United States Military Academy

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United States Military Academy
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Motto Duty • Honor • Country
Gründung 1802
Trägerschaft staatlich - United States Army
Ort West Point, New York, USA
Superintendent Robert L. Caslen, Lt Gen
Studenten 4.487
Professoren ca. 600
Hochschulsport Patriot League
Website www.usma.edu

Die United States Military Academy (USMA) ist eine Militärakademie der Vereinigten Staaten in West Point, New York, und eine Einrichtung des übergeordneten US Army Training and Doctrine Command (TRADOC). Sie bildet einen Anteil von etwa 25 % des Offiziernachwuchses des US-Heeres aus.

Die USMA ist in einem früheren Fort des US-Heeres am westlichen Ufer des Hudson River in Orange County in West Point untergebracht und befindet sich etwa 80 Kilometer nördlich von New York City. Der Komplex der Akademie nimmt 65 km² in Anspruch.

Die USMA ist eine der renommiertesten Hochschulen der Vereinigten Staaten. Absolventen der Akademie erhalten den akademischen Grad eines Bachelors und sind gleichzeitig Second Lieutenant des Heeres. Nach Abschluss haben sie eine Dienstpflicht von mindestens 5 Jahren, gefolgt von 3 Jahren in der Reserve. Die herausragende Bedeutung der Akademie ist an der synonymen Verwendung des Ortsnamens „West Point“ mit der Institution abzulesen.

West Point ist der am längsten ununterbrochen benutzte Standort des US-Heeres. Das Motto der Akademie ist „Duty, Honor, Country“ („Pflicht, Ehre, Vaterland“).

Geschichte[Bearbeiten]

Luftaufnahme der USMA
Panoramabild der USMA
Unterricht in West Point, 1929

Bereits George Washington wählte den Standort für das Fort aus; das Bauwerk wurde 1778 von Tadeusz Kościuszko errichtet. Washington sah in West Point eine der wichtigsten militärischen Stellungen des Kontinents. Auf einem Plateau über einem Knick des Hudson River gelegen konnte die Kontinentalarmee von dort den wichtigen Schiffsverkehr kontrollieren. Hätte die britische Armee diese Stellung erobert, hätte sie die nördlichen und südlichen Kolonien voneinander abschneiden können. Bis heute finden sich an den Festungsmauern Kanonen aus dieser Zeit.

Am 16. März 1802 wurde das Fort durch ein Gesetz von Thomas Jefferson in eine Militärakademie umgewandelt, da im US-Heer ein eklatanter Mangel an Offizieren bestand. Einen wichtigen Anteil an der Geschichte der Akademie hatte Oberst Sylvanus Thayer, der diese zwischen 1817 und 1833 leitete. Er erhöhte die Qualität der Ausbildung und legte die Betonung auf militärische Disziplin und Ehrverhalten. Im Bereich der Ausbildung machte er Bauingenieurwesen zum Grundstein des Studiums; die Absolventen der Akademie hatten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wesentlichen Anteil am Ausbau der Infrastruktur in den Vereinigten Staaten. Als nach dem Sezessionskrieg weitere Technische Hochschulen etabliert wurden, erweiterte die Militärakademie ihren Studienplan über das Ingenieurswesen hinaus.

Viele der Offiziere, die am Sezessionskrieg teilnahmen, waren zuvor in West Point ausgebildet worden. Teilweise kämpften in diesem Konflikt Freunde und ehemalige Klassenkameraden von West Point gegeneinander.

Nach dem Ersten Weltkrieg ergänzte der Leiter Douglas MacArthur den Lehrplan noch weiter, vor allem um körperliche und athletische Fächer. Ein wichtiges Ziel wurde damit die Idee „jeder Kadett ein Athlet“. Ebenso wurde das bis dahin ungeschriebene System der Ehre kodifiziert. Der Ehrenkodex der Kadetten lautet: „Ein Kadett lügt, betrügt oder stiehlt nicht und toleriert dies auch nicht bei anderen“. Lyndon B. Johnson erweiterte 1964 die Größe der Akademie von 2.529 auf 4.417 Kadetten.

Seit 1976 nimmt die Akademie auch Frauen auf.

Die USMA und die Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr in Hamburg, betreiben seit 2005 einen jährlichen Austausch von Kadetten und Offizieren.

Ausbildung[Bearbeiten]

Das alljährliche Werfen der Dienstmütze ist der symbolische Höhepunkt am Ende der Abschlusszeremonie nach der Vereidigung.

West Point stellt hohe Anforderungen an aufzunehmende Personen. Die größte Vorauswahl stellt sicher die persönliche Empfehlung durch einen Abgeordneten des US-Kongresses bzw. US-Präsidenten dar, die ein Bewerber vorweisen muss. Darüber hinaus ist ein guter Notendurchschnitt des High-School-Abschlusses sowie ein lupenreines Führungszeugnis nötig. Der Bewerber darf nicht verheiratet sein und auch während der Ausbildung keine Ehe eingehen.[1] Jährlich bewerben sich etwa 11.000 Personen, von denen knapp 1.300 zum neuen Jahrgang zugelassen werden.[2]

Jedes Jahr am 25. Juni finden sich die neuen Kadetten an der Akademie ein. Rund um ihr Gelände sind Lautsprecher aufgestellt, über die Anweisungen an die Neuankömmlinge gerichtet werden. Bevor sie sich einrichten können, werden sie ähnlich wie in der Grundausbildung empfangen und medizinisch untersucht. Bevor sie den Titel eines Kadetten (plebe) tragen dürfen, bekommen die Bewerber nach erwähnter Untersuchung noch eine Stunde Bedenkzeit, um einen Vertrag zu unterschreiben, der ihre Aufnahme in die Akademie bei einer Verpflichtung für insgesamt 9 Jahre bestätigt (diese Verpflichtung entfällt für diejenigen Kadetten, die sich nach spätestens 2 Jahren entschließen, aus der Akademie auszuscheiden).

Alle Kadetten müssen die angebotenen Kern-Fächer aus Sozial- und Naturwissenschaften sowie auch Fremdsprachen und Ingenieurwissenschaften wahrnehmen und zusätzlich eine Grundausbildung ableisten, die höhere Ansprüche stellt als die übliche in den US-Streitkräften. Darüber hinaus gibt es keine Semesterferien im üblichen Sinne: In der Zeit zwischen den akademischen Semestern werden die Kadetten in über die ganzen USA verteilte Trainingszentren verschickt, je nachdem, welche Truppengattung die einzelnen Rekruten anstreben.

Gegen Ende des Akademieablaufs werden die Kadetten in mehreren Zeremonien verabschiedet. Symbolischer Höhepunkt ist das gemeinsame Hochwerfen der Kadettenmütze im Anschluss an die kollektive Vereidigung.[3]

Etwa die Hälfte der Absolventen arbeiten nach ihrer Verpflichtungszeit im aktiven Dienst (min. 5 Jahre) in der Wirtschaft.

Auf dem Gelände befindet sich ein Soldatenfriedhof, auf dem Absolventen begraben werden.

Führung[Bearbeiten]

Superintendent Robert L. Caslen, noch als Commandant of cadets (2008)

Die USMA wird von einem Superintendent im Rang eines Generalleutnants geleitet. Der 59. Superintendent ist seit dem 13. Juli 2013 Lieutenant General Robert L. Caslen.[4] Er ist der zweite Superintendent in der Geschichte der Akademie, der schon zuvor als Commandant of cadets in West Point stationiert war.

Bekannte Absolventen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Stephen E. Ambrose: Duty, Honor, Country—A History of West Point. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Md. 1999, ISBN 9780801862939.
  •  Rod Miller, Richard Cheek und Alexander M. Haig, Jr.: West Point U.S. Military Academy: An Architectural Tour. Princeton Architectural Press, 2002, ISBN 9781568982946.
  •  Maureen Oehler DuRant und Peter E. Carroll: West Point. Arcadia Publishing, 2007, ISBN 9780738554976.
  •  Elizabeth Dey Jenkinson Waugh: West Point. MacMillan, 1944.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: United States Military Academy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. United States Military Academie West Point Admission-Steps to West Point-Basic Requirements (englisch). Eingesehen am 12. März 2010
  2. United States Military Academie West Point Class of 2013-Class Profile (englisch). Eingesehen am 12. März 2010
  3. Vereidigungstext beim Center for Military History
  4. [1], abgerufen am 17. August 2013, siehe auch Artikel Robert L. Caslen in der englischsprachigen Wikipedia

41.391302777778-73.958597222222Koordinaten: 41° 23′ 29″ N, 73° 57′ 31″ W