Wasterkingen

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Wasterkingen
Wappen von Wasterkingen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Bülachw
BFS-Nr.: 0070i1f3f4
Postleitzahl: 8195
Koordinaten: 677889 / 27176447.5919428.474169393Koordinaten: 47° 35′ 31″ N, 8° 28′ 27″ O; CH1903: 677889 / 271764
Höhe: 393 m ü. M.
Fläche: 3.95 km²
Einwohner: 547 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 141 Einw. pro km²
Website: www.wasterkingen.ch
Karte
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Wasterkingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Silber drei verkürzte rote Spitzen, überhöht von zwei roten Rosen

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wasterkingen liegt im nordwestlichsten Ende des Rafzerfeldes an der Strasse nach Hohentengen. Die Siedlung liegt am Hang des Kaltwang. Ursprünglich bestand sie aus zwei Haufendörfern, die zusammengewachsen sind. Von der Gemeindefläche sind 46.3 % landwirtschaftliche Nutzflächen, 43.5 % ist Wald, 8.1 % ist Siedlungsfläche und 2.0 % dienen dem Verkehr.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde 1102 erstmals urkundlich erwähnt. Ein düsteres Kapitel in der Geschichte Wasterkingens ist die Hexenverfolgung von 1701. Im Jahr 1701 kam es in Zürich zum letzten Mal zu einem Hexenprozess mit Hinrichtungen. Am 19. April 1701 schilderte der Eglisauer Landvogt Johann Jakob Hirzel in einem Schreiben an die Zürcher Obrigkeit, die Dorfleute von Wasterkingen hätten ihn gebeten, die gnädigen Herren über das Hexenunwesen in ihrer Gemeinde zu unterrichten. Angeklagt waren insgesamt 12 Personen. Insgesamt wurden nach langwierigem Verfahren sieben Frauen und ein Mann, alle aus Wasterkingen, wegen Bündnissen mit dem Teufel zum Tode verurteilt. Regierungspräsident Markus Notter und Kirchenratspräsident Ruedi Reich verurteilten 2001 diese Justizmorde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

  • Bevölkerungsdichte: 141.9 Einw./km2
  • Anzahl Privathaushalte: 212 (Stand: 2000)
  • Konfessionszugehörigkeit: 59,9 % evangelisch-reformiert, 17,5 % römisch-katholisch, 22,6 % andere oder keine konfessionelle Zugehörigkeit (Stand: 2010)

Politik[Bearbeiten]

Die Wahlen 2011 des Nationalrates hat folgendes Ergebnis ergeben: Die SVP hat 51.2 %, die SP 14.0 %, die GLP 12.2 %, die FDP 4.9 %, die Grüne 5.6 %, und die CVP 2.6 % der Wählerstimmen.

Gemeindepräsident ist Hans Frei (Stand 2012).

Vereine[Bearbeiten]

In Wasterkingen und dem umliegenden Rafzerfeld bestehen über 11 Sportvereine, bei denen man sich aktiv beteiligen kann.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  David Meili: Hexen in Wasterkingen: Magie und Lebensform in einem Dorf des frühen 18. Jahrhunderts. Basel 1980.
  • Zu den Wasterkingener Hexenprozessen: Eduard Osenbrüggen, Studien zur Deutschen und Schweizerischen Rechtsgeschichte (1868), Publisher: Fr. Hurter, 1868, S. 414 - 418 (Online)
  • Zu den Wasterkingener Hexenprozessen: Johann Moritz Schwager, Beytrag zur Geschichte des Aberglaubens des gegenwärtigen Jahrhunderts, oder Erzählung von einem merkwürdigen Hexenproceß, der in dem Anfang desselben in D. im **schen Kreise geführt wurde. In: Beyträge zur Beförderung des vernünftigen Denkens in der Religion 4 (1783), S. 31- 92 (Online; PDF; 13,7 MB)
  •  Otto Sigg: Hexenprozesse mit Todesurteil: Justizmorde der Zunftstadt Zürich. 2 Auflage. Selbstverlag, Zürich 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wasterkingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)