Coschütz/Gittersee
Statistischer Stadtteil Nr. 85 von Dresden | |
|---|---|
| Koordinaten | 51° 0′ 52″ N, 13° 41′ 50″ O |
| Höhe | 210–290 m ü. NN |
| Fläche | 4,17 km² |
| Einwohner | 5722 (31. Dez. 2013) |
| Bevölkerungsdichte | 1372 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 01189 |
| Vorwahl | 0351 |
| Website | www.dresden.de (PDF; 353 kB) |
| Stadtbezirk | Plauen |
| Verkehrsanbindung | |
| Straßenbahn | 3 |
| Bus | 63, 66, 166 |
Der statistische Stadtteil Coschütz/Gittersee liegt im Dresdner Süden auf einer terrassenartigen Erhebung der nördlichen Ausläufer des Erzgebirgesvorlandes an und auf der östlichen Flanke des Plauenschen Grunds. Er besteht aus den beiden Stadtteilen Gittersee und Coschütz und gehört zum Stadtbezirk Plauen.
Er hat großflächig den Charakter eines Stadtteils in Randlage mit lockerer Bebauung und erhaltenen Dorfkernen, ist aber nur wenige Kilometer von der Innenstadt Dresdens entfernt. Unter Coschütz und Gittersee wurden Steinkohle und – nach 1945 – uranhaltige Steinkohle, sogenannte Erzkohle abgebaut. Aus einer Uranerzaufbereitungsanlage der Wismut ging das Gewerbegebiet Coschütz/Gittersee hervor. Auf einer Länge von 1100 Metern verläuft die Windbergbahn, die als älteste Gebirgsbahn Deutschlands gilt, im statistischen Stadtteil.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der statistische Stadtteil Coschütz/Gittersee liegt zwischen Kleinpestitz/Mockritz im Osten, Plauen und Naußlitz im Norden, den Freitaler Stadtteilen Birkigt im Westen, Burgk im Süden sowie Cunnersdorf im Südosten.
Gliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der statistische Stadtteil besteht aus Coschütz, das 1921 nach Dresden eingemeindet wurde, und dem 1945 eingemeindeten Gittersee im Südwesten. Er gliedert sich in folgende drei statistische Bezirke:
- 851 Coschütz-Ost
- 852 Coschütz-West
- 853 Gittersee
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Erkundung und Ausbeutung der Uranvorkommen. Im Stadtteil Coschütz wurde zur Aufbereitung der Uranerze aus dem Erzgebirge und dem Ronneburger Revier ab dem Jahr 1950 durch die Wismut AG auf einer Fläche von 47 Hektar mit der Errichtung einer Aufbereitungsanlage begonnen. 1962 wurde die Anlage stillgelegt. Nach der politischen Wende 1991 wurden die schweren ökologischen Auswirkungen der Anlage klar und es wurden rund 45 Millionen Euro investiert, um das Gelände zu revitalisieren. Heute befindet sich an der Stelle das Gewerbegebiet Coschütz/Gittersee.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Coschütz ist namensgebend für den Coschützer Tunnel der Bundesautobahn 17, die in diesem den Stadtteil in Ost-West-Richtung unterquert.
Die wichtigste Straße ist die Karlsruher Straße, die Coschütz und Gittersee in einem Verlauf etwa von Nordost nach Südwest durchquert. Die Stuttgarter Straße verbindet beide Stadtteile Richtung Osten zur F 170 und in deren Verlauf mit der Autobahnanschlussstelle der A 17, Dresden-Südvorstadt.
Die Potschappler Straße ist die Verbindung von Coschütz/Gittersee nach Freital und den Plauenschen Grund. Auf dem Westendring und dessen Verlängerung, die Passauer Straße, überwindet die Straßenbahnlinie 3 einen Höhenunterschied von 62 Metern zwischen Coschütz und Plauen.
Im Jahr 2013 wurde eine Umgestaltung der Buslinien in diesen Stadtteilen vorgestellt die, die vor allem in Kleinnaundorf kontrovers diskutiert wurde. Wegen fehlender Zustimmung der Nachbarstadt Freital, deren Busnetz ebenfalls betroffen ist, wurde der geplante Umsetzungstermin 23. August 2013 zunächst nicht eingehalten. Seit 16. Februar 2014 verkehrt die neugeschaffene Linie 366 und es erfolgte die Fusion der Linien 66 und B (heute Linie 166) sowie die Streichung der Linie 71.[1]
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Veränderungen im Busnetz Coschütz und Gittersee ( vom 2. Februar 2014 im Internet Archive)


