Coșteiu

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Coșteiu
Kastely, Kostély
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Coșteiu (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 44′ N, 21° 51′ OKoordinaten: 45° 44′ 10″ N, 21° 51′ 27″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 83,63 km²
Einwohner: 3.668 (2013)
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307125
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Coșteiu, Hezeriș, Păru, Țipari, Valea Lungă Română
Bürgermeister: Petru Carebia (PSD)
Website:
Lage von Coșteiu im Kreis Timiș
Coșteiu auf der Josephinischen Landaufnahme (1769–1772)
Schleuse von Coșteiu

Coșteiu (ungarisch: Kastely, Kostély) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Coșteiu entstand durch die Zusammenlegung der Dörfer Coșteiu Mare (1924: Coșteiul Mare, ungarisch: Nagykastély) Coșteiu Mic und Sâlha. Zur Gemeinde Coșteiu gehören auch die Dörfer Hezeriș, Păru, Țipari und Valea Lungă Română.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coșteiu liegt im Südosten des Kreises Timiș, 7 Kilometer nordöstlich von Lugoj, an der Nationalstraße DN6 Lugoj-Timișoara.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Babșa Țipari Cliciova
Belinț Nachbargemeinden Valea Lungă Română
Boldur Lugoj Hezeriș

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde der Ort 1597 erstmals erwähnt. Die Ortschaft entstand um ein mittelalterliches Kastell. Diesem verdankt es auch seinen Namen Kastely. Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 wurde der Ort unter der Bezeichnung Gustik geführt. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718), als das Banat eine Habsburger Krondomäne wurde, war Kastely Teil des Temescher Banats.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte von Coșteiu hat der Begakanal. 1728 begannen die Arbeiten am Kanal. Zur Regulierung der Bega legte der holländische Ingenieur Maximilian Emmanuel Fremaut zwischen 1758 und 1760 bei Coșteiu einen Staudamm an, zur Regulierung der Wassermengen aus der Temesch in die Bega.

Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Anfang des 20. Jahrhunderts fand das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) Anwendung.[2] Der amtliche Ortsname war Kastely. Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsnamen eingeführt wurden.

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Kastely gehört, fiel an das Königreich Rumänien. Seitdem ist die amtliche Bezeichnung des Ortes Coșteiu.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Coșteiu:

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 4456 4376 29 47 4
1910 6373 4281 2021 34 37
1930 5590 3876 1610 26 78
1977 4535 3642 814 19 60
2002 3830 3171 501 12 146

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012
  3. kia.hu, (PDF; 982 kB) E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Timiș laut Volkszählungen von 1880 - 2002