Schloss Kattenhorn

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Schloss Kattenhorn
Entstehungszeit: 14. Jahrhundert
Erhaltungszustand: Hauptbau erhalten
Ständische Stellung: Patrizier
Ort: Öhningen
Geographische Lage 47° 39′ 20,2″ N, 8° 54′ 40,7″ OKoordinaten: 47° 39′ 20,2″ N, 8° 54′ 40,7″ O
Schloss Kattenhorn (Baden-Württemberg)
Schloss Kattenhorn

Schloss Kattenhorn liegt im gleichnamigen, zur Gemeinde Öhningen gehörenden Weiler am Bodensee auf der Halbinsel Höri. Das feste Haus Burg Kattenhorn wird erstmals 1391 genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Oktober 1166 bestätigte Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zu Augsburg dem Stift Öhningen Besitzungen, darunter Cattenhorn. Es soll ein Reichslehen der Hohenklingen gewesen sein.

Die ehemalige Wasserburg wurde vermutlich um die Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Erster Besitzer war Hermann Kremlich (Cremlich/Gremlich) aus einer Ritterfamilie aus Pfullendorf stammend. Er wird 1402 letztmals genannt. Durch Erbe der letzten von Hohenklingen gelangt es an die Grafen von Fürstenberg.

Die Burg ging über manche Bewohner wieder an Fürstenberg zurück, die es am 12. März 1867 an den Schaffhauser Junker Johann Heinrich Im Thurn verkauften.

Dieser baute die ehemalige Wasserburg komplett um und ließ Turm und Wassergräben entfernen. Er hatte vor, Landwirtschaft zu betreiben, was aber nicht gut gelang. Er ließ den Garten neu anlegen. Nach seinem Tod verkaufte seine Witwe das Schloss an den Artillerie-Leutnant a. D. Hammer von Colmar, dieser nach Umbauten an den Arzt Vollbeding. Nach weiterem mehrfachem Besitzerwechsel kam es wieder in Privatbesitz.

Kapelle St. Blasius[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle St. Blasius

Die Kapelle befand sich früher im Mauerring.[1] Heute ist sie ein Anbau an die Schlossmauer und von außen zugänglich. Eine Legende besagt, dass die Figur des Heiligen Blasius im 16. Jahrhundert beim Bildersturm in Mammern in den See geworfen wurde und in Kattenhorn angetrieben wurde. Dem Heiligen zur Ehre wurde im Jahr 1520 durch Anbau an den runden Eckturm in der Schlossmauer die Kapelle gebaut. Oberhalb der Eingangspforte befindet sich ein Wappen. Blasius wurde Schutzpatron der Bewohner von Kattenhorn. Gottesdienste finden regelmäßig in der Kapelle statt.[2][3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annamarie Ruland: Kattenhorn. In: Herbert Berner (Hrsg.): Dorf und Stift Öhningen. Bürgermeisteramt Öhningen, Öhningen 1966, S. 156–166.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Emil Reisser: Burgen und Schlösser am Untersee. In: Badische Heimat 13 (1926). S. 191–192 (PDF, siehe Kattenhorn, Schloss [abgerufen am 6. Februar 2015]).
  2. Alexander Pohle: Kapelle St. Blasius. In: 99 x Bodensee wie Sie ihn noch nicht kennen. Bruckmann Verlag, München 2014. ISBN 978-3-7654-8303-5. S. 55–56.
  3. Blasius Kapelle in Kattenhorn auf der Website von Tourismus Untersee.