Bauerbach (Marburg)

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Bauerbach
Stadt Marburg
Koordinaten: 50° 49′ 11″ N, 8° 49′ 42″ O
Höhe: 273 (244–306) m ü. NHN
Fläche: 8,04 km²[1]
Einwohner: 1611 (31. Dez. 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35043
Vorwahl: 06421
Karte
Lage von Bauerbach in Marburg
Bauerbach, im Hintergrund die Amöneburg
Bauerbach, Blick von Westen

Bauerbach ist ein Stadtteil der Universitätsstadt Marburg in Hessen.

Mit etwa 1611 Einwohnern ist Bauerbach einer der größeren Stadtteile Marburgs. Bauerbach liegt in unmittelbarer Nähe des Klinikums und der naturwissenschaftlichen Institute.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauerbach liegt etwa vier Kilometer ost-nordöstlich der Marburger Innenstadt – allerdings direkt jenseits der Lahnberge, die nahe bzw. westlich des Dorfs mit dem Ortenberg (380 m ü. NN) ihre größte Höhe erreichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauerbach trat in der Frühzeit des Heiligen Römischen Reichs im Jahr 1133 zum ersten Mal unter dem frühmittelalterlichen Namen „Burenbach“ in Erscheinung. Somit wurde es sogar noch vor Marburg (1138) und Kirchhain (1146) erstmals schriftlich erwähnt. Im Jahre 1238 wurde erstmals ein eigener Pfarrer in Bauerbach genannt. Von 1530 an war es protestantisch, kam aber 1608 von Hessen an Kurmainz, so dass der Ort wieder katholisch wurde. Im Jahre 1801 kam Bauerbach mit dem kurmainzischen Amt Amöneburg durch den Frieden von Lunéville zu Hessen. Im Jahre 1964 kam es zu umfangreichen Umgemeindungen von Waldgebieten auf den Lahnbergen, damit die Neubauten der Philipps-Universität Marburg vollständig auf Marburger Gebiet liegen. Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bauerbach im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Marburg eingegliedert.[3]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Cyriakus
  • Die Pfarrkirche St.-Cyriakus ist das älteste Gebäude im Dorf. Das heutige Gebäude wird auf die Zeit um 1100 oder früher geschätzt. Besondere Türkonstruktionen und romanische Bögen lassen auf dieses Alter schließen. Die alte romanische Kirche war niedriger als die Heutige. Ein Mauerabsatz an der Südwand lässt die alte Höhe noch erkennen, und senkrechte Mauerfugen deuten die alten romanischen Fenster an, die erst in der Barockzeit, nach 1600, durch die heutigen ersetzt wurden.
    Wohl nach 1250 wurde die Kirche zur Wehrkirche ausgebaut. Damals wurde neben dem Bau des Wehrturmes auch das alte Langhaus der Kirche erhöht. Die vier vorstehenden Ecktürmchen, die dem Turm seine besondere Note verleihen, dienten der Wehr, von ihnen aus ließ sich der Turm von oben her gut verteidigen.
    Im letzten Jahrhundert wurde die Kirche mehrmals erweitert und ausgebaut.
  • Die ev.-luth. Kreuzkirche wurde 1990 einschließlich Friedhofskapelle erbaut.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SV 1965 Bauerbach (SVB) – Der Fußballverein spielt in der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg.
  • Schützenverein Bauerbach 1956 e. V.
  • Heimat- und Kulturverein Bauerbach e. V.
  • Gesangverein „Liederkranz Bauerbach e. V.“
  • CDU Ortsverein Bauerbach
  • SPD Ortsverein Bauerbach
  • Freiwillige Feuerwehr Marburg-Bauerbach
  • Katholische Jugend Cyriakus

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marburger Zahlen von 2009-2010 auf der Website der Stadt Marburg (pdf; S. 4)
  2. Marburger Zahlen von 2009-2010 auf der Website der Stadt Marburg (pdf; S. 10)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 387.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bauerbach (Marburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien