Weitramsdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weitramsdorf
Weitramsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weitramsdorf hervorgehoben
50.2510.866666666667300Koordinaten: 50° 15′ N, 10° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 33,71 km²
Einwohner: 4931 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96479
Vorwahlen: 09561, 09567
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 175
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ummerstadter Str. 11
96479 Weitramsdorf
Webpräsenz: - Weitramsdorf
Bürgermeister: Wolfgang Bauersachs (Bürger für Bürger)
Lage der Gemeinde Weitramsdorf im Landkreis Coburg
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Über dieses Bild

Weitramsdorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg mit rund 5.000 Einwohnern.

Geografie[Bearbeiten]

Weitramsdorf liegt etwa fünf Kilometer westlich von Coburg. Der Ort ist von Wäldern umgeben und liegt in einem Seitental der Rodach.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Weitramsdorf besteht aus den neun Gemeindeteilen Altenhof, Gersbach, Hergramsdorf, Neundorf, Weidach-Vogelherd, Schlettach, Tambach, Weidach und Weitramsdorf. Weitramsdorf ist Sitz der Verwaltung.

Geschichte[Bearbeiten]

Weitramsdorf wurde erstmals 1177 urkundlich erwähnt. Als Teil des Coburger Landes gehörte die Siedlung im 13. Jahrhundert zur Landesherrschaft der Henneberger, die im 14. Jahrhundert auf die Wettiner überging. Bis 1920 war Weitramsdorf Teil von Sachsen-Coburg, anschließend kam es zum Freistaat Bayern.

Der Ortsteil Tambach wurde bereits 874 als Tanbah erwähnt.

Rathaus
Evangelische Kirche St. Nikolaus
Grenzstein Dreiherrenstein (Königreich Bayern - Herzogtum Sachsen-Meiningen - Herzogtum Sachsen-Coburg) bei Weitramsdorf

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Weitramsdorf, Schlettach und Gersbach bildeten ab 1869 eine Gemeinde. Am 1. Januar 1972 wurde Altenhof eingemeindet. Die ehemalige Gemeinde Neundorf (vorher im Landkreis Staffelstein) kam am 1. Juli 1972 hinzu.[2] Schließlich wurde Weidach am 1. Mai 1978 eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder:

(Stand: Kommunalwahl 2008)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Bayerischer Jagdfalkenhof
  • Jagd- und Fischereimuseum Schloss Tambach
  • Wildpark Schloss Tambach

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Weitramsdorf

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die 1876 von Michael Albrecht gegründete und 1997 nach Insolvenz geschlossene Möbelfabrik Albrecht war zeitweise mit über 400 Arbeitnehmern der größte Arbeitgeber im Ort. Aus einer Schreinerei war ein Unternehmen hervorgegangen, das auf einem Areal von über 75.000 Quadratmetern Möbel und Inneneinrichtungen produzierte. Im Zweiten Weltkrieg wurden auch Lastensegler hergestellt.[4]

Neben Albrecht gab es auch die Möbelfabriken Hilmar Franz und Heinz Kräußlich. Insgesamt hatten die drei Betriebe in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren weit über 700 Mitarbeiter.

Verkehr[Bearbeiten]

Von Weitramsdorf führen Straßen nach Seßlach, Coburg, Meeder, Bad Rodach und ins thüringische Ummerstadt.

Bilder aus den Ortsteilen[Bearbeiten]

Dialekt[Bearbeiten]

In Weitramsdorf wird als Unterform des Mainfränkischen das Itzgründische gesprochen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 442.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 680.
  4. Wolfgang Braunschmidt: Was wird aus der Albrecht-Fabrik? Die Geschichte eines ehemaligen Möbelherstellers - Auf dem Areal soll Handelszentrum entstehen. In: Neue Presse, 20. August 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weitramsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien