Bahnhof Warburg (Westf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bahnhof Warburg (Westfalen))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Warburg (Westf)
Bahnhof Warburg (Westf) 2013-09.JPG
Daten
Lage im Netz Inselbahnhof
Bahnsteiggleise

4

Abkürzung

HWAR

IBNR 8000196
Kategorie

4

Eröffnung

1851

Profil auf Bahnhof.de Warburg__Westf_
Architektonische Daten
Architekt

Julius Eugen Ruhl

Lage
Stadt/Gemeinde

Warburg

Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 29′ 34″ N, 9° 9′ 49″ OKoordinaten: 51° 29′ 34″ N, 9° 9′ 49″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16i16i18

Der Bahnhof Warburg (Westf) liegt am nord-östlichen Rand der Stadt Warburg in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof war ursprünglich ein Inselbahnhof, neben dem Bahnhof Minden (Westfalen) einer der letzten erhaltenen der frühen Eisenbahngeschichte in Westfalen.

Das heute denkmalgeschützte Empfangsgebäude von 1852/53 wurde von Julius Eugen Ruhl konzipiert und wies ein Fürstenzimmer auf.

Das Gebäude wurde ab 2010 zum Verkauf angeboten.[4] Ende 2011 wurde es für den symbolischen Preis von einem Euro an eine örtliche Ärztin verkauft. Als Beginn für Umbau und Sanierung war März 2012 geplant,[5] tatsächlich starteten die Bauarbeiten im Juni 2012.

Nach einer fünfzehnmonatigen Sanierung verfügt das Empfangsgebäude wieder über die historischen Staffelgiebel mit 16 Laternen. Auf den 840 Quadratmetern Nutzfläche in Erd- und Obergeschoss wurde neben Toiletten und einem Bistro für Reisende ein buddhistisches Meditationszentrum mit Tempel, Meditationsraum, Speiseraum und Küche errichtet. 120 Quadratmeter nimmt der buddhistische Meditationsraum im Ostflügel des Erdgeschosses ein.

Eine offizielle Einweihungsfeier des neugestalteten Bahnhofs fand am 28. Juni 2014 statt. Bei diesem Anlass taufte die Deutsche Bahn einen ICE-T-Zug auf den Namen Hansestadt Warburg.[6] Am 29. Juni 2014 erfolgte die feierliche Einweihung des buddhistischen Tempels.[7]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Warburg liegt an der zweigleisigen und elektrifizierten Bahnstrecke nach Hamm, der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn nach Kassel und der nicht elektrifizierten oberen Ruhrtalbahn nach Hagen. Die ehemalige Verbindung nach Volkmarsen als Teil der Bahnstrecke Warburg–Sarnau wurde 1977 stillgelegt und 1983 zurückgebaut.

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Warburg halten zwei Linien des Schienenpersonennahverkehrs, der Regional-Express RE 17Sauerland-Express“ nach Hagen Hauptbahnhof und die Regionalbahn RB 89Ems-Börde-Bahn“ über Paderborn nach Münster.

Bis Dezember 2013 begannen bzw. endeten in Tagesrandlagen einzelne Züge der RegioTram-Linie RT 3 Richtung Kassel in Warburg.[8]

Linie Linienverlauf Takt
RE 17 Sauerland-Express:
Hagen Hbf – Schwerte (Ruhr) – Fröndenberg – Wickede – Neheim-Hüsten – Arnsberg – Oeventrop – Freienohl – Meschede – Bestwig – Olsberg – Brilon Wald – Bredelar – Marsberg – Westheim – Scherfede – Warburg – Hofgeismar – Kassel-Wilhelmshöhe
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
RB 89 Ems-Börde-Bahn:
Münster (Westf) Hbf – Münster-Hiltrup – Rinkerode – Drensteinfurt – Mersch (Westf) – Bockum-Hövel – Hamm (Westf) – Welver – Borgeln – Soest – Bad Sassendorf – Lippstadt – Dedinghausen – Ehringhausen – Geseke – Salzkotten – Scharmede – Paderborn Hbf – Altenbeken – Willebadessen – Warburg (Westf) Einzelne Züge weiter bis Kassel-Wilhelmshöhe
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
Münster (Westf)–Paderborn: 30 min
Paderborn–Warburg (Westf): 120 min (60 min am Wochenende)
Einzelne Züge bis Kassel-Wilhelmshöhe

Im Schienenpersonenfernverkehr verkehrt ein Intercity-Express-Zugpaar und mehrere Intercity, u. a. eine tägliche ICE-Direktverbindung mit München:

Linie Linienverlauf Takt
ICE 41 (Köln – ) Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Paderborn – Warburg – Kassel-Wilhelmshöhe – Würzburg – Nürnberg – München ein Zugpaar
IC 51 (Köln – ) Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Paderborn – Warburg – Kassel-Wilhelmshöhe – Erfurt (– Leipzig / Halle – Berlin – Stralsund – Ostseebad Binz) drei Zugpaare

Der Bahnhof Warburg gehört zum Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (nph). In Richtung Hessen gilt der Tarif des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV). Auch das Hessenticket ist bis nach Warburg gültig.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Busbahnhof vor dem Gebäude bestehen Busverbindungen in die Innenstadt von Warburg sowie in die umliegenden Ortschaften.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Bahn AG:

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Scholz: Verstärkte Suche nach einem Investor. In: Neue Westfälische. 22. Dezember 2010 (nw-news.de [abgerufen am 31. Dezember 2015]).
  2. Simone Flörke: Wo die Seele zur Ruhe kommt. In: Neue Westfälische. 16. Dezember 2011 (new-news.de [abgerufen am 31. Dezember 2015]).
  3. ICE auf den Namen Hansestadt Warburg getauft. Deutsche Bahn AG, 28. Juni 2014, archiviert vom Original am 8. September 2014, abgerufen am 31. Dezember 2015 (Presseinformation).
  4. Bahnhof wird zum Tempel. In: Westfalen-Blatt. 29. Juni 2014, abgerufen am 8. September 2014.
  5. Göran Gehlen: RegioTrams enden künftig in Hümme. In: HNA. 25. Januar 2014, abgerufen am 16. Dezember 2013.