Anna Lührmann

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Anna Lührmann

Anna Lührmann (* 14. Juni 1983 in Lich) war von 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) und zugleich jüngste jemals in den Bundestag gewählte Abgeordnete. Sie ist derzeit als postdoctoral researcher an der Universität Göteborg tätig.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Lührmann verbrachte von 1999 bis 2000 mit Youth For Understanding ein Austauschjahr in Syracuse (New York), USA. Nach dem Abitur 2002 an der Main-Taunus-Schule in Hofheim am Taunus begann Lührmann zunächst ein Studium der Sozialwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2003 bis 2008 studierte sie an der Fernuniversität in Hagen und erwarb einen Bachelor in „Politik und Organisation“. Ihr Master-Studium absolvierte sie von 2009 bis 2011 an der Ahfad-Universität für Frauen im Sudan im Fach "Gender and Peace studies". Zusätzlich schulte sie sudanesische Abgeordnete, u. a. über demokratische Instrumente der Gewaltenteilung und -kontrolle.[1]

2011 kehrte sie an die Humboldt-Universität Berlin zurück und promovierte 2015 an der Berlin Graduate School of Social Sciences[2] über das Thema UN Electoral Assistance: Enhancing Democratization or Legitimizing Authoritarian Rule?. Sie ist Autorin des 2013 vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen herausgegebenen Handbuchs Enhancing Youth Political Participation Throughout the Electoral Cycle – A Good Practice Guide[3]. Im Januar 2015 hat sie einen Artikel zum Thema Elections and Peace in Africa: Perspectives for 2015 veröffentlicht.[4] Seit August 2015 arbeitet sie als post-doctoral researcher am V-Dem-Institute der Universität Göteborg.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach eigenen Angaben engagierte sich Anna Lührmann bereits im Alter von neun Jahren ab 1992 in einem Greenteam, den Jugendgruppen von Greenpeace. 1997 wurde sie dann Mitglied der Grünen Jugend und 1998 auch bei Bündnis 90/Die Grünen. Von 1998 bis 1999 sowie von 2001 bis 2003 war sie Sprecherin der Grünen Jugend Hessen. Von 2000 bis 2003 gehörte sie außerdem dem Vorstand des Kreisverbandes Main-Taunus der Grünen an.

Von 2002 bis 2009 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier gehörte sie seit September 2004 dem Haushaltsausschuss an. Anna Lührmann ist stets über die Landesliste Hessen in den Bundestag eingezogen. Seit Juni 2007 ist sie Patin der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule Homberg im Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. 2009 kandidierte Lührmann nicht erneut für den Deutschen Bundestag.[6]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lührmann ist mit dem Diplomaten und früheren deutschen Botschafter im Sudan Rainer Eberle verheiratet. Zusammen hat das Paar eine Tochter.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anna Lührmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ex-Abgeordnete Anna Lührmann: Einmal Sudan und zurück, KarriereSpiegel, Annick Eimer/Anna Lührmann, 6. Juli 2011, abgerufen am 6. Juli 2011.
  2. Humboldt-Universität zu Berlin: Anna Lührmann
  3. Anna Lührmann: Enhancing Youth Political Participation Throughout the Electoral Cycle – A Good Practice Guide.
  4. CIDOB: Elections and Peace in Africa: Perspectives for 2015, Januar 2015.
  5. V-Dem: Researchers, abgerufen am 11. September 2015.
  6. Spiegel-Online vom 25. September 2009: Abgang von Anna Lührmann, MdB „Manchmal hat sie genervt“. abgerufen am 22. Juni 2010.
  7. Landesverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen: Hessische GRÜNE aktiv gegen den demografischen Wandel. 2. Juli 2008, abgerufen am 18. Februar 2016.