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Altikon

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Altikon
Wappen von Altikon
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0211i1f3f4
Postleitzahl: 8479
Koordinaten: 701009 / 270045Koordinaten: 47° 34′ 24″ N,  46′ 52″ O; CH1903: 701009 / 270045
Höhe: 393 m ü. M.
Höhenbereich: 370–466 m ü. M.[1]
Fläche: 7,70 km²[2]
Einwohner: 774 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 101 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
10,1 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsidentin: Sandra Reinli (parteilos)
Website: www.altikon.ch
Lage der Gemeinde
Karte von AltikonSchützenweiherBichelseeGuemüliweierZiegelweierDeutschlandKanton SchaffhausenKanton St. GallenKanton ThurgauBezirk AndelfingenBezirk BülachBezirk PfäffikonBezirk UsterBezirk ZürichAltikonBrüttenDägerlenDättlikonDinhardElggEllikon an der ThurElsauHagenbuch ZHHettlingen ZHNeftenbachPfungenRickenbach ZHSchlatt ZHSeuzachTurbenthalWiesendangenWinterthurZell ZH
Karte von Altikon
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Kirche von Altikon
Dorfzentrum von Altikon

Altikon (in einheimischer Mundart Altike [ˈɑltikχə])[5][6] ist ein Dorf und eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Schweizer Kantons Zürich. Zu Altikon gehören die Weiler Schneit, Feldi und Herten.

Wappen und Fahne

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Blasonierung:

In Silber ein schwarzer Flug

Wappen und Fahne gehen auf das Familienwappen der kyburgischen Ministerialen von Altikon um 1243 zurück, weisse abwärtsgerichtete Flügel im schwarzen Feld. Bei der Übernahme für die zürcherische Obervogtei wurden 1696 Farben und Richtung vertauscht. Der Gemeinderat bestimmte am 18. April 1928 dies als das amtliche Wappen und Fahne.

Die Weinländer Gemeinde Altikon liegt nordnordöstlich von Winterthur im Thurtal. 20 % der Gemeindefläche sind von Wald bedeckt, und rund 70 % sind Landwirtschaftsfläche.

Altikon: Einwohnerzahlen von 1467 bis 2024
Jahr  Einwohner
1467
 
62
1634
 
373
1671
 
434
1710
 
430
1771
 
409
1799
 
402
1812
 
450
1836
 
400
1850
 
452
1860
 
441
1870
 
421
1880
 
378
1888
 
421
1900
 
415
1910
 
434
1920
 
446
1930
 
447
1941
 
457
1950
 
471
1960
 
488
1970
 
470
1980
 
437
1990
 
554
1991
 
557
1992
 
587
1993
 
588
1994
 
599
1995
 
574
1996
 
602
1997
 
601
1998
 
604
1999
 
591
2000
 
626
2001
 
631
2002
 
624
2003
 
623
2004
 
634
2005
 
623
2006
 
623
2007
 
622
2008
 
615
2009
 
622
2010
 
601
2011
 
621
2012
 
619
2013
 
638
2014
 
667
2015
 
655
2016
 
658
2017
 
676
2018
 
706
2019
 
698
2020
 
701
2021
 
711
2022
 
729
2023
 
756
2024
 
774
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[7][8] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[9]

Als Herkunftsangabe erscheint der Ortsname in Abschriften von Urkunden aus den Jahren 1122 Werner von Altinchoven und 1243 E. de Alticon, in Original-Dokumenten ab 1244 (Cůnrado de Altrinchoven)/1246 Berchtoldus miles de Altlinkon.[6] Es handelt sich um eine Zusammensetzung eines um das Zugehörigkeitssuffix -ing- erweiterten althochdeutschen Personennamens mit dem Grundwort hof und bedeutet etwa ‹bei den Höfen der Sippe des Altilo›.[5]

Die Stadt Zürich erwarb 1452 zunächst das österreichische Lehen über die Burg, später von den Grafen von Lupfen auch die Gerichtsherrschaft über Altikon und übertrug 1696 die Verwaltung einem Obervogt.

Zeitweise (ab 1604) war Altikon unter Gerichtsherrschaft der Im Thurn. Benedikt Im Thurn erwarb 1615 Altikon von seinem Bruder, dem Gerichtsherrn Joachim Im Thurn. Zuvor kaufte er den Anteil des Seidenindustriellen David Werdmüller (1548–1612) zurück. 1618 verkaufte er Schloss und Gericht Altikon an Graf Maximilian von Pappenheim und Stühlingen für 17'000 Gulden. Nach 1641 betrieben der Gerichtsherr, der Zürcher Bürgermeister Salomon Hirzel, und seine Söhne – darunter insbesondere Hans Caspar Hirzel –, in Altikon eine Baumwollmanufaktur.

Am 7. August 1978 trat die begradigte Thur aus ihrer Verbauung und überschwemmte den zu Altikon gehörenden Weiler Feldi[10] und mehrere Einzelhöfe vollständig. 40[10] Menschen waren in ihren Häusern vom Wasser umschlossen. Es bildete sich vorübergehend ein 15 km² grosser See.[10] Die Seepolizei und Pontoniere evakuierten Menschen und Vieh.

Altikon, historisches Luftbild von 1923, aufgenommen aus 400 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Sehenswürdigkeiten

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Gemeindepräsidentin ist Sandra Reinli (parteilos, Stand 2023).[11]

Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Altikon (in Klammern Veränderung gegenüber 2019): SVP 55,87 % (−3,36), SP 11,19 % (+1,81), FDP 8,00 % (+1,59), Mitte 7,20 % (+3,01), glp 4,63 % (−1,61), Grüne 3,65 % (−1,99), EVP 3,30 % (+0,66), EDU 0,97 % (−1,97).[12]

Commons: Altikon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
  4. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
  5. 1 2 Gabrielle Schmid, Andres Kristol: Altikon ZH (Winterthur). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses / Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen / Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5, und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 86.
  6. 1 2 Unter ortsnamen.ch angegebene Lautschrift: altikχə. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2014; abgerufen am 24. Juli 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Martin Schuler: Kanton Zürich – Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 34 kB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 29. Juni 2026.
  8. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 29. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  9. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 29. Juni 2026.
  10. 1 2 3 Alfred Spaltenstein: Zwischen Freiheit und Zwang. Jahrhundert-Bauwerke an der zürcherischen Thur. Baudirektion des Kantons Zürich, Zürich 2004, ISBN 3-033-00174-2, S. 13 ff.
  11. Reinli Sandra. Gemeindepräsidentin. Website der Gemeinde Altikon.
  12. Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv). In: opendata.swiss. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 17. Februar 2024.