Artjom Sergejewitsch Dsjuba

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Artjom Dsjuba
Artjom Dsjuba (2018)
Personalia
Voller Name Artjom Sergejewitsch Dsjuba
Geburtstag 22. August 1988
Geburtsort MoskauSowjetunion
Größe 196 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–2005 Spartak Moskau
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2015 Spartak Moskau 126 (26)
2009–2010 → Tom Tomsk (Leihe) 36 (13)
2013–2015 → FK Rostow (Leihe) 39 (18)
2015–2022 Zenit St. Petersburg 181 (85)
2018 → Arsenal Tula (Leihe) 10 0(6)
2022 Adana Demirspor 4 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
Russland U-18 10 0(8)
2007–2009 Russland U-19 12 0(7)
2009 Russland U-21 9 0(4)
2011– Russland 55 (30)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 23. November 2022

2 Stand: 21. Juni 2021

Artjom Sergejewitsch Dsjuba (russisch Артём Сергеевич Дзюба, englisch Artyom Sergeyevich Dzyuba; * 22. August 1988 in Moskau, Russische SFSR, Sowjetunion) ist ein russischer Fußballspieler, der auf der Position des Stürmers agiert. Er stand zuletzt bei Adana Demirspor unter Vertrag und ist seit November 2022 vereinslos, nachdem er zuvor sieben Jahre für den russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg gespielt hatte. Dsjuba ist Rekordtorschütze der russischen Fußballnationalmannschaft und der Premjer-Liga.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dsjuba begann seine Karriere in der Jugendmannschaft von Spartak Moskau und war Stammspieler der 2. Mannschaft. 2006 schloss er einen Profivertrag mit Spartak ab und bestritt im russischen Pokal gegen Ural Jekaterinburg sein erstes Pflichtspiel. Während der gesamten Saison erzielte er bei sieben Einsätzen kein einziges Tor. In der Saison 2007 konnte sich Dsjuba gegen die Konkurrenz durchsetzen und bestritt 21 Partien, in denen er drei Treffer erzielte. Zu Beginn der Premjer Liga Saison 2008 wurde er auf die Ersatzbank verbannt, wurde jedoch am Saisonende mit sechs Toren Bester seines Teams. Sein Debüt im UEFA-Pokal feierte Dsjuba am 18. Dezember 2008 gegen den englischen Klub Tottenham Hotspur. Dabei erzielte er zwei Tore. 2009 war er an Tom Tomsk ausgeliehen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dsjuba debütierte am 11. November 2011 gegen Griechenland für die russische Nationalmannschaft, etablierte sich jedoch erst nach der WM 2014 als Stammspieler. Sein erstes großes Turnier mit dem Nationalteam war die Europameisterschaft 2016, die für Russland nach der Vorrunde endete. Erfolgreicher verlief die Heim-WM 2018, bei der Dsjuba mit drei Toren dazu beitrug, dass Russland erstmals ins Viertelfinale einer Weltmeisterschaft vorstieß. Nach der WM 2018 übernahm er von Igor Akinfejew das Amt des Kapitäns der Sbornaja.[1] Als solcher führte er das Team erfolgreich zur Europameisterschaft 2021, wobei er mit neun Toren nationenübergreifend zu den besten Torschützen der Qualifikation gehörte.[2] Auch bei der Endrunde der EM erzielte er einen der beiden russischen Treffer, konnte das Ausscheiden als Gruppenletzter in der Vorrunde jedoch nicht verhindern. Mit seinem insgesamt 30. Länderspieltor beim 1:4 im letzten Turnierspiel gegen Dänemark zog er zudem mit Alexander Kerschakow als Rekordtorschützen der russischen Nationalmannschaft gleich.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zenit St. Petersburg

Persönliche Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dsjuba stammt aus eher einfachen Verhältnissen. Sein Vater Sergei Wladimirowitsch Dsjuba ist gebürtiger Ukrainer aus Lubny und war in seiner Jugend Amateurfußballer. Nach seinem Umzug nach Russland war er als Verkehrspolizist tätig. Seine Mutter Swetlana Alexandrowna ist Russin und arbeitete als Verkäuferin.[4][5] Er hat eine jüngere Schwester Olga (* 1992).

Artjom Dsjuba ist seit 2012 mit Kristina Dsjuba verheiratet und hat drei Söhne: Nikita (* 2013), Maksim (* 2016) und Alexander (* 2021).[6]

Dsjuba engagiert sich in einer Tierrechtsorganisation, die sich für Straßenhunde in Russland einsetzt.

Er besitzt einen Magister-Grad in Sportwissenschaften.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Artjom Dsjuba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dzyuba to lead Russia’s national football squad after Akinfeyev’s decision to quit. In: TASS Russian News Agency. 1. Oktober 2018, abgerufen am 13. Juli 2021 (englisch).
  2. EURO Qualifiers 2019/2020 Top Scorer auf worldfootball.net.
  3. Russia 1-4 Denmark: Dazzling Danes storm into last 16. In: UEFA.com. 21. Juni 2021, abgerufen am 13. Juli 2021 (englisch).
  4. Артем Дзюба: Жду, когда Широков возглавит сборную России. In: Spartak Moskau. 16. September 2013, abgerufen am 12. Juni 2021 (russisch).
  5. Артем ДЗЮБА: "ПОДСТРИЧЬСЯ НАГОЛО? НИ ЗА ЧТО!" In: Sport Ekspress. 15. Februar 2008, abgerufen am 12. Juni 2021 (russisch).
  6. У Артёма Дзюбы родился третий сын. In: Championat.com. 15. Mai 2021, abgerufen am 9. September 2021 (russisch).