Vitex

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Vitex
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Viticoideae
Gattung: Vitex
Wissenschaftlicher Name
Vitex
L.

Vitex ist eine artenreiche Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Eine bekannte Art der Gattung ist der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus).

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration von Vitex pinnata

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Vitex-Arten wachsen als Sträucher oder Bäume mit Wuchshöhen zwischen 1 und 35 Metern, selten auch Kletterpflanzen. Die Rinde der Zweige ist glatt oder spärlich flaumig behaart.

Die gegenständigen Laubblätter sind meistens handförmig, unpaarig gefiedert mit drei oder fünf (selten ein oder sieben) Fiederblättchen. Die gestielten Fiederblättchen besitzen glatte, gezähnte, gesägte oder eingeschnittene Ränder. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.

Zygomorphe Blüte von Vitex lucens

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die end- oder seitenständigen, zymösen, thyrsoiden oder rispigen Blütenstände besitzen meist kleine, oft früh abfallende Tragblätter. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und oft relativ klein, meist mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die meist fünf Kelchblätter sind glocken-, trichterförmig oder röhrig verwachsen. Die meist fünf weißen, blauen, violetten oder gelblichen Kronblätter bilden eine zweilippige Krone. Die Oberlippe ist dreilappig, wobei der Mittellappen stark verlängert ist. Die Unterlippe ist zweilappig. Es sind vier Staubblätter vorhanden, sie können manchmal über die Krone ragen. Der Fruchtknoten enthält in jeder seiner zwei bis Kammern nur ein oder zwei Samenanlagen. Der dünne Griffel endet in einer zweispaltigen Narbe.

Früchte von Vitex trifolia, auch der Kelch ist gut erkennbar.

Die kleine und kugelige bis eiförmige oder verkehrt-eiförmig Steinfrüchte ist vom vergrößerten Kelch umhüllt und enthält normalerweise in seinen vier Kammern je einen harten Kern mit einem Samen. aber manchmal ist nur ein Teil davon ausbildet und man findet dafür Hohlräume. Das Endokarp ist hart und das Mesokarp ist üblicherweise fleischig. Die verkehrt-eiförmig bis länglichen Samen enthalten meist fleischige Keimblätter (Kotyledonen), aber kein Endosperm.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Vitex ist in tropischen, subtropischen und gemäßigt warmen Klimazonen weltweit verbreitet.

Blüten und Laubblatt von Vitex megapotamica
Blätter und Blütenstand von Vitex rotundifolia

Systematik[Bearbeiten]

Der Gattungsname Vitex wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 638[1] aufgestellt. 1925 wurde als Lectotypus Vitex agnus-castus L. festgelegt. Synonyme für Vitex L. sind: Macrostegia Nees, Neorapinia Moldenke, Paravitex H.R.Fletcher, Tsoongia Merr., Viticipremna H.J.Lam.[2]

Die Gattung Vitex wurde früher zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) gestellt. Die Umgliederung in die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) ist neueren Datums; in dieser Familie steht sie in der Unterfamilie der Viticoideae.

In der Gattung Vitex gibt es etwa 250 Arten:[2][3]

Nicht mehr der Gattung Vitex zugeordnet wird:

Quellen[Bearbeiten]

  • Shou-liang Chen & Michael G. Gilbert: Verbenaceae.: Vitex, S. 28 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 17 - Verbenaceae through Solanaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1994. ISBN 0-915279-24-X (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • S. M. H. Jafri & Abdul Ghafoor: Verbenaceae in der Flora of Pakistan: Vitex - Online. (Abschnitt Beschreibung)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

[2] [3] [4] [1]

  1. a b Carl von Linné: Species Plantarum, 2, 1753, S. 638 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  2. a b c Vitex im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Rafaël Govaerts (Hrsg.): World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens Kew: Vitex. Letzter Zugriff am 19. März 2014
  4. a b c d e f g h i j k Shou-liang Chen & Michael G. Gilbert: Verbenaceae.: Vitex, S. 28 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 17 - Verbenaceae through Solanaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1994. ISBN 0-915279-24-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vitex – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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