Itzgrund

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Itzgrund.
Für den gleichnamigen bzw. namensgebenden Naturraum siehe hier.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Itzgrund
Itzgrund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Itzgrund hervorgehoben
50.14333333333310.9320Koordinaten: 50° 9′ N, 10° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 33,08 km²
Einwohner: 2290 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96274
Vorwahlen: 09533, 09573
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 138
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 4
96274 Itzgrund
Webpräsenz: www.itzgrund.de
Bürgermeister: Werner Thomas (SPD)
Lage der Gemeinde Itzgrund im Landkreis Coburg
Callenberger Forst-West Gellnhausen Landkreis Haßberge Coburg Landkreis Kronach Landkreis Lichtenfels Weitramsdorf Weidhausen bei Coburg Untersiemau Sonnefeld Rödental Bad Rodach Niederfüllbach Neustadt bei Coburg Meeder Lautertal (Oberfranken) Itzgrund Grub am Forst Großheirath Ebersdorf bei Coburg Dörfles-Esbach Ahorn (Landkreis Coburg) Seßlach Landkreis Bamberg ThüringenKarte
Über dieses Bild
Schloss in Lahm

Itzgrund ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Mittleren Itzgrund an der Bundesstraße 4 zwischen Coburg und Bamberg in einer abwechslungsreichen Landschaft, links und rechts des Flusses Itz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen

  • Gleußen
  • Herreth (mit Merkendorf)
  • Kaltenbrunn
  • Lahm/Pülsdorf
  • Schottenstein/Bodelstadt
  • Welsberg


Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Itzgrund entstand am 1. Mai 1978 im Rahmen der Gemeindegebietsreform aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Gleußen, Kaltenbrunn (mit dem am 1. Juli 1972 eingegliederten Herreth, bis 1863 „Kleinhereth“)[2], Lahm, Schottenstein und Welsberg[3], die bis zum 30. Juni 1972 dem Landkreis Staffelstein angehörten.

Die Gemeinde Itzgrund wurde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Untersiemau. Mit Wirkung zum 1. Januar 1980 verließ sie die Verwaltungsgemeinschaft.

Religionen[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen in der Gemeinde Itzgrund verteilen sich auf die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Lahm, Gleußen, Schottenstein und Bad Staffelstein mit Herreth des Dekanates Michelau der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die Katholiken gehören zu den Pfarreien Altenbanz des Dekanates Lichtenfels bzw. Kaltenbrunn und Seßlach des Dekanates Coburg in der Erzdiözese Bamberg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1840 1.968 1950 2.635
1871 2.079 1961 1.941
1900 1.914 1970 1.866
1925 1.860 1987 1.825
1939 1.723 2010 2.303

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat (Vergleich zur Wahl 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Werner Thomas von der SPD.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: „Unter von Rot und Silber im Zickzackschnitt geviertem Schildhaupt in Gold ein schwarz gekrönter und bewehrter roter Basilisk, der seine linke Kralle auf einen von Silber und Rot gevierten Schild stützt“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Ortsteil Gleußen: Alte Posthalterei von 1603, klassizistische evangelische Pfarrkirche
  • Ortsteil Herreth: Evangelische Jakobuskirche von 1694
  • Ortsteil Kaltenbrunn: Katholische Pfarrkirche St. Wolfgang von 1748/49 mit Rokokoausstattung
  • Ortsteil Lahm: Ensemble mit Barockschloss der Freiherren von Lichtenstein (um 1710), Schlosskirche Hl. Dreieinigkeit mit Herbst-Orgel von 1732, ehemaligen Wirtschaftsgebäuden und Park mit Schlossweiher

Bildung[Bearbeiten]

Die Oskar-Schramm-Schule Itzgrund im Ortsteil Bodelstadt ist eine Grund- und Hauptschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

  • Hans Bohla (1891–1928), Politiker (Reichstagsabgeordneter) und Journalist, geboren im Ortsteil Herreth
  • Torsten Oehrl (* 1986), Fußballspieler
Torsten Oerhl

Sonstiges[Bearbeiten]

In Itzgrund wird der mainfränkische Dialekt Itzgründisch gesprochen. Die Dialektbezeichnung steht allerdings für ein viel größeres Sprachgebiet und ist wesentlich älter als die Gemeinde Itzgrund.

Kirchenbilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 575.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 680.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Itzgrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien