Châteauroux

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Châteauroux (Begriffsklärung) aufgeführt.
Châteauroux
Wappen von Châteauroux
Châteauroux (Frankreich)
Châteauroux
Region Centre-Val de Loire
Département Indre
Arrondissement Châteauroux
Kanton Hauptort von 4 Kantonen
Gemeindeverband Châteauroux Métropole
Koordinaten 46° 49′ N, 1° 41′ OKoordinaten: 46° 49′ N, 1° 41′ O
Höhe 132–164 m
Fläche 25,54 km²
Einwohner 45.209 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 1.770 Einw./km²
Postleitzahl 36000
INSEE-Code
Website www.ville-chateauroux.fr

Châteauroux [ʃato'ru] an der Indre ist eine Stadt im Zentrum Frankreichs, Hauptstadt des Départements Indre. Sie ist mit 45.209 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) nach Bourges die zweitgrößte Stadt der Landschaft Berry. In Châteauroux befand sich zudem von 1951 bis 1967 das NATO-Hauptquartier.[1]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Châteauroux ist Sitz des Gemeindeverbandes Châteauroux Métropole, bestehend aus neun Kommunen: Ardentes, Châteauroux, Déols, Diors, Étrechet, Montierchaume, Le Poinçonnet, Saint-Maur und Sassierges-Saint-Germain.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Châteauroux wurde von Raoul I. le Large, Prinz von Déols gegründet, der hier um 950 das Château-Raoul (Schloss Raoul) erbaute. 1230 erhielt Châteauroux das Stadtrecht und war zunächst Sitz einer Herrschaft, die 1497 zu einer Grafschaft und 1616 durch König Ludwig XIII. zugunsten Heinrichs II. von Bourbon, Prinz von Condé zu einem Herzogtum erhoben wurde. Dieses verlieh König Ludwig XV. seiner 1744 plötzlich verstorbenen Mätresse Marie-Anne de Mailly-Nesle. 1790 wurde Châteauroux Hauptstadt des Départments Indre.

Sehenswerte Bauten, Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-André
  • Château-Raoul, erbaut im XV. Jahrhundert
  • Museum Bertrand, in einem Stadthaus aus dem XVIII. Jahrhundert mit einer Sammlung aus der Zeit Napoléons und flämischer Malerei
  • Kunstmuseum (Le musée des Arts et Traditions Populaires), im Park Balsan
  • Couvent des cordeliers, Klosteranlage aus dem XIII. Jahrhundert
  • Kirche Saint-Martial, XII. Jahrhundert
  • Kirche Saint-André
  • Kirche Notre-Dame
  • Viertel Saint-Christophe früher mit Benediktinerabtei (1127), heute mit einer Kapelle mit einer Auto-Wallfahrt
  • Équinoxe, Mediathek
  • Le Tarmac (2007)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Châteauroux-Déols Marcel Dassault liegt sechs Kilometer nordöstlich von Châteauroux.

Seit 2001 existiert in Châteauroux ein fahrscheinloser öffentlicher Nahverkehr.[2][3][4] Dieser wird refinanziert durch die von Arbeitgebern erhobene Abgabe Versement transport in Höhe von 0,6 % der Lohnsumme.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschenk der Stadt Chateauroux an ihre Partnerstadt Gütersloh, Stadtmuseum Gütersloh

Zudem ist die Stadt Mitglied des Bundes der europäischen Napoleonstädte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Châteauroux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angela Ulrich: Vom Katzentisch zurück in die erste Reihe (Memento vom 6. April 2009 im Internet Archive) in der Tagesschau (ARD) vom 3. April 2009 (abgerufen 5. Mai 2010)
  2. Rudolf Balmer: „Versicherung“ fürs Schwarzfahren. In: taz, 4. Mai 2010 (abgerufen 5. Mai 2010)
  3. Link „Réseau de bus gratuits Horizon“ auf der offiziellen Website (abgerufen 5. Mai 2010)
  4. Website des Busverkehrs horizon (abgerufen 5. Mai 2010)