Bahnhof Mainz-Gustavsburg

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Mainz-Gustavsburg
Mainz-Gustavsburger Bahnhofsgebäude
Mainz-Gustavsburger Bahnhofsgebäude
Daten
Kategorie 5
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung FMG
IBNR 8003818
Eröffnung 1888
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 59′ 39,9″ N, 8° 18′ 50,5″ O49.9944128.314038Koordinaten: 49° 59′ 39,9″ N, 8° 18′ 50,5″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Mainz-Gustavsburg ist der Bahnhof der hessischen Stadt Ginsheim-Gustavsburg. Da Gustavsburg zwischen den Weltkriegen ein Stadtteil von Mainz war und der Bahnhof danach nicht rückbenannt wurde, hat sich der Zusatz „Mainz-“ erhalten. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten]

Wetterfahne der Hessischen Ludwigsbahn auf dem Empfangsgebäude
Die Bahnsteige des Bahnhofs Mainz-Gustavsburg

Der Gustavsburger Bahnhof wurde 1888 von der Hessischen Ludwigsbahn als Bahnhof Gustavsburg-Kostheim eröffnet.[1] Bis zu diesem Jahr existierte nach der Fertigstellung der Mainzer Südbrücke 1862 und dem damit entfallenden Endbahnhof des Trajekts Mainz-Gustavsburg im Hafen Gustavsburg und der planmäßigen Inbetriebnahme der Rhein-Main-Bahn zwischen der Mainspitze und Darmstadt auf dem Gebiet des heutigen Gustavsburgs keine Eisenbahnstation mehr. Der erst im Jahr 1888 erbaute und eröffnete Durchgangsbahnhof wurde nach der Eingemeindung Gustavsburgs nach Mainz im Jahr 1930 in Bahnhof Mainz-Gustavsburg umbenannt, wobei er allerdings nicht die Bedeutung als Bahnanschluss des rechts des Mains liegenden heutigen Kostheims verlor. Bauherrin der Strecke war die Hessische-Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft. Ab 1858 befand sich ein Endbahnhof am rechten Ufer des Rheins auf dem Gebiet des heutigen Hafen 1 an der Mainspitze. An diesem Hafenbahnhof Gustavsburg mussten die Reisenden auf dem Weg nach Mainz zunächst mit dem Trajekt Mainz–Gustavsburg zum Bahnhof der Hessischen Ludwigsbahn in Mainz übersetzen, da die Südbrücke noch nicht fertiggestellt war. Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Brücke wurde am 3. Januar 1863 die Mainbahn eröffnet. Das Empfangsgebäude am Hafen wurde aufgegeben, der Bahnhof als Güterumschlagplatz aber weiterhin und bis heute als Stichbahn zwischen Schiene und Binnenschifffahrt auf Rhein und Main genutzt. Der Hafenbahnhof wird heute vom Güterbahnhof Mainz-Bischofsheim bedient.

Durch die explosionsartig steigende Bevölkerungsentwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es immer wichtiger diesen Bahnhof in Gustavsburg zu errichten. Bis dahin war der Bahnhof in Bischofsheim der erste Haltepunkt auf der Strecke zwischen Mainz in Richtung Darmstadt. Das Empfangsgebäude, ein traufständiger, zweigeschossiger Backsteinbau, besteht aus einem Zentralbau, der von zwei niedrigeren Anbauten symmetrisch flankiert wird. Der Hauptbau hat in seiner Straßenfassade mittig einen übergiebelten Risalit mit beidseitigen Gauben. Auf dem Giebelreiter ist das Baujahr 1888 vermerkt und es dreht sich eine goldene Wetterfahne mit dem Schriftzug HLB, der an die Hessische Ludwigsbahn erinnert. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Heutige Situation[Bearbeiten]

Der Bahnhof wird von der Linie S8 der S-Bahn Rhein-Main angefahren. Diese verbindet Gustavsburg mit dem Mainzer und dem Wiesbadener Hauptbahnhof sowie mit dem Frankfurter und dem Hanauer Hauptbahnhof (über Frankfurt Flughafen und Offenbach). In den Hauptverkehrszeiten halten im Bahnhof einzelne Züge der Regionalbahnlinie RB 75, welche – genauso wie die S8 – nach Wiesbaden über Mainz verkehrt. In der Gegenrichtung fährt diese Linie über Groß-Gerau, den Darmstädter Hauptbahnhof, Dieburg und Babenhausen nach Aschaffenburg Hauptbahnhof. Bedingt durch Bauarbeiten zwischen Mainz Hbf und Wiesbaden Hbf wurden diese Fahrten in den Fahrplanjahren 2013 und 2014 über Mainz-Kastel nach Wiesbaden Hbf geführt, so dass der Bahnhof in diesem Zeitraum ausschließlich durch die Linie S8 bedient wurde.[2]

Linien
Römisches Theater Regional RB 75
Rhein-Main-Bahn
Bischofsheim
S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Römisches Theater
← Wiesbaden Hbf
S8 Bischofsheim
Hanau Hbf →

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Bermeitinger: Als Kostheim noch einen Bahnhof hatte …. In: Allgemeine Zeitung, 9. April 2013.
  2. RNN: Fahrplanwechsel in Rheinhessen bringt neues Buskonzept, mehr Spätfahrten und Anpassungen im Detail [1]