Samuel Kuffour

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Samuel Kuffour
Spielerinformationen
Voller Name Samuel Osei Kuffour
Geburtstag 3. September 1976
Geburtsort KumasiGhana
Größe 178 cm
Position Innenverteidiger
Vereine in der Jugend
1983–1990
1990–1991
1991–1993
1993–1994
Fantomas Kumasi
King Faisal Babes
FC Turin
FC Bayern München
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–2005
1996
2005–2008
2006–2007
2008
2009
FC Bayern München
1. FC Nürnberg (Leihe)
AS Rom
AS Livorno (Leihe)
Ajax Amsterdam
Asante Kotoko
175 (7)
12 (1)
21 (0)
18 (0)
2 (0)
? (?)
Nationalmannschaft
1992–1996
1993
1993
1993–2008
Olympia-Auswahlmannschaft
Ghana U-20
Ghana U-17
Ghana
7 (0)
6 (1)
5 (0)
59 (3)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Samuel Osei „Sammy“ Kuffour (* 3. September 1976 in Kumasi) ist ein ehemaliger deutsch-ghanaischer Fußballspieler. Er spielte meist als Innenverteidiger, wurde von Zeit zu Zeit jedoch auch als rechter Außenverteidiger eingesetzt. Seine größten Erfolge hatte er mit dem FC Bayern München, mit dem er unter anderem einmal die Champions League und mehrmals die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal gewann.

Vereine[Bearbeiten]

Kuffour spielte vom siebten bis vierzehnten Lebensjahr bei Fantomas Kumasi in seiner Geburtsstadt und wechselte 1990 zum Lokalrivalen King Faisal Babes. 1991 bekam er die Chance, ins Ausland zu wechseln und schloss sich der Jugendabteilung des FC Turin an. Dort spielte er zwei Jahre, bis der FC Bayern München ihn verpflichtete. Von 1993 bis 2005 spielte er beim deutschen Rekordmeister, ab 1994 in der ersten Mannschaft. Am 29. Oktober 1994 (11. Spieltag der 1994/95) debütierte Kuffour beim 2:2 im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, gegen den er am 15. Oktober 1997 (10. Spieltag der 1997/98) mit dem Treffer zum 3:3 auch sein erstes Bundesligator erzielte. Kurz vor der Rückrunde 1995/96 wurde er bis zum Saisonende an den Zweitligisten 1. FC Nürnberg ausgeliehen.

Mit dem FC Bayern errang er seine größten Erfolge: Er verlor noch 1999 das Champions-League-Finale gegen Manchester United, gewann dieses aber 2001 in Mailand gegen den FC Valencia. Im folgenden Spiel um den Weltpokal gegen das Pendant aus Südamerika, die Boca Juniors Buenos Aires, trug Kuffour mit seinem Treffer zum 1:0 nach Verlängerung zum Titelgewinn bei. Darüber hinaus gewann er sechs Deutsche Meisterschaften, viermal den DFB-Pokal und fünfmal den Ligapokal.

Zur Saison 2005/06 wechselte er zum italienischen Erstligisten AS Rom, bei dem er einen Dreijahresvertrag erhielt. Die Saison 2006/07 spielte Kuffour leihweise beim Ligakonkurrenten AS Livorno.

Nach einem halben Jahr ohne Einsatz für den AS Rom wechselte Kuffour im Januar 2008 zum Erstligisten Ajax Amsterdam, bei dem er für den zurückgetretenen Jaap Stam vorgesehen war. Kuffour vermochte die Lücke nicht zu schließen, weswegen er Ajax nach nur zwei Einsätzen in sechs Monaten verließ.[1] Nach einem Monat ohne Verein wurde der Wechsel zum FK Chimki in die russische Premjer Liga als fix verkündet,[2] was sich allerdings als Zeitungsente herausstellte; daraufhin gab Kuffours Berater Giuseppe dello Russo schließlich Anfang September 2008 Kuffours Karriereende bekannt.[3] Kuffour selbst erklärte, dass er sich nur eine Auszeit genommen habe und sich weiterhin nach einem neuen Verein umsehe. Im April 2009 unterschrieb er schließlich einen Vertrag bei Asante Kotoko, dem damaligen Meister der Ghana Premier League,[4] bei dem er nach Ablauf der dreimonatigen Vertragslaufzeit seine Karriere endgültig beendete.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein erstes Spiel für Ghana bestritt er mit 17 Jahren gegen Sierra Leone. Vom 5. bis 20. März 1993 nahm er an der U-20-Weltmeisterschaft in Australien teil, absolvierte sechs Spiele bis zum Endspiel, das mit 1:2 gegen Brasilien verloren wurde und erzielte am 9. März, im zweiten Gruppenspiel (beim 2:2-Unentschieden gegen Deutschland) den 1:0-Führungstreffer und somit sein einziges Turniertor. Vom 21. August bis 4. September 1993 nahm er an der U-17-Weltmeisterschaft in Japan teil, absolvierte bis auf das Viertelfinale, beim 1:0-Sieg über Australien alle Spiele, verlor aber das Endspiel mit 1:2 gegen Nigeria.

Mit der Olympia-Auswahlmannschaft nahm er 1992 und 1996 am olympischen Fußballturnier teil. Im ersten Turnier, im Spiel um Platz 3 (1:0-Sieg über Australien), gewann er mit der Mannschaft die Bronzemedaille. Ferner nahm er an den Afrikameisterschaften 1996, 1998, 2000 (seit 1999 Kapitän der A-Nationalmannschaft), 2002, 2006 teil, wobei der 4. Platz 1996 der bislang größte Erfolg im Nationalteam war.

Kuffour nahm auch an der Weltmeisterschaft 2006 teil, wobei ihm im ersten Gruppenspiel gegen Italien ein so schwerwiegender Fehler unterlief, dass er auf seiner Position anschließend von Illiasu Shilla verdrängt wurde. Beim Rückpass zum eigenen Torhüter gelangte der Ball unglücklich zum einschussbereiten Stürmer Vincenzo Iaquinta, der mit dem 2:0 in der 83. Minute für die Vorentscheidung seiner Mannschaft sorgte.

Erfolge[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Samuel Kuffour nahm am 6. März 2005 die deutsche Staatsbürgerschaft an, um nicht mehr unter das Nicht-EU-Kontingent zu fallen. Er war erst 14 Jahre alt, als er 1991 an der U-17-Weltmeisterschaft teilnahm. Mit sechs Platzverweisen (drei Rote Karten, drei Gelb-Rote Karten) nimmt er den dritten Rang in der Rangliste der „Spieler mit den häufigsten Platzverweisen“ in der Fußball-Bundesliga ein. Er war zur Wahl zu „Europas Fußballer des Jahres“ 2001 nominiert und rangierte unter den „Top 30“ bei der Wahl „Afrikas beste Fußballer aller Zeiten“.[6]

Persönliches[Bearbeiten]

Kuffour ist mit Francisca verheiratet, mit der er drei Kinder hat. Seine jüngste Tochter starb 2003 bei einem Badeunglück. Er lebt inzwischen in der ghanaischen Hauptstadt Accra, wo er sich um Immobilien kümmert. In seiner Freizeit spielt er immer noch Fußball mit den ehemaligen Bundesligaprofis Anthony Yeboah und Charles Akonnor[7].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ajax.nl: „Kuffour to leave Ajax“ (abgerufen am 28. Juni 2008)
  2. goal.com: 'Kuffour Off To Russia' (abgerufen am 28. August 2008)
  3. goal.com: '[1]' (abgerufen am 3. September 2008)
  4. ghanaweb.com: Sammy Kuffour Finally Joins Asante Kotoko
  5. UEFA.com: Roma capture Kuffour
  6. http://www.cafonline.com/news.php?id=975 (Memento vom 26. Januar 2007 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  7. tz.de: Kuffour kümmert sich jetzt um Immobilien, abgerufen am 22. April 2014