Epfendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Epfendorf
Epfendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Epfendorf hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 8° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Rottweil
Höhe: 572 m ü. NHN
Fläche: 29,68 km2
Einwohner: 3312 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78736
Vorwahl: 07404
Kfz-Kennzeichen: RW
Gemeindeschlüssel: 08 3 25 015
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Adenauerstraße 14
78736 Epfendorf
Webpräsenz: www.epfendorf.de
Bürgermeister: Mark Prielipp (CDU)
Lage der Gemeinde Epfendorf im Landkreis Rottweil
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Über dieses Bild

Epfendorf ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg (Deutschland) und gehört zum Landkreis Rottweil.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Epfendorf liegt im Oberen Neckartal zwischen Oberndorf am Neckar und Rottweil.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Oberndorf, im Osten an die Stadt Rosenfeld im Zollernalbkreis, im Süden an Dietingen und Villingendorf und im Westen an Bösingen.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Epfendorf sowie den drei Ortsteilen Harthausen, Talhausen und Trichtingen.

Der Teilort Harthausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das genaue Alter von Epfendorf ist nicht bekannt, der Ort wurde jedoch 994 erstmals urkundlich erwähnt. Damals lag Epfendorf im Herzogtum Schwaben. Bodenfunde deuten auf eine römische Siedlung hin, eine Römerstraße führte zur römischen Siedlung in Waldmössingen.[2]

Epfendorf – Holzbrücke über den Neckar

Epfendorf wechselte wiederholt den Besitzer und kam 1527 um 3716 Gulden an die Reichsstadt Rottweil. 1802 kam es zu Württemberg, dem Oberamt Oberndorf zugehörig, seit 1938 beim Landkreis Rottweil. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Harthausen nach Trichtingen eingemeindet. Die Eingemeindung von Trichtingen erfolgte am 1. Januar 1975.[3]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Trichtingen (zu der auch der Hauptort Epfendorf zählt) gehört zum Kirchenbezirk Sulz am Neckar der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft gemeinsam mit Fluorn-Winzeln und Oberndorf a. N. mit dem Sitz in Oberndorf.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Epfendorf wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:

  1. CDU/FW 47,2 % (−4,7) 9 Sitze (−1)
  2. Freie Bürger 52,8 % (+4,7) 10 Sitze (+/- 0)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolger des ab 2011 amtierenden Bürgermeisters Peter Boch, der im Mai 2017 zum Oberbürgermeister von Pforzheim [4] gewählt wurde, ist nach der Wahl vom 8. Oktober 2017 Mark Prielipp, der 72,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erhielt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine blau gefütterte goldene Herzogskrone mit Hermelinstulp.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wander- und Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Epfendorf liegt am Neckartal-Radweg und verfügt über ein ausgedehntes Wanderwegenetz. Der Schlichemwanderweg endet in Epfendorf. Weniger geübte Wanderer können den Weg im Sommer mit dem Rad-Wander-Shuttle vom Startpunkt Tieringen aus in Etappen einteilen.[6]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unweit des Teilortes Harthausen befindet sich im Wald das Schloss Lichtenegg. Es ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen. Bei Epfendorf befindet sich auch der Rest der Burg Schenkenberg aus dem 14. Jahrhundert sowie die Anna Kapelle, die im Jahr 1657 eingeweiht worden ist.

Archäologische Fundstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silberring von Trichtingen (Landesmuseum Württemberg)

Trichtingen wurde in der Archäologie 1928 weit über die Landesgrenzen durch den Fund des Silberrings von Trichtingen bekannt.[7] Er steckte in der Wand eines Drainage-Grabens, ungefähr 60 cm unter der Oberfläche und wog 6,7 kg. Seine Datierung ist umstritten, er wurde in die Spätlatènezeit (1. Jahrhundert v. Chr.) eingeordnet. Man vermutet, dass er im Rahmen einer Opferkulthandlung deponiert wurde.[8] Während die Gestaltung des Ringes auf Einflüsse aus dem Donauraum, nach Thrakien oder gar Persien weisen, deuten Vergleichsfunde auf eine Herstellung in Gallien. Der Ring ist heute im Landesmuseum Württemberg ausgestellt.

1976 gab die Deutsche Bundespost eine 50-Pfennig-Wertmarke mit dem Motiv des Rings heraus. Sie trug die Aufschrift: Silberring. Halsring von Trichtingen. Abzeichen eines keltischen Fürsten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Epfendorf liegt an der Bundesstraße 14 und an der Gäubahn (Stuttgart–Singen), ist derzeit aber ein Bahnhof ohne Personenverkehr. Der Bahnhof Epfendorf dient jedoch weiterhin als Betriebsbahnhof, wo unter anderem die Intercitys von Stuttgart nach Zürich kreuzen. Neben dem Bahnhof Epfendorf existiert ebenfalls ein Bahnhof ohne Personenverkehr im eingemeindeten Talhausen. Trichtingen besitzt - initiiert durch den Verein Landleben e. V. - seit Sept. 2017 ein Mitfahrbänkle, das durch ein Hinweisschild mit grünem Daumen, Mitfahrgelegenheiten in Richtung Oberndorf und Bochingen vermittelt.[9]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über zwei Grundschulen, die jeweils im Ortsteil Trichtingen und Epfendorf stehen. Alle weiter führenden Schulen stehen in den nahe gelegenen Städten Oberndorf und Rottweil zur Verfügung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Webseite der Gemeinde Epfendorf.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 515 f.
  4. http://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/pforzheim/?sword_list[]=pforzheim&sword_list[]=boch&sword_list[]=wahl&no_cache=1
  5. http://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/epfendorf/?sword_list[]=der&no_cache=1
  6. Premiere. In: Schwarzwälder Bote. 28. April 2015.
  7. Franz Fischer, Bernhard Rüth: Der Silberring (weiterer Titel: Precaria Perahtoldi. Zur Ersterwähnung Trichtinges (793)). Epfendorf 1993.
  8. R. Rademacher: Erste Siedlungsspuren und Altsiedelräume. In: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Der Landkreis Rottweil. 2. Auflage. Band 1. Ostfildern 2004, ISBN 3-7995-1365-5, S. 102.
  9. Trichtingen hat nun ein Mitfahrbänkle. In: Schwarzwälder Bote Ausgabe R 2 183. Jg. (2017) Nr. 223.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Epfendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien