teufelsberg im Ortsteil Stubbenfelde. Vom Teufelsberg führt eine Treppe hinab zum Strand
  • Hochuferwanderweg über der Steilküste des Achterwassers südlich des Kernortes Loddin. Loddiner Höft heißt der 16 Meter hohe Hügel an der Spitze der Landzunge, von dessen Aussichtspunkt man einen weiten Rundblick über das Achterwasser bis zu den Halbinseln Lieper Winkel und Gnitz genießt
  • Im Nordteil des Ortsteils Loddin befinden sich mit der Hans-Dietrich-Genscher-Straße und der Dr.-Helmut-Kohl-Straße zwei Straßen, die entgegen einer weithin beachteten Norm nach lebenden Politikern benannt sind.

Verkehrsanbindung [Bearbeiten]

Die Ortsteile Kölpinsee und Stubbenfelde liegen direkt an der Bundesstraße 111. Durch die Gemeinde führt der Radfernwanderweg Berlin–Usedom.

Die Haltepunkte Kölpinsee und Stubbenfelde liegen an der Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre, die von der Usedomer Bäderbahn befahren wird. In den Sommermonaten verkehrt der Usedom-Express der Deutschen Bahn von und nach Potsdam Hbf über diese Haltepunkte. Weiterhin sind Kölpinsee und Stubbenfelde von Mai bis Oktober an Freitagen mit dem IC 1861 sowie an Samstagen mit dem IC 1804/1805 von und nach Köln ein Haltepunkt mit Fernverkehr.

Der nächstgelegene Regionalflughafen liegt südlich von Heringsdorf und ist 26 Kilometer von Loddin entfernt. Schiffe der Adler-Linie legen sechs Kilometer entfernt an der Seebrücke von Koserow an und fahren nach Fahrplan mehrmals täglich zu den „Kaiserbädern“ Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck sowie nach Świnoujście.

Literatur [Bearbeiten]

  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen , IV. Teils Band II, Anklam 1868, S.
  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (=Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. S.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden am 31.12.2011 (XLS) (Hilfe dazu)

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Loddin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Loddin – Reiseführer