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Alba Volán Székesfehérvár

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hydro Fehérvár AV19
Größte Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte Budapesti Volan SC (1960–1977)
Székesfehérvári Volán SC (1977–1984)
Alba Volán Székesfehérvár (1984–1998)
Alba Volán-Riceland (1998/99)
Alba Volán-FeVita (2000–2005)
Alba Volán Székesfehérvár (2007–2009)
Sapa Fehérvár AV19 (2009–2014)
Fehérvár AV19 (2014–2019)
Hydro Fehérvár AV19 (seit 2019)
Standort Székesfehérvár, Ungarn
Spitzname Teufel
Vereinsfarben blau, weiß
Liga ÖEEL, Erste Liga
Spielstätte Ifjabb Ocskay Gábor Jégcsarnok
Kapazität 3.500 Plätze (davon 1.000 Sitzplätze)
Geschäftsführer Viktor Szélig
Cheftrainer Dávid Kiss
Kapitän vakant
ÖEHL 2024/25
Erste Liga 2023/24
7. Platz (Hauptrunde); Playoff-Viertelfinale
10. Platz (Hauptrunde); keine Playoffteilnahme
Früheres Logo von Alba Volán Székesfehérvár

Hydro Fehérvár AV19 ist ein ungarischer Eishockeyclub in Székesfehérvár, der 1960 als Budapesti Volan SC gegründet wurde. Bisher gelang 13 Mal der Gewinn der ungarischen Meisterschaft. Vor der Saison 2007/08 stellte der Verein einen Lizenzantrag für die Österreichische Eishockey-Liga und wurde angenommen. Fehérvár AV19 nimmt somit seit 2007 an der ÖEHL teil, spielt aber weiterhin mit einer zweiten Mannschaft in der ungarischen Liga bzw. der internationalen Erste Liga.

Nachdem die Mannschaft lange Zeit nur im Mittelfeld der ungarischen Teams zu finden gewesen war, stieg sie etwa zur Jahrtausendwende zu den Top-Mannschaften der Nation auf. Dies gipfelte in den Serienmeistertiteln der ungarischen Liga, die den Verein schließlich dazu bewogen, den Aufnahmeantrag für die stärkere österreichische Liga zu stellen. Dies geschah auch vor dem Hintergrund, die Spieler des Nationalteams besser an das A-Gruppen-Niveau heranführen zu können. Obwohl Alba Volán in der ersten EBEL-Saison noch Lehrgeld bezahlen musste und abgeschlagen auf dem letzten Platz landete, gelang der ungarischen Nationalmannschaft bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2008 nach siebzig Jahren wieder der Aufstieg in die höchste internationale Spielklasse.

In die Saison 2008/09 startete Alba Volán mit einer überraschenden Siegesserie und konnte sich zu Meisterschaftsbeginn im Tabellen-Mittelfeld platzieren. Am 21. Spieltag artete das Heimspiel gegen den EC Red Bull Salzburg jedoch in eine Härteschlacht aus. Von den danach vom Strafsenat verhängten langen Sperren erholte sich die Mannschaft aufgrund des dezimierten Kaders und des hohen Kräfteverschleißes nicht mehr, sodass die Saison diesmal auf dem vorletzten Platz beendet wurde.

Einen Schock löste knapp nach Saisonende der Tod von Gábor Ocskay aus, der seit Jahren einer der Führungsspieler der Mannschaft und eine der beliebtesten Persönlichkeiten im Team gewesen war. Ihm zu Ehren benannte sich der Verein in Anspielung auf seine Rückennummer in Alba Volán 19 um. Im Sommer 2009 wurde das Team auf vielen Schlüsselpositionen verstärkt, wobei es auch gelang, weitere gute einheimische Spieler und erfahrenere Legionäre zu verpflichten. Der kontinuierliche Aufbau trug erste Früchte in der Saison 2009/10, in der die Mannschaft erstmals die Playoffs der EBEL erreichte und die Vorrunde auf Rang sieben abschloss. Im Viertelfinale folgte jedoch ein frühes Aus gegen die Vienna Capitals, wobei jedoch das erste Spiel auf Wiener Eis gewonnen werden konnte.

Im Jahr 2009 nannte sich der Klub nach dem Hauptsponsor Sapa Profiles Kft Ungarn, der ungarischen Niederlassung eines schwedischen Aluminium-Konzerns in Sapa Fehérvár AV19 um.

Seit 2004 nimmt die Mannschaft auch regelmäßig am IIHF Continental Cup teil. Als Gastgeber der Finalturniere seit 2005 ist die Mannschaft dort gesetzt, konnte aber bisher nur 2004/05 einen Sieg erringen. Der Sieg über die HC Milano Vipers brachte den dritten Platz im Turnier ein.

Die Ifjabb Ocskay Gábor Jégcsarnok entstand 1991 durch die Überdachung der offenen Eisfläche. Im Jahr 2002 wurde die Halle erneut umgebaut und auf eine Kapazität von 3.500 Zuschauern, inklusive 1.000 Sitzplätzen erweitert.

Die Eissporthalle enthält neben den Umkleiden ein Fanartikelgeschäft, eine Fan-Bar, einen separaten, gesicherten Gästebereich und entspricht auch weiteren Standards einer modernen Arena. Diese Eishalle beherbergte die IIHF-Weltmeisterschaft 2002 der Division 1, das Finalturnier der IIHF Continental Cups 2005, 2006 und 2007, und war Austragungsort mehrerer internationaler Turniere und Freundschaftsspiele.[1]

Weitere Mannschaften

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Neben diversen Jugendteams unterhält der Verein auch eine Mannschaft, die an der ungarischen Liga und der internationalen MOL Liga teilnimmt. Die Spieler der EBEL-Mannschaft stoßen, wenn der Spielplan es zulässt, nach Beendigung der EBEL-Saison zu diesem Team hinzu.

Bekannte ehemalige Spieler

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Teamzugehörigkeit und Position in Klammern

Ocskay stammte aus den Nachwuchsteams von Alba Volán und spielte während seiner gesamten Profikarriere bei dieser Mannschaft, wo er im Lauf der Jahre zu einem wichtigen Führungsspieler und zu einer allseits beliebten Persönlichkeit wurde. Er verstarb im Frühjahr 2009 an einem Herzinfarkt. Ihm zu Ehren benannte sich die Mannschaft in Alba Volán 19 um.
Der ungarische Nationaltorwart stand für eine Saison im Kader von Alba Volán.
Krisztián Budai spielte beinahe seine gesamte Karriere bei Alba Volán und absolvierte auch bisher 107 Spiele für das ungarische Nationalteam.

Trainergeschichte

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Zeit Nation Trainer Anmerkungen
1977/78 – 1978/79József Kertész
1979/80 – 1980/81Ambrus Kósa1 × ungarischer Meister
1981/82 – 1982/83János Balogh
1983/84 – 1984/85Antal Palla
1985/86 – 1987/88Gábor Ocskay senior
1988/89Ferenc Lőrincz
1989/90 – 1990/91Tamás Elek
????
1996/97UkraineBorisz Puskarjov
1997/98 – 1999/2000Tibor Kiss
2000/01 – 2002/03Jan Jasko2 × ungarischer Meister
2003/04Branislav Sajban1 × ungarischer Meister
2003/04 – 2005/06Pat Cortina3 × ungarischer Meister
2006/07Karol Dvorak1 × ungarischer Meister
2006/07 – 2007/08Jan Jasko1 × ungarischer Meister, vorzeitige Entlassung
2007/08Lajos ÉnekesInterimstrainer
2007/08 – 2008/09Vereinigte StaatenTed Sator1 × ungarischer Meister, 1 × Platz 10, 1 × Platz 9 (EBEL)
2008/09Lajos Énekes1 × ungarischer Meister
2009/10Jarmo TolvanenViertelfinal-Out (EBEL), 1 × ungarischer Meister
2010SchwedenUlf Weinstockim Oktober 2010 vorzeitig entlassen
2010–2012Kevin Primeau1 × ungarischer Meister; im Oktober 2012 durch Jan Neliba ersetzt
2012/13Jan Neliba
2013/14Marty Raymond
2014–Jan. 2016Vereinigte StaatenRob Pallin49 Siege[2]
Jan.–April 2016Hannu Järvenpää
April–Aug. 2016Tyler Dietrich
Aug. 2016–Nov. 2017Benoît Laporte
Nov. 2017–Jan. 2020Hannu Järvenpää
Jan. 2020–Apr. 2021Antti Karhula
Mai 2021–2023Vereinigte StaatenKevin Constantine
seit 2023Dávid Kiss

Statistiken und Rekorde

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Vereinsstatistiken

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Die folgende Tabelle gibt die Bilanz des Clubs in der Erste Bank Eishockey Liga wieder. Berücksichtigt wurden sämtliche Vorrunden-, Zwischenrunden- und Playoff-Ergebnisse. Nicht berücksichtigt wurden Bonuspunkte.

Saison Hauptrunde Playoffs Anmerkung
Spiele S SNV NNV N T GT TVH Punkte Rang Spiele S N NNV T GT TVH
2007/08427 43178152−741810Rang 10, keine Playoff-Teilnahme
2008/095417 928129178−49439Rang 9, keine Playoff-Teilnahme
2009/105425 722165184−1957751221220−8Viertelfinal-Out
2010/115421 726162203−41499Rang 9, keine Playoff-Teilnahme
2011/125027 419169148+2158362312417+7Viertelfinal-Out
2012/135424 327153172−195111Rang 11, keine Playoff-Teilnahme
2013/145426 721151168−175974031714−7Viertelfinal-Out
2014/155431 122164161+363462221416−2Viertelfinal-Out
2015/1654177525136154−187210-------Rang 10, keine Playoff-Teilnahme
2016/1754138627145189−426112-------Rang 12, keine Playoff-Teilnahme
Summe524208 15 5324813161555−2374592151065767−10

Legende:
S = Siege, N = Niederlagen in regulärer Spielzeit, NNV = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, Sieg% = Prozentsatz der erzielten an den insgesamt möglichen Punkten, TVH = Torverhältnis

Platzierungen der Nachwuchsmannschaften
SaisonU20 EBYSLU18 EBJL
2012/13Meister--
2013/14FinaleMeister
2014/15MeisterViertelfinale
2015/16ViertelfinaleMeister
2016/17ViertelfinaleMeister

Zuschauerschnitt

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  • Saison 2004/2005: 1.550 Zuschauer pro Heimspiel
  • Saison 2005/2006: 1.326 Zuschauer pro Heimspiel
  • Saison 2006/2007: 969 Zuschauer pro Heimspiel
  • Saison 2007/2008: 2.359 Zuschauer pro Heimspiel[3] (1. Saison in der EBEL)
  • Saison 2008/2009: 2.860 Zuschauer pro Heimspiel
  • Saison 2009/2010: 3.082 Zuschauer pro Heimspiel
  • Saison 2010/2011: 3.077 Zuschauer pro Heimspiel
  • Saison 2011/2012: 3.444 Zuschauer pro Heimspiel, Gesamt 96.432
  • Saison 2012/2013: 3.200 Zuschauer pro Heimspiel, Gesamt 86.400
  • Saison 2013/2014: 3.239 Zuschauer pro Heimspiel, Gesamt 93.931
  • Saison 2014/2015: 3.267 Zuschauer pro Heimspiel, Gesamt 98.010
  • Saison 2015/2016: 3.163 Zuschauer pro Heimspiel, Gesamt 85.401[4]
  • Saison 2016/2017: 2.915 Zuschauer pro Heimspiel, Gesamt 78.705[5]

Einzelnachweise

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  1. Eisstadion Székesfehérvár auf der Vereinswebsite
  2. EBEL: Hannu Järvenpää coacht wieder in der EBEL! In: hockey-news.info. 7. Januar 2016, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 29. Februar 2016.
  3. Archivlink (Memento vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive)
  4. http://www.eishockeyforum.at/thread/45138-zuschauerstatistik-ebel-2015-16/?pageNo=13
  5. http://www.eishockeyforum.at/thread/45913-ebel-zuschauerstatistik-2016-17/?pageNo=11