HC Bozen

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Hockey Club Bozen
Hockey Club Bozen
Größte Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte HC Bozen (seit 1933)
Standort Bozen, Südtirol
Spitzname Foxes
Vereinsfarben rot, weiß
Liga Erste Bank Eishockey Liga
Spielstätte Eiswelle
Kapazität ca. 7.200 Plätze
Geschäftsführer ItalienItalien Otto Massimo
Cheftrainer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Pokel
Kapitän ItalienItalien Alexander Egger
Saison 2015/16 5. Platz (Hauptrunde), Playoff-Viertelfinale

Der HC Bozen (ital.: HC Bolzano) ist ein italienischer Eishockeyverein aus Bozen in Südtirol, welcher zurzeit in der österreichischen Erste Bank Eishockey Liga spielt.

Der Verein ist 19-facher italienischer Meister und damit auch italienischer Rekordmeister, zudem konnte der Klub drei Mal die Coppa Italia, den Pokalwettbewerb der italienischen Liga, gewinnen. Ebenso gewann der HC Bozen drei Mal die Supercoppa Italiana. Zu den größten internationalen Erfolgen gehören der Gewinn der Alpenliga in der Saison 1993/1994 und des Sechs-Nationen-Turniers[1], auch Europäischer Ligacup[1] genannt, im Jahr 1994.

Seine Heimspiele trägt der HC Bozen in der 7.200 Zuschauer fassenden Mehrzweckhalle „Eiswelle“ (ital. Palaonda) aus, auch der Frauen-Eishockeyverein HC Eagles Bozen ist in der Eiswelle zu Hause.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der HC Bozen wurde im Jahr 1933 gegründet und trug in den ersten zwanzig Jahren seine Heimspiele auf einer Natureisbahn aus. Erst 1953 übersiedelte der Club in die Bozener Messehalle, womit erstmals Kunsteis zur Verfügung stand. Elf der insgesamt neunzehn italienischen Meistertitel wurden dort gewonnen, ehe die Mannschaft 1994 die neu errichtete Eiswelle bezog. Zur selben Zeit nahm die Mannschaft auch an der Alpenliga teil, einem internationalen Eishockeywettbewerb, an dem auch Mannschaften aus Slowenien und Österreich beteiligt waren. Neben einem Meister- und drei Vizemeistertiteln in diesem Bewerb konnte die Mannschaft auch sieben weitere italienische Titel gewinnen, den letzten davon im Jahr 2012. Dazu kam der dreimalige Gewinn des Coppa Italia, des Pokalwettbewerbs der italienischen Liga. Weitere Erfolge waren drei Gewinne des Supercoppa Italiana und des Sechs-Nationen-Turniers, auch Europäischer Ligacup genannt, im Jahr 1994.[1]

Im Jahr 2013 bewarb sich der HC Bozen um die Aufnahme in die österreichische Erste Bank Eishockey Liga (EBEL), nachdem frühere Anträge ein ums andere Mal am Widerstand des italienischen Eishockeyverbandes gescheitert waren. Die chaotischen Verhältnisse im italienischen Eishockey ebneten dem Club jedoch den Weg zu einer Teilnahme, da kurz zuvor ein Großteil der Clubs aus der zweiten Spielklasse zur Teilnahme an der ebenfalls supranationalen Inter-National-League freigegeben worden war.[2]

Für die Teilnahme an der EBEL wurde unter der Führung von Cheftrainer Tom Pokel ein völlig neues Team zusammengestellt, um in der gegenüber der italienischen Liga stärkeren EBEL konkurrenzfähig zu sein. Bei der Kaderplanung wurden auch einige sogenannte Italo-Kanadier berücksichtigt, also kanadische Spieler mit italienischen Wurzeln. In der EBEL trat der HC Bozen in seiner ersten Saison als HCB Südtirol auf. Im ersten Jahr in der EBEL sicherte sich mit Bozen das erste Mal ein Team, das nicht in Österreich beheimatet ist, die Meisterschaft.

Hauptsponsor des Clubs war über viele Jahre die Supermarkt-Kette Interspar und die Brauerei Forst, seit der Saison 2015/2016 ist die Alperia AG neuer Hauptsponsor.

Neben der Kampfmannschaft betreibt der Club auch diverse Nachwuchsteams. Entgegen der in der EBEL geltenden Regelungen nimmt jedoch keine Mannschaft an der Erste Bank Young Stars League und der Erste Bank Juniors League teil.

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 24. Oktober 2016

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
1 SlowakeiSlowakei Marcel Melicherčík G 20. Dezember 1986 2016 Poprad, Tschechoslowakei
2 ItalienItalien KanadaKanada Jacob Smith G 01. Mai 1995 2016 Oakville, Ontario, Kanada
17 ItalienItalien Alexander Egger – C D 22. Dezember 1979 2008 Bozen, Italien
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ItalienItalien Max Everson D 22. Februar 1993 2016 Edina, Minnesota, USA
65 ItalienItalien Alex Gellert D 15. September 1989 2016 Mailand, Italien
47 KanadaKanada Ryan Glenn D 07. Juni 1980 2016 Port Coquitlam, British Columbia, Kanada
21 ItalienItalien Daniel Glira D 25. März 1994 2016 San Candido, Italien
44 ItalienItalien Hannes Oberdörfer D 04. April 1989 2012 Schlanders, Italien
22 KanadaKanada Clark Seymour D 18. Mai 1993 2016 Brockville, Ontario, Kanada
18 ItalienItalien Anton Bernard RW 18. April 1989 2010 Bozen, Italien
94 ItalienItalien Daniel Frank LW 21. März 1994 2013 Meran, Italien
13 ItalienItalien Luca Frigo LW 30. Mai 1993 2016 Moncalieri, Italien
23 ItalienItalien Markus Gander – A RW 16. Mai 1989 2012 Sterzing, Italien
8 ItalienItalien Marco Insam – A RW 05. Juni 1989 2010 Wolkenstein in Gröden, Italien
19 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Denny Kearney LW 27. Januar 1988 2016 Hanover, New Hampshire, USA
6 ItalienItalien Michele Marchetti F 27. September 1994 2016 Trient, Italien
50 KanadaKanada Glen Metropolit C 25. Juni 1974 2016 Toronto, Ontario, Kanada
11 KanadaKanada Travis Oleksuk C 03. Februar 1989 2016 Thunder Bay, Ontario, Kanada
9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nick Palmieri RW 12. Juli 1989 2015 Utica, USA
Flag of Italy and Germany.svg Joachim Ramoser LW 22. Februar 1995 2017 Bozen, Italien
15 KanadaKanada Brodie Reid RW 25. August 1989 2015 Delta, British Columbia, Kanada
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jesse Root C 23. November 1989 2016 Pittsburgh, Pennsylvania, USA
88 KanadaKanada Marc-Olivier Vallerand RW 17. April 1989 2016 Longueuil, Quebec, Kanada

Farmteamregelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis August 2010 war der HC Eppan Pirates aus der italienischen Serie A2 das Farmteam des HC Bozen, ehe der HC Eppan die Kooperation beendete.[3] Am 22. September des gleichen Jahres wurde die Zusammenarbeit mit dem HC Eppan erneut gestartet.[4]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Spiel gegen den SV Ritten, 30. Dezember 2006

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen: [5][6]

Zeit Trainer
1948–1950 UngarnUngarn Sandor Ott
1953/54 TschechoslowakeiTschechoslowakei Milan Matouš
1962–1965 Kanada und Italien Carmine Tucci
1966/67 TschechoslowakeiTschechoslowakei Lolek Cetkovský
1968/69 TschechoslowakeiTschechoslowakei Bohuslav Rejda
1972–1974 ItalienItalien Gino Camin, KanadaKanada Gerard Morin
1974/75 Sandy Archer
1975/76 Jack Holmes
1976–1979 SchwedenSchweden Gösta Johansson
1979–1981 Jack Holmes
1981–1983 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jaroslav Pavlu
1983/84 Toni Waldmann
1984–1989 KanadaKanada Ron Chipperfield
1989–1991 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Rudi Hiti
1991 KanadaKanada Bernie Johnston
1991–1994 KanadaKanada Ron Ivany
1994–1996 Kanada und Italien Bob Manno
1996/97 ItalienItalien Adolf Insam
1997/98 ItalienItalien Roberto Varotto, PolenPolen Czesław Panek
1998/99 SchwedenSchweden Kent Johansson
1999/2000 DeutschlandDeutschland Bernd Haake
2000/01 PolenPolen Czesław Panek
2001/02 KanadaKanada Tom Coolen, ItalienItalien Robert Oberrauch
2002/03 KanadaKanada Ron Kennedy
2003/04 RusslandRussland Michail Wassiljew
2004/05 SchweizSchweiz Riccardo Fuhrer, Kanada und Italien Bruno Zarrillo
2005/06 SchwedenSchweden Johan Strömwall
2006/07 SchwedenSchweden John Sletvoll, ItalienItalien Stefan Mair KanadaKanada Doug McKay, SchwedenSchweden Morgan Samuelsson
2007/08 FinnlandFinnland Jari Helle, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jamie Dumont, KanadaKanada Doug McKay
2008/09 FinnlandFinnland Jari Helle
2009/10 Kanada und Deutschland Jamie Bartman, FinnlandFinnland Jari Helle
2010–2012 ItalienItalien Adolf Insam
2012/13 KanadaKanada Brian McCutcheon
2013/14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Pokel
2014/15 KanadaKanada Mario Simioni, KanadaKanada Don MacAdam
seit 2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Pokel

Saisonbilanz in der der Erste Bank Eishockey Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle gibt die Bilanz des Clubs für dessen Spielzeiten in der Erste Bank Eishockey Liga wieder. Berücksichtigt wurden alle Vorrunden- und Zwischenrunden Spiele exklusive der Bonuspunkte.

Saison SP S N NNV T GT TVH Punkte Rang Playoffs
2013/14 54 31 15 8 162 148 +14 70 2 Viertelfinalsieg gegen Sapa Fehérvár AV19 (4:0)
Halbfinalsieg gegen den EC VSV (3:1)
Finalsieg gegen den EC Red Bull Salzburg (2:3)
2014/15 54 28 23 3 156 147 +9 59 7 Viertelfinal-Out gegen den EHC Linz (3:4)
Summe 108 59 38 11 318 295 +23 129

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimstätte des Clubs ist die 1994 in der Bozener Industriezone erbaute Mehrzweckhalle namens Eiswelle (ital. Palaonda). Sie fasst insgesamt 7.200 Zuschauer. Neben dem HC Bozen ist auch der Frauen-Eishockeyclub HC Eagles Bozen dort zu Hause.

Der Name des Bauwerks stammt von der unverwechselbaren Form der Dachkonstruktion. Für die Teilnahme an der EBEL wurden dem HC Bozen diverse Auflagen übergeben, die eine geringfügige Modernisierung (Lichtverhältnisse für TV-Übertragungen u. Ä.) notwendig machten.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Coupe des ligues européennes 1994/95, abgerufen am 17. Juli 2010
  2. Aufnahme von HC Bozen in EBEL ist fix
  3. hceppan.it: HC Bozen antwortet auf die Kritik des HC Eppan – 31 August 2010
  4. hcb.net: HC Bozen beginnt Meisterschaft in Klobenstein
  5. sonice.it: Trainer des HC Bozen
  6. bhsa.it: BHSA – The Badger’s Hockey Stats Archive
  7. Servus TV begutachtet Eiswelle, Bericht auf der Homepage des HCB vom 1. August 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: HC Bozen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien