Curtea (Timiș)

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Curtea
Kurtya
Kyrtiwa
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Curtea (Timiș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 50′ N, 22° 18′ OKoordinaten: 45° 49′ 43″ N, 22° 18′ 28″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 4.434 km²
Einwohner: 1.216 (2013)
Bevölkerungsdichte: 0 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307135
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Curtea, Coșava und Homojdia
Bürgermeister: Mircea Grecu (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 268
loc. Curtea, jud. Timiș, RO-307135
Website:
Lage von Curtea im Kreis Timiș
Curtea auf der Josephinischen Landaufnahme (1769–1772)
Kirche Curtea

Curtea (ungarisch: Kurtya) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Zu der Gemeinde Curtea gehören auch die Dörfer Coșava und Homojdia.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Curtea liegt im Nordosten des Kreises Timiș, an der Grenze zum Kreis Hunedoara, in 10 Kilometer Entfernung zu Timișoara, 45 Kilometer zu Lugoj und 12 Kilometer zu Făget.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breazova Coșava Homojdia
Colonia Mică Nachbargemeinden Pietroasa
Brănești Românești Fărășești

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In mittelalterlichen Urkunden, als das Banat Teil des Königreichs Ungarn war, erscheint Curtea mit der ungarischen Schreibweise Kyrtiwa. 1506 wurde der Ort unter der Bezeichnung Wdawarhely erwähnt, und 1597 unter dem Namen Kurthe.

Der Legende nach soll Curtea die Sommerresidenz des Woiwoden Glad gewesen sein und der Ortsname Curtea rühre daher, dass Glad hier Hof gehalten haben soll (Curtea=Hof).

Nach dem Frieden von Passarowitz (1718), als das Banat eine Habsburger Krondomäne wurde, war Curtea Teil des Temescher Banats.

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Curtea gehört, fiel an das Königreich Rumänien.

Die Holzkirche „Cuvioasa Paraschiva“ aus Curtea steht unter Denkmalschutz. Sie wurde 1794 erbaut und ist mit einer Länge von 18,60 m, einer Breite von 7,20 m und einer Höhe von 9,50 m die größte Holzkirche des Banats.[2]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Curtea:

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 2109 2048 23 36 2
1910 2399 2290 65 17 27
1930 2215 2179 29 6 1
1977 1656 1593 4 - 59
2002 1323 1275 7 2 39

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. mitropolia-banatului.ro, Die Holzkirchen des Banats
  3. kia.hu, (PDF; 982 kB) E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Timiș laut Volkszählungen von 1880 - 2002