FK Rostow

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FK Rostow
FK Rostow.svg
Voller Name Fußballklub Rostow
Футбольный клуб Ростов
Ort Rostow am Don, Russland
Gegründet 1930
Stadion Olimp-2
Plätze 15.840
Präsident Sergei Gorban
Trainer Gurban Berdiýew
Homepage www.fc-rostov.ru
Liga Premjer-Liga
2015/16 2. Platz
Heim
Auswärts

Der FK Rostow (russisch Футбольный клуб Ростов, wiss. Transliteration: FK Rostov) ist ein russischer Fußballverein aus der südrussischen Stadt Rostow am Don.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowjetunion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde im Mai 1930 gegründet und trug bis 1953 den Namen Traktor Rostow. 1950 nahm das Team erstmals am Ligabetrieb der Russischen SFSR teil. Im Zuge der Ligenreform wurde die Mannschaft aus Rostow 1953 in Torpedo umbenannt und spielte sodann in Gruppe B der sowjetischen Meisterschaft. Bereits vier Jahre später wurde erneut der Vereinsname geändert, diesmal in Rostselmasch nach dem Hauptsponsor und dem größten Landmaschinenhersteller in Russland und Osteuropa Rostselmasch. 1964 erreichte Rostow den ersten Platz in einer der Zonenmeisterschaften der Gruppe B, schlug im Play-Off-Match Terek Grosny und stieg damit in die zweithöchste sowjetische Liga auf, wo die Mannschaft bis 1969 blieb. Zwischen 1970 und 1974 nahm Rostow nicht am Spielbetrieb teil und spielte lediglich bei einigen regionalen Turnieren mit. Erst im Jahre 1975 nahm das Team den Ligabetrieb wieder auf und startete nach erneuten Reformen in der dritthöchsten Spielklasse. Nach 10 Jahren erreichte der Klub 1985 das langersehnte Ziel, wieder in der zweiten Liga zu spielen. Mittlerweile gab es ein ansehnliches Stadion sowie eine eigene Sportschule aus jener ständig junge und talentierte Spieler in die erste Mannschaft stießen. In der besagten Saison schaffte Rostselmasch 26 Spiele ohne Niederlage. In der zweiten Liga spielte die Mannschaft den bewährten Offensivfußball und schoss in der ersten Saison 86 Tore – die meisten der Liga – und belegte am Ende den siebten Tabellenplatz. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 spielte die Mannschaft in der zweithöchsten sowjetischen Liga.

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zerfall der Sowjetunion gab es ab 1992 die neue russische Oberste Liga, in die auch die Mannschaft Rostow aufgenommen wurde und in der ersten Saison den achten Tabellenplatz erreichen konnte. Die zweite Saison verlief für den Verein wenig erfolgreich, da viele gute Spieler ins Ausland wechselten und andere sich verletzten, so dass am Saisonende der bittere Gang in die zweite Liga angetreten werden musste. Entgegen allen Erwartungen setzte sich Klub gegen große Konkurrenz wie Zenit Sankt Petersburg oder Sokol Saratow durch und schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. In der Spielzeit 1998 erreichte Rostow mit dem sechsten Tabellenplatz und der damit verbundenen Berechtigung zur Teilnahme am UEFA Intertoto Cup den bisher größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Dort traf der Verein im Halbfinale auf einen der größten und bekanntesten europäischen Fußballvereine: Juventus Turin. Zwei Jahre später erreichte der Verein erneut den „Strohhalmcup“ und schied gegen den französischen Vertreter AJ Auxerre aus. Von 2002 bis 2005 war Ivan Savvidis Präsident des Vereins. 2003 erreichte der Klub das Finale des russischen Pokals, das jedoch am 15. Juni im hauptstädtischen Lokomotive-Stadion mit 0:1 gegen Spartak Moskau verloren wurde. In dieser Saison wurde auch die bisher letzte Namensänderung in FK Rostow durchgeführt. 2007 erlebte Rostow ein besonders erfolgloses Jahr. Nur zwei Saisonsiege und der letzte Tabellenplatz ließen den Verein nach 14 Jahren wieder in die zweite Liga absteigen. Nach nur einer Saison in der Zweitklassigkeit schaffte die Mannschaft im Jahre 2008 den sofortigen Wiederaufstieg in die Premjer-Liga. In der Saison 2012/13 rettete sich der Verein auf den 13. Tabellenplatz (Relegationsplatz). In der Relegation traf Rostow auf den viertplatzierten Zweitligisten SKA-Energija Chabarowsk und sicherte sich mit zwei Siegen den Klassenerhalt.

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte wurde in der Saison 2013/14 erzielt, als Rostow den Russischen Fußballpokal dank eines 6:5-Erfolgs im Elfmeterschießen gegen den FK Krasnodar gewann.[1] Ursprünglich hätte Rostow dadurch an den Playoff-Spielen zur UEFA Europa League 2014/15 teilnehmen dürfen, erhielt jedoch nicht die nötige Lizenz dafür und sollte durch Spartak Moskau ersetzt werden.[2] Dem Einspruch vom FK Rostow gegen diese Entscheidung beim Internationalen Sportgerichtshof wurde stattgegeben.[3] Somit nahm der Verein an der Qualifikation für die UEFA Europa League teil, wo sie allerdings gegen den türkischen Vertreter Trabzonspor nach 0:2 und 0:0 in der Play-Off-Runde ausschieden.

In der Saison 2014/15 rettete sich der Verein auf den 14. Tabellenplatz (Relegationsplatz). In der Relegation traf Rostow auf FK Tosno und sicherte sich mit zwei Siegen den Klassenerhalt. In der Premjer-Liga 2015/16 kämpfte die Mannschaft bis zum letzten Spieltag um die Meisterschaft in der heimischen Liga, musste allerdings den ZSKA Moskau vorbeiziehen lassen.[4] Durch diesen zweiten Tabellenplatz nimmt FK Rostow an der Qualifikation für die UEFA Champions League 2016/17 teil und trifft in der dritten Qualifikationsrunde auf den RSC Anderlecht.

Namensänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Traktor (1930–1953)
  • Torpedo (1953–1957)
  • Rostselmasch (1957–2003)
  • FK (seit 2003)

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FK Rostow trägt seine Heimspiele im 15.840 Zuschauer fassenden Olimp-2 von Rostow aus, das bereits im Jahre 1930 eröffnet wurde. Anfang der 2000er Jahre erfolgte die Umgestaltung in ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn, welches speziell für die Austragung von Fußballspielen konzipiert ist.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Juli 2016

Nr. Position Name
35 RusslandRussland TW Soslan Dschanajew
77 RusslandRussland TW Nikita Medwedew
97 RusslandRussland TW Jewgeni Goschew
4 RusslandRussland AB Denis Terentjew
15 AngolaAngola AB Bastos
25 RusslandRussland AB Iwan Nowosselzew
28 RusslandRussland AB Boris Rotenberg
30 RusslandRussland AB Fjodor Kudrjaschow
34 RusslandRussland AB Timofei Margassow
44 SpanienSpanien AB César Navas
Nr. Position Name
2 WeissrusslandWeißrussland MF Zimafej Kalatschou
6 IranIran MF Saeid Ezatolahi
8 RusslandRussland MF Igor Kirejew
10 MaliMali MF Moussa Doumbia
16 EcuadorEcuador MF Christian Noboa
18 RusslandRussland MF Pawel Mogilewez
19 RusslandRussland MF Choren Bajramjan
84 MoldawienMoldawien MF Alexandru Gațcan
89 RusslandRussland MF Alexander Jerochin
77 Burkina FasoBurkina Faso MF Charles Kaboré
7 RusslandRussland ST Dmitri Polos
11 RusslandRussland ST Alexander Bucharow
20 IranIran ST Sardar Azmoun

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland

GUS und ehemalige Sowjetunion

Europa

Amerika


Afrika


Asien

Bekannte ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pokalerfolg 2014
  2. [1]
  3. [2]
  4. Saison 2015/16

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]