Ghiroda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ghiroda
Giroda
Győröd
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Ghiroda (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 46′ N, 21° 18′ OKoordinaten: 45° 45′ 50″ N, 21° 18′ 0″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 34,15 km²
Einwohner: 5.802 (2013)
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307200
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Ghiroda, Giarmata-Vii
Bürgermeister: Stănușoiu Ionuț (PNL)
Postanschrift: Str. Victoria, nr. 46
loc. Ghiroda, jud. Timiș, RO-307200
Website:
Lage von Ghiroda im Kreis Timiș
Ghiroda auf der Josephinischen Landaufnahme (1769-1772)

Ghiroda (deutsch: Giroda, ungarisch: Győröd) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Zur Gemeinde Ghiroda gehört auch das Dorf Giarmata-Vii.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ghiroda liegt in der Mitte des Kreises Timiș, fünf Kilometer von Timișoara entfernt, an der Nationalstraße DN6 und an der Eisenbahnstrecke Timișoara-Lugoj. Im Westen grenzt Ghiroda an Remetea Mare (circa 6 km) und im Süden fließt der Begakanal,

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dumbrăvița Giarmata-Vii Flughafen Temeswar
Timișoara Nachbargemeinden Remetea Mare
Timișoara Moșnița Nouă Bucovăț

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ghiroda wurde 1332 erstmals in den päpstlichen Zehntlisten erwähnt. 1389 erscheint der Ort unter der Bezeichnung Gyureg. Weitere Ortsbezeichnungen, die im Laufe der Jahrhunderte auftauchten, sind: Gyrod (1393), Nagyijrwg (1429), Gywred (1492), Gywrug (1492), Gywrewd (1495 und 1497), Gywreg (1498), Gywrewdy (1497, 1503 und 1511).[2]

1552, als das Banat ein türkischer Paschalik (Vilâyet) wurde, gehörte Ghiroda zum Distrikt Temeswar. Zur Zeit der Josephinischen Landaufnahme von 1717 hieß der Ort Girouda und hatte 24 Häuser. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718), als das Banat eine Krondomäne der Habsburgermonarchie wurde, baute man noch im gleichen Jahr die Bierfabrik in Temeswar. In dieser Zeit wurde in Ghiroda der Hopfenanbau praktiziert.[2]

Auf der Karte des Gouverneurs Claudius Florimund Mercy von 1723-1725 erscheint Gyroda als Dorf im Distrikt Temeswar. Von 1718 bis 1778 war das Banat eine Habsburger Krondomäne. 1779 trat Kaiserin Maria Theresia das Banat an Ungarn ab. Kaiser Joseph II. beschloss, die Dörfer im Banat, die nun unter ungarischer Verwaltung standen, zu verkaufen. Ghiroda wurde 1781 an Sandor Mihaly von Pozsony verkauft.[2]

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Ghiroda gehört, fiel an das Königreich Rumänien. Heute ist Ghiroda eine Gemeinde, zu der auch das Dorf Giarmata-Vii gehört.

Seit 2015 ist Ghiroda durch die Linie M11 der Societatea de Transport Public Timișoara an das Timișoaraer Trolleybusnetz angebunden.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Ghiroda:

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 909 742 117 41 9
1910 1419 851 449 54 65
1930 4056 1253 1742 929 132
1977 5982 4947 544 446 45
2002 4907 4531 260 25 91

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. a b c e-primarii.ro, Dorfgeschichte
  3. kia.hu, (PDF; 982 kB) E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Timiș laut Volkszählungen von 1880 - 2002