Burg Homboll

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Burg Homboll
Alternativname(n): Homburg, Altes Schloss
Entstehungszeit: um 1400
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Mauerreste
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Hilzingen-Binningen
Geographische Lage 47° 47′ 2,8″ N, 8° 45′ 50,8″ OKoordinaten: 47° 47′ 2,8″ N, 8° 45′ 50,8″ O
Höhe: 677,7 m ü. NHN
Burg Homboll (Baden-Württemberg)
Burg Homboll

Die Burg Homboll, auch Homburg oder Altes Schloss genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf der Gemarkung der Gemeinde Hilzingen im baden-württembergischen Landkreis Konstanz in Deutschland.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg liegt rund 1.500 Meter südwestlich von Weiterdingen westlich des Ortsteils Binningen bei 677,7 m ü. NHN oberhalb des Hofguts Homboll. Der Burgberg Homboll ist heute von Bäumen und Büschen bewachsen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Burg gibt es bisher viele widersprüchliche Angaben. Die Burg wurde im Jahr 1423 urkundlich ersterwähnt, aber wohl um 1400 erbaut. Sie soll ein Reichslehen und seit 1415 im Besitz der jüngeren Linie derer von Stoffeln gewesen sein. Mit dem Stoffelnschen Besitz war sie nach 1579 und dann endgültig seit 1623 im Besitz der Herren von Hornstein. Ihre Zerstörung erfolgte angeblich im Dreißigjährigen Krieg, nach anderen Angaben war sie bereits 1561 eine Ruine.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem noch etwa 20 Meter hoch aufragenden, rundlichen Hügel erhielt sich ein fünf auf sieben Meter großes Fundament, das als Rest eines Bergfrieds gedeutet. Erschlossen ist der Burgberg über eine steile Rampe an der Ostseite. Den Gipfel, ausgenommen die Südseite, umlaufen Wall- und Grabenreste.[1] Ausgehend von den fünf Meter hohen Mauerresten wird die Grundfläche der ehemaligen Burganlage auf 11 m × 11 m taxiert. Sie weisen eine Stärke von bis zu zweieinhalb Meter auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Losse, Hans Noll, Michael Greuter (Hrsg.): Burgen, Schlösser, Festungen im Hegau – Wehrbauten und Adelssitze im westlichen Bodenseegebiet. In: Hegau-Geschichtsverein (Hrsg.): Hegau-Bibliothek, Band 109. Verlag Michael Greuter, Hilzingen 2006, ISBN 3-9806273-2-2, S. 102.
  • Helmut Bender, Karl-Bernhard Knappe, Klauspeter Wilke: Burgen im südlichen Baden. 1. Auflage. Verlag Karl Schillinger, Freiburg im Breisgau 1979, ISBN 3-921340-41-1, S. 64.
  • Hans-Wilhelm Heine: Studien zu Wehranlagen zwischen junger Donau und westlichem Bodensee. In: Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.): Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg. Band 5. Stuttgart 1978, ISSN 0178-3262, S. 74–75.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag zu Homboll in der privaten Datenbank „Alle Burgen“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Marina Kupferschmid: Der Hügel war einst Herrensitz. In: Südkurier vom 7. September 2007