Abédi Pelé

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Abédi Pelé
Gbagbo abedi-pélé.jpg
Abédi Pelé (rechts) mit dem ehemaligen
ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo (2007)
Spielerinformationen
Name Abédi Ayew
Geburtstag 5. November 1964
Geburtsort Oko bei DomeGhana
Größe 174 cm
Position Mittelfeld, Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–1976 Dome Anglican Primary School
1976–1978 Great Falcons
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1978–1982 Real Tamale United
1982–1983 Al-Sadd
1983–1984 FC Zürich
1984 AS Dragons FC de l’Ouémé
1985 Real Tamale United
1986–1987 Chamois Niort 32 (14)
1987 FC Mulhouse 16 0(5)
1987–1989 Olympique Marseille 9 0(0)
1987–1989 Olympique Marseille B 7 0(2)
1988–1989 → OSC Lille (Leihe) 24 0(7)
1989–1990 OSC Lille 37 0(9)
1990–1993 Olympique Marseille 103 (23)
1990–1991 Olympique Marseille B 1 0(0)
1993–1994 Olympique Lyon 29 0(3)
1994–1996 Torino Calcio 49 (11)
1996–1998 TSV 1860 München 50 0(2)
1998–2000 Al Ain Club
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1982–1998 Ghana 73 (33)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2003–2004 Real Tamale United
2004– FC Nania Accra
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Abédi Pelé, bürgerlich Abédi Ayew (* 5. November 1964 in Oko bei Dome)[1] ist ein ehemaliger ghanaischer Fußballspieler. Bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahrhunderts wurde der 174 Zentimeter große Mittelfeldspieler[2] hinter George Weah und Roger Milla auf Platz 3 gewählt.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abedi Pelés Karriere als Profifußballer begann 1978 beim neu gegründeten Verein Real Tamale United in Ghana. 1982 wechselte er zum Team Al-Sadd in Katar und von dort 1983 zum FC Zürich. Später ging er nach Frankreich, wo er zwischen 1986 und 1993 für Chamois Niort, den FC Mulhouse, Olympique Marseille und den OSC Lille spielte. In Marseille (1989–90, 1991–93) vereinigte er sein Angriffstalent mit taktischem Scharfsinn und einer verblüffenden Fähigkeit zu spielentscheidenden Zügen und wurde so zur tragenden Säule beim Gewinn der französischen Meisterschaft 1991 und 1992 und des Champions-League-Titels 1993. Nachdem ein Korruptionsskandal zu einer Auflösung der Mannschaft führte, wechselte er 1993 nach Olympique Lyon. Vor seinem Karriereende im Jahr 2000 spielte er noch in Italien, Deutschland und den Vereinigten Emiraten. In der Fußball-Bundesliga spielte er von 1996 bis 1998 50-mal für 1860 München und schoss hierbei zwei Tore.[4][5][6][7]

In der ghanaischen Fußballnationalmannschaft trat Ayew zwischen 1982 und 1998 insgesamt 73-mal an und erzielte hierbei 33 Tore,[8] während die FIFA nur 67 dieser Länderspiele bei gleicher Toranzahl anerkennt. Von 1991 bis 1993 wurde er dreimal zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt. Bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahrhunderts wurde er Dritter hinter dem Kameruner Roger Milla und George Weah aus Liberia. Von seinem berühmteren Namensvetter Pelé wurde er in die Liste der FIFA 100, der seiner Meinung nach 125 besten noch lebenden Fußballer, aufgenommen.

2002 und 2003 war Abédi Pelé Mitglied im Vorstand der Ghana Football Association. Anschließend trainierte er ein Jahr lang seinen ehemaligen Verein Real Tamale United. Anfang 2004 wurde Pelé Präsident und Cheftrainer des FC Nania Accra,[9] dessen Profimannschaft er auch seitdem trainiert.[10]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pelé, dessen jüngerer Bruder Kwame Ayew ebenfalls ehemaliger Fußballprofi ist, hat mit seiner Frau Maha[11] drei Söhne sowie eine Tochter namens Imani. Seine Söhne Rahim, André und Jordan spielen aktuell für die Nationalmannschaft Ghanas.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Abédi Pelé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. observer.gm: Sports profile: Abédi Pelé, a football legend
  2. weltfussball.de: Abédi Pelé
  3. rsssf.com: IFFHS' Century Elections
  4. Abedi Ayew Pelé, in: Encyclopædia Britannica
  5. ghanaweb.com: The Success Story of Abedi Pele
  6. playerhistory.com
  7. world-football-legends.co.uk: ABEDI 'PELÉ' AYEW (Memento vom 5. Juli 2011 im Internet Archive)
  8. Keir Radnedge: Welt Fußball Rekorde 2010. Ars Edition, München 2009, ISBN 978-3-7607-5340-9, S. 116 und 117.
  9. fifa.com: „Afrika kommt ins Halbfinale“ (PDF; 1,7 MB)
  10. fifa.com: ABEDI PELÉ – Ghanas glänzendster "Black Star"
  11. modernghana.com: Ghana's Abedi Pele launches biography
  12. ghanaweb.com: Abedi "Pele" Ayew Profile
  13. Nania FC Lead Nominations In FA Cup Awards, abgerufen am 18. September 2011
  14. "Toure named as FA Cup's MVP" auf www.gbcghana.com, abgerufen am 18. September 2011
  15. "Kotoko's Ahmed Toure named MTN FA Cup MVP" auf sportsinghana.com vom 22. August 2011, abgerufen am 18. September 2011