Ursula Krechel

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Ursula Krechel auf der Frankfurter Buchmesse 2012

Ursula Krechel (* 4. Dezember 1947 in Trier) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Ursula Krechel studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Köln. Bereits während ihres Studiums, das sie 1972 mit der Promotion und einer Dissertation über Herbert Ihering abschloss[1], verfasste sie Beiträge für den Westdeutschen Rundfunk und den Kölner Stadt-Anzeiger. Von 1969 bis 1972 war sie Dramaturgin an den Städtischen Bühnen Dortmund und leitete Theaterprojekte mit jugendlichen Strafgefangenen.

Ab 1972 lebte sie als freie Schriftstellerin in Frankfurt am Main.

Die Lyrik, anfangs noch von Frauenbewegung und neuer Subjektivität, später häufig vom Surrealismus beeinflusst, bildet den Schwerpunkt von Ursula Krechels Werk. Darüber hinaus hat sie Prosa, Theaterstücke und Hörspiele veröffentlicht.

Ihr 2012 erschienener Roman Landgericht erhielt den Deutschen Buchpreis. Das Werk stellt einen jüdischen Richter in den Mittelpunkt,[2] der 1947 aus dem Exil in Havanna nach Deutschland zu seiner versprengten Familie zurückkehrt „und zerbricht, als er in der Enge Nachkriegsdeutschlands den Kampf um die Wiederherstellung seiner Würde verliert“.[3]

Ursula Krechel lebt in Berlin. Sie ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland und seit 2012 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.[4]

Werke [Bearbeiten]

Einzeltitel [Bearbeiten]

  • Information und Wertung, Köln 1972
  • Erika, Frankfurt am Main 1973
  • Selbsterfahrung und Fremdbestimmung, Darmstadt [u. a.] 1975
  • Nach Mainz!, Darmstadt [u. a.] 1977
  • Umsturz, Darmstadt 1977
  • Verwundbar wie in den besten Zeiten, Darmstadt [u. a.] 1979
  • Zweite Natur, Darmstadt [u. a.] 1981
  • Rohschnitt, Darmstadt [u. a.] 1983
  • Aus der Sonne, Frankfurt a. M. 1985
  • Vom Feuer lernen, Darmstadt [u. a.] 1985
  • Kakaoblau, Salzburg [u. a.] 1989
  • Tribunal im askanischen Hof, Berlin 1989 (zusammen mit Karin Reschke und Gisela von Wysocki)
  • Die Freunde des Wetterleuchtens, Frankfurt am Main 1990
  • Sitzen Bleiben Gehen, Frankfurt am Main 1990
  • Mit dem Körper des Vaters spielen, Frankfurt am Main 1992
  • Technik des Erwachens, Frankfurt am Main 1992
  • Äußerst innen, Frankfurt am Main 1993 (zusammen mit Irmgard Flemming)
  • Sizilianer des Gefühls, Frankfurt am Main 1993
  • Landläufiges Wunder, Frankfurt am Main 1995
  • Ungezürnt, Frankfurt am Main 1997
  • Verbeugungen vor der Luft, Salzburg [u. a.] 1999
  • Bei Eichendorff, Edenkoben 2000
  • Der Übergriff, Salzburg [u. a.] 2001
  • In Zukunft schreiben, Salzburg [u. a.] 2003
  • Liebes Stück, Frankfurt am Main 2003
  • Mein Hallo dein Ohr, Witzwort 2003
  • Stimmen aus dem harten Kern. Gedicht, Salzburg/Wien 2005
  • Mittelwärts. Gedicht, zu Klampen Verlag, Springe 2006, ISBN 978-3-933156-86-0.
  • Shanghai fern von wo. Roman, Salzburg, Wien 2008[5]
  • Jäh erhellte Dunkelheit. Gedichte, Verlag Jung und Jung, Salzburg/Wien 2010, ISBN 978-3-902497-67-3.
  • Landgericht. Roman. Verlag Jung und Jung, Salzburg/Wien 2012, ISBN 978-3-9902702-4-0.

Übersetzung [Bearbeiten]

Herausgabe [Bearbeiten]

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Ursula Krechel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise, Quellen [Bearbeiten]

  1. http://www.verlagderautoren.de/index.php?id=23&no_cache=1&tx_ttvaoshop[authorid]=6886&tx_ttvaoshop[worksart]=Theater Homepage Verlag der Autoren, abgerufen am 10. Oktober 2012
  2. Ursula Krechel erhält den Deutschen Buchpreis, Spiegel Online, 8. Oktober 2012
  3. Ursula Krechel erhält den Deutschen Buchpreis 2012 für ihren Roman „Landgericht“, deutscher-buchpreis.de
  4. Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung: Ursula Krechel ist neues Mitglied, boersenblatt.net, 28. November 2012
  5. 10 Fragen an Ursula Krechel zum Thema China, Deutsch-chinesisches Kulturnetz, Juni 2009.
  6. Ursula Krechel erhält den Wiesbadener Lyrik-Preis „Orphil“, abgerufen am 25. April 2012