Denkmal für die ermordeten Juden Europas

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Holocaust-Mahnmal in Berlin, 2006
Geräuschkulisse bei einem Gang durch das Denkmal

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Mahnmal, in der historischen Mitte Berlins erinnert an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden.

Das Mahnmal, das von Peter Eisenman entworfen wurde, besteht aus 2711 quaderförmigen Beton-Stelen. Es wurde zwischen 2003 und Frühjahr 2005 auf einer rund 19.000 m² großen Fläche südlich des Brandenburger Tors errichtet. Am 10. Mai 2005 feierlich eingeweiht, ist es seit dem 12. Mai 2005 öffentlich zugänglich. Im ersten Jahr kamen über 3,5 Millionen Besucher.

Betreut wird das Mahnmal und der zugehörige Ort der Information von der im Jahr 2000 gegründeten Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die auch als Bauherrin auftrat. Die Stiftung betreut außerdem das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas sowie den Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde.

Lage

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas liegt im Westen des Bezirks Mitte, südlich des Brandenburger Tores, auf einer annähernd rechteckigen Fläche von 19.000 m² zwischen der Behrenstraße im Norden, der Cora-Berliner-Straße im Osten, der Hannah-Arendt-Straße und der Ebertstraße im Westen. Das Areal gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg zu dem Gebiet der sogenannten Ministergärten. Auf dem Gelände stand die Stadtvilla von Joseph Goebbels; deren Bunker, der zuletzt bei der Schlacht um Berlin als Gefechtsstand der SS-Division „Nordland“ gedient hatte, kam bei den Bauarbeiten am Denkmal wieder ans Licht und wurde nach einer Dokumentation im Erdreich versiegelt.[1][2] Zwischen 1961 und 1989 lag das Areal im unbebauten Geländestreifen direkt östlich der Berliner Mauer, dem sogenannten „Todesstreifen“ als Teil der Grenzsicherungsanlagen.[3]

Aufbau

Blick von Süden auf das Mahnmal
Ein Gang des Holocaust-Mahnmals mit welligem Boden

Auf der gewellten Grundfläche wurden 2711 – zwischen 0,5° und 2° geneigte – quaderförmige Stelen in parallelen Reihen aufgestellt (54 Nord-Süd- und 87 Ost-West-Achsen). Bei identischem Grundriss (2,38 m × 95 cm) weisen die Stelen unterschiedliche Höhen auf, zwischen ebenerdig (112 Stück im Gehweg) und 4,7 Meter. Ursprünglich waren von den nicht-ebenerdigen Stelen 367 niedriger als ein Meter, 869 hatten Höhen von ein bis zwei Metern, 491 Stelen waren zwischen zwei und drei Metern hoch, 569 Stelen hatten eine Höhe zwischen drei und vier Metern und 303 waren größer als vier Meter. Die schwerste Stele wiegt etwa 16 Tonnen.[4] Am Rand des Stelenfeldes befinden sich 41 Bäume. Die gepflasterte rund 19.000 m² große Bodenfläche führt unter das Niveau der umgebenden Straßen.[5] Die gleichmäßig 95 Zentimeter breiten Wege zwischen den Stelen sind für die Besucher voll begehbar, bieten allerdings nicht genügend Platz, um zu zweit nebeneinander zu gehen. Dreizehn Wegeachsen sind für Gehbehinderte und Rollstühle geeignet und besonders gekennzeichnet.

In einem mehrstufigen Verfahren sind die Stelen speziell oberflächenbehandelt, um eine einfache Entfernung von Graffiti zu gewährleisten. Die Zahl von ursprünglich 4000 Stelen wurde bei späteren Änderungen des Konzepts auf 2711 verringert und hat nach Auskunft der Denkmalstiftung keine symbolische Bedeutung.[5] Seit 2008 zeigen sich zunehmend Risse an den Stelen.

Eine unterirdische, 930 m² große Gedenkausstellung (Ort der Information) ergänzt den Komplex.[6] Sie besteht aus vier Ausstellungsräumen (778 m²), zwei Vortragsräumen (106 m²) und einem Buchladen (46 m²).[5] An Computerstationen sind rund vier Millionen Namen jüdischer Holocaustopfer einsehbar; die Datenbank basiert auf dem Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland und der Zentralen Datenbank der Namen der Shoah-Opfer der Gedenkstätte Yad Vashem.

Panorama des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, 2006

Geschichte

Planungen und Entwürfe

Das Mahnmal im Bau, März 2004

Im Jahr 1988 regte die Publizistin Lea Rosh den Bau des Denkmals an. Die Idee dazu hatte ihr der Historiker Eberhard Jäckel bei einem gemeinsamen Besuch der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem unterbreitet.[7] Ein Förderkreis wurde gegründet, und der Vorschlag fand zunehmend Unterstützung, auch in Form von Spenden.

Im Mai 1994 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, getragen vom Land Berlin, der Bundesrepublik Deutschland und dem Förderkreis, bei dem 528 Arbeiten eingereicht wurden. Die Jury unter Vorsitz von Walter Jens traf keine eindeutige Entscheidung, sondern vergab zwei erste Preise an die Entwürfe von Simon Ungers und eine Künstlergruppe um Christine Jackob-Marks. Die Vertreter des Landes, des Bundes und des Förderkreises favorisierten schließlich den Entwurf von Jackob-Marks: eine 20.000 m² große schiefe Betonebene mit eingemeißelten Namen der Opfer. Bundeskanzler Helmut Kohl lehnte den Entwurf jedoch im Juni 1995 ab.

Im Juli 1997 wurden erneut Entwürfe von 25 Architekten und Bildhauern zu dem Projekt eingeholt, das nicht den Charakter einer zentralen Gedenkstätte erhalten sollte. In der Aufgabenbeschreibung dazu hieß es: „Das Denkmal kann und soll nicht die Aufgabe einer Gedenkstätte wahrnehmen, sondern soll die vorhandenen Gedenkstätten an historischen Orten der NS-Verbrechen ergänzen und ihnen zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen. Gegenüber der Informations- und Dokumentationsaufgabe einer Gedenkstätte richten sich das Denkmal und der Ort der Erinnerung an die kontemplative und emotionale Empfänglichkeit des Besuchers“.[8]

Die Findungskommission sprach sich für den aus einem Stelenfeld bestehenden Vorschlag des New Yorker Architekten Peter Eisenman und des New Yorker Bildhauers Richard Serra sowie einen Entwurf von Gesine Weinmiller aus; von den Auslobern wurden noch je ein Entwurf von Jochen Gerz und Daniel Libeskind in die Diskussion eingebracht. Während Lea Rosh den Gerz-Entwurf und der Berliner Kultursenator den Libeskind-Entwurf favorisierte, trat Bundeskanzlers Kohl für den Eisenman/Serra-Entwurf ein, der jedoch eine Überarbeitung anregte: das Denkmal sollte von einem Grüngürtel eingefasst werden, die Stelen sollten einen größeren Abstand erhalten und es sollten Inschriften angebracht werden.[8]

Nachdem Kulturstaatsminister Michael Naumann als scharfer Kritiker des geplanten Denkmals seinen Gegenvorschlag dazu vorgebracht hatte, der die Errichtung eines Museums beinhaltete,[9] überarbeitete Eisenman seinen Entwurf nochmals und ergänzte ihn durch ein „Haus der Erinnerung“ in einer 115 m langen Randbebauung.[10]

Die Mahnmalinitiatorin Lea Rosh hatte mehrfach Kontroversen mit verschiedenen jüdischen Vertretern, die ihr oder ihrem Vorhaben kritisch gegenüberstanden, unter anderm mit Julius H. Schoeps.[11] Ihr wurde darüber hinaus vorgeworfen, inhaltliche Kritik und Verbesserungsvorschläge „als versteckte Verhinderung des ganzen Projekts“[12] sowie „uneinsichtige Kritiker als Antisemiten … zu diffamieren“.[13]

„Natürlich ist es wichtig, daß die Juden zustimmen können, aber die Auslober sind der Bund, das Land und wir. Ich habe dem damaligen Vorsitzenden des Zentralrats, Heinz Galinski, gesagt: 'Halten Sie sich da raus, die Nachkommen der Täter bauen das Mahnmal, nicht die Juden. Aber es wäre schön, wenn Sie nicken könnten.' Galinski sagte, er werde nicken.“

Lea Rosh: Holocaust-Rezeption und Geschichtskultur.[14]

Beschluss und Bau

Am 25. Juni 1999 debattierte der Deutsche Bundestag ausführlich über den Bau des Denkmals. Anträge, das Mahnmal nicht zu bauen und die finanziellen Mittel statt dessen für andere NS-Gedenkstätten beziehungsweise für den Bau einer Jüdischen Universität in Berlin zu verwenden, fanden keine Mehrheit, ebenso wenig wie der Vorschlag des SPD-Abgeordneten Richard Schröder für einen von ihm angeregten Denkmals-Entwurf. Der Antrag, das Mahnmal über die ermordeten Juden hinaus allen Opfern der NS-Herrschaft zu widmen, wurde abgelehnt. Beschlossen wurde der Bau des Denkmals, ergänzt durch einen unterirdischen Ort der Information nach dem modifizierten Eisenman-Entwurf, mit einer Mehrheit von 312 gegen 207 ablehnende Stimmen, wobei die Abgeordneten bei allem Abstimmungen nicht in geschlossenen Fraktionen votierten.[15]

Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem erklärte sich im Jahr 2000 bereit, eine Liste aller Namen der bekannten jüdischen Holocaust-Opfer für den Ort der Information zur Verfügung zu stellen.

Die Bundesrepublik übertrug mit Gesetz vom 17. März 2000 den Bau und die Unterhaltung des Denkmals einer neu gegründeten Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, deren erster Vorsitzender Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wurde. Leiter der Stiftung ist der Historiker Uwe Neumärker,[16]

Der Bau wurde am 1. April 2003 begonnen und im Oktober 2003 unterbrochen, als bekannt wurde, dass für den Bau der Fundamente und der Stelen ein Anti-Graffiti-Schutz der Degussa AG beauftragt werden sollte. Die Degussa-Tochter Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch) hatte während der Zeit des Nationalsozialismus das Giftgas Zyklon B hergestellt, das in den Konzentrationslagern zur Ermordung von Juden eingesetzt wurde. Dass Lea Rosh ohne weitere Rücksprachen Degussa vom Bau des Denkmals ausschließen wollte, sorgte für einen Eklat. Viele Kritiker, einschließlich des Architekten Eisenman,[17] warfen ihr vor, dies nur aufgrund persönlicher Eitelkeit getan zu haben, und brachten vor, dass gerade Degussa ihre Vergangenheit vorbildlich aufgearbeitet habe. Degussa konnte auch nachweisen, dass sie über eine Tochterfirma bereits einen Betonverflüssiger für das Denkmal geliefert hatte – was bei einem Ausschluss den Abbruch der bisher gelieferten Stelen notwendig gemacht hätte. Am 13. November 2003 beschloss das Kuratorium der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas den Weiterbau mit weiterer Beteiligung der Degussa.

Am 12. Juli 2004 war der Rohbau des Ortes der Information fertiggestellt, inzwischen stand rund die Hälfte der insgesamt 2711 Stelen. Ein Teil des Stelenfeldes war erstmals für die Öffentlichkeit begehbar.

Eröffnung

Am 15. Dezember 2004 wurde mit einem öffentlichen Festakt die letzte der insgesamt 2711 Betonstelen aufgestellt. In der Folgezeit pflanzte man die Nadelbäume. Anschließend begann die Einrichtung der von Dagmar von Wilcken gestalteten Ausstellung im Ort der Information aufgebaut, die zusammen mit dem Denkmal am 10. Mai 2005 feierlich eröffnet wurde.

Veranstaltungen

Am 9. Mai 2008 fand anlässlich des dritten Jahrestages der Eröffnung des Holocaustdenkmals ein Konzert statt. Das eigens für diesen Anlass komponierte Werk Vor dem Verstummen von Harald Weiss wurde mitten im Stelenfeld von Musikern des Kammersymphonieorchesters Berlin unter der Leitung des Dirigenten Lothar Zagrosek vor Tausenden Besuchern welturaufgeführt. Die Hörer hatten je nach Standort im Stelenfeld ein anderes Klangerlebnis. Mit jedem Schritt durch das Denkmal veränderte sich der Musikeindruck, hier war das eine, dort ein anderes der 24 Instrumente zu hören, dort wieder die Sängerin. Wegen des großen Aufwands konnte das Konzert nur ein einziges Mal gespielt werden. Seit 2013 existiert dieses Konzert als virtuelle Rekonstruktion auf einer Smartphone-App. Dazu wurden mit Unterstützung des Rundfunks Berlin Brandenburg alle 24 Musikinstrumente sowie der Gesang im Dezember 2012 in einem speziell entwickelten Verfahren neu aufgenommen.[18]

Vandalismus

Am 23. August 2008 wurden mehrere Säulen mit insgesamt elf Hakenkreuzen beschmiert. Es handelt sich um die größte Beschädigung des Denkmals seit 2005.[19] Generell scheint der Vandalismus am Denkmal aber kein Problem zu sein.[20]

Baumängel

Risse am Mahnmal, 2008

Die Stelen sind hohl, um die Herstellungskosten und das Gewicht gering zu halten. Ihre Wandstärke beträgt rund 15 cm. Außerdem wurde bei Stelen, die bis zwei Meter hoch sind, im Vertrauen auf die gewählte Betonrezeptur auf eine innere Stahlbewehrung verzichtet. Bereits nach drei Jahren zeigten sich aber an rund 50 Prozent der Stelen Risse. Zur Feststellung der Ursache wurden Gutachten in Auftrag gegeben, so zunächst durch die Stiftung und dann – auch zur Beweissicherung für eine etwaige Gewährleistungshaftung – durch das Landgericht Berlin.[21] Zu den bisher bekannten Ergebnissen gehört, dass es im Innern der Stelen an der sonnenzugewandten Seite zu Temperaturen von bis zu 80 °C kommt, während die andere Seite deutlich kühler bleibt, was zu Materialspannungen führt.[4]

Ohne Hinweis an die Öffentlichkeit wurden in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember 2010 zwei beschädigte Stelen aus dem Denkmal entfernt und in das Institut für Bauforschung (IBAC) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen verbracht. Eine davon wurde dort zur Untersuchung zerlegt, die andere im Frühjahr 2011 wieder in das Denkmal eingesetzt, sodass das Denkmal seither nur noch aus 2710 Stelen besteht.[4] Nach einem Bericht des Tagesspiegels waren im Jahr 2012 bereits 23 Stelen mit Stahlmanschetten gesichert und die „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ habe mitgeteilt, dass jede siebte Stele ein Sicherungskandidat sei.[22] 2014 zeigten sich mittlerweile weit über 2200 Stelen von Rissen durchzogen. Die Zahl der mit Manschetten gesicherten Stelen ist auf fast 50 erhöht, weitere 380 Manschetten sind bestellt. Die zu erwartenden Sanierungskosten werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.[4][23]

Kosten

Für den Bau des Denkmals wurden 27,6 Millionen Euro aus Mitteln des Bundeshaushalts ausgegeben: 14,8 Millionen Euro für das Stelenfeld, 10,5 Millionen Euro für den Bau des Ortes der Information und 2,3 Millionen Euro für den Ausstellungsbau.[5] Das Grundstück mit einem Wert von ca. 40 Millionen Euro stellte der Bund als Eigentümer des ehemaligen Mauerstreifens zur Verfügung.[24] Bis 2005 wurden davon etwa 900.000 Euro durch Spenden von Privatpersonen aufgebracht.[7]

Die Stiftung, die das Denkmal trägt und die Öffentlichkeitsarbeit leistet, verfügt über einen Jahresetat von 3,124 Millionen Euro (Stand 2012), die aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers finanziert werden.[25] Wolfgang Thierse trat im Juni 2006 von seinem Posten als Vorstandsvorsitzender der Denkmalstiftung zurück, weil er diesen Etat für unterfinanziert hielt. Er forderte eine Erhöhung des Etats und eine organisatorische Zusammenführung mit anderen Gedenkstätten.

Deutungsansätze

Im ursprünglichen Entwurf von Eisenman/Serra waren die Stelen keine themenbezogenen Symbole, es sollte vielmehr ein individuell erfassbares Erfahrungsfeld in einer „Zone der Instabilität“ entstehen.[8] „Das Ausmaß und der Maßstab des Holocaust machen jeden Versuch, ihn mit traditionellen Mitteln zu repräsentieren, unweigerlich zu einem aussichtslosen Unterfangen. […] Unser Denkmal versucht, eine neue Idee der Erinnerung zu entwickeln“[26] „This is a place of no meaning“ (‚Es ist ein Ort ohne bestimmte Bedeutung‘).[27]

Im Laufe der Diskussion wurde die zunächst abstrakte Rolle der Stelen zunehmend mit interpretierenden Inhalten gefüllt,[28] zum Beispiel sollten die Stelen an Grabsteine oder Sarkophage bzw. an die Asche der verbrannten Juden erinnern, die meistens in Gewässer oder in Gruben geworfen wurde. Der Förderkreis um Lea Rosh deutet die Stelen als Kenotaphe und vergleicht sie mit Kriegerdenkmälern und Soldatenfriedhöfen: Das sei nötig, weil die meisten ermordeten Juden kein eigenes Grab hätten.[29] Die Stiftung sieht in der kaum merklichen Neigung der Pfeiler und dem scheinbar schwankenden Boden die Möglichkeit, ein „Gefühl der Verunsicherung“ zu erzeugen.

Auch Peter Eisenman selbst trug mit den Bildern vom „wogenden Weizenfeld“ und der „bewegten Meeresoberfläche“ zur Bedeutungsgebung bei.[30]

Kritik

Konzeption

Der Historiker Reinhart Koselleck monierte, dass in der Gedenkstätte in der Neuen Wache in Berlin für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaf mit diesem Widmungstext die ermordeten Juden in eine „Opfergemeinschaft“ mit den Tätern gestellt worden seien. Das Denkmal für die ermordeten Juden, das als Folge der Kritik an der Gedenkstätte „Neue Wache“ errichtet werden soll, wäre nach Koselleck eine „erzwungene Konzession … nur der Juden zu gedenken und nicht der Milllionen anderer umschuldiger Ermordeter“. Für diesen Ausschluss machte er Lea Rosh und den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland Ignatz Bubis verantwortlich.[31] Daraufhin verwies Bubis auf den Umstand, dass der Förderkreis von Nichtjuden getragen sei und er wie die meisten Juden dieses Denkmal für ihre Trauer nicht benötigt:

„Es ist Sache der Nichtjuden, ob sie in der deutschen Hauptstadt ein Mahnmal für das ermordete europäische Judentum errichten wollen oder nicht. Der Zentralrat ist deshalb auch nicht Mitglied des Förderkreises und weder in der Jury noch in einem anderen Gremium vertreten.“

Ignatz Bubis: Holocaust-Mahnmal: Eine Replik auf Reinhart Koselleck. Wer ist hier intolerant? [32]

Koselleck sah als Folge eines Denkmals für die ermordeten Juden die Notwendigkeit, auch anderen Opfergruppen, die ebenfalls im Holocaust ihr Leben ließen, eigene Denkmäler zu errichten.[31]

Jan Philipp Reemtsma sieht Mahnmale als „Demonstrationen kollektiver Emotionen“, an denen nicht irgendwelche Einsichten vermittelt werden könnten. Von diesem Standpunkt aus stellte er beim Holocaust-Mahnmal die bislang ungeklärte Frage nach der „fundierenden Emotion“; er selbst nannte dazu als Angebote die Trauer, das Schuldempfinden, die Scham und den Schrecken, wobei er nur diese letzte Emotion als tragfähige Grundlage für das Holocaust-Gedenken sieht. Da ein gemeinsames Denkmal für alle Opfer keine Chance auf Realisierung hatte, forderte er ein eigenes für jede Opfergruppe.[33] In der Folge wurden ein Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen sowie ein Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in der Hauptstadt errichtet.[34]

Ursprünglich gab es Überlegungen, das Mahnmal auf dem Gelände der ehemaligen Gestapo-Zentrale zu errichten, was aber vom Berliner Senat zugunsten des Aufbaus der Gedenkstätte „Topographie des Terrors“ abgelehnt wurde.[13][35]

Die Vertreter der KZ-Gedenkstätten wandten sich zu Beginn der Planungen gegen eine „Zentralisierung des Gedenkens“ mit der Befürchtung, das Gedenken an den „authentischen Orten“ werde dadurch abgewertet.[12] Des öfteren wurde auch gefordert, auf das Mahnmal zu verzichten und die finanziellen Mittel den bestehenden unterfinanzierten Gedenkstätten zukommen zu lassen.[13] Auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, der letztendlich dem Mahnmal zustimmte, hätte ein dezentrales Gedenken an bestehenden Gedenkstätten vorgezogen, „denn das Grauen selber fand auch dezentral statt“. Seinen vielzitierten und kritisierten Wunsch, das Denkmal möge ein Ort sein, an den man gerne geht, konkretisierte er später in einem Interview: „Ich möchte nicht, daß da Schulklassen hingeschleppt werden, weil es sich so gehört. Vielmehr solle man hingehen, weil man das Bedürfnis hat, sich zu erinnern und auseinanderzusetzen.“[36]

Form, Größe, Herstellungskosten und Ort

In der Öffentlichkeit gab und gibt es kontroverse Diskussionen um Form, Größe und Herstellungskosten des Denkmals.

Michael Naumann war schon vor seiner Zeit als Kulturstaatsminister ein scharfer Kritiker des Holocaust-Mahnmals, das er wegen der Monumentalität „mit der Architektur von Hitlers Baumeister Albert Speer verglichen“ hatte.[37] In der minimalistischen Abstraktion sah er die „Manifestation eines verständlichen Fluchtbedürfnisses, weg von der Geschichte […] hin zur Abstraktion.“ Nach zwei oder drei Generationen werde die Geschichte nicht mehr verstanden. Statt dessen plädierte er für ein Museum als „Denk-Stätte“, um die Geschichte des Holocausts auf didaktisch rationale Weise zu vermitteln: „Ein Museum kann auch Mahnmal sein.“[38]

Der Publizist Henryk M. Broder gehört zu den prominenten Kritikern des Denkmals. In einer Folge der satirischen Fernsehreihe Entweder Broder – Die Deutschland-Safari sprach er 2010 von Geldverschwendung: Mit dem bereitgestellten Geld hätte man „vielen Überlebenden [des Holocausts], die heute in Polen, Tschechien und woanders am Existenzminimum leben, wirklich helfen können“. Seine Positionen unterstrich er auch in Essays.[39]

Auch im Rahmen der „Walser-Bubis-Kontroverse“ war das Mahnmal Thema. Der Schriftsteller Martin Walser bezeichnete es 1998 in der Frankfurter Paulskirche als „fußballfeldgroßen Alptraum im Herzen der Hauptstadt“, „Kranzabwurfstelle“ und „Monumentalisierung der Schande“.[40][41][42] Nach der Fertigstellung äußerte er sich allerdings positiv zum Denkmal. Spiegel-Gründer Rudolf Augstein wandte sich 1998 in einem Debattenbeitrag gegen das „Schandmal“, das „gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet“ sei, und schrieb, dieses Mahnmal schaffe „Antisemiten, die vielleicht sonst keine wären“.[43] Tobias Jaecker kritisierte diese Äußerung, weil damit Juden selber die Schuld am Antisemitismus unterstellt werde.[40]

Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen gehörte 1998 aus grundsätzlichen Erwägungen zu den Kritikern; er fürchtete, Berlin könne dadurch zu einer „Hauptstadt der Reue“ werden.[13] Der Vorsitzende der AfD Thüringen Björn Höcke hielt im Januar 2017 eine weithin als unangemessen bewertete Rede im Ballhaus Watzke in Dresden, bei der er das Holocaust-Mahnmal als ein „Denkmal der Schande“ bezeichnete und eine erinnerungspolitische Wende in Deutschland forderte.[44]

Werbeaktionen

Die Art und Weise der Werbung für die Neuerrichtung eines Mahnmals, das in Deutschland angesichts einer Vielzahl authentischer Holocaust-Gedenkstätten völlig unnötig sei, wurde kritisiert. Spektakuläre Werbeaktionen durch die Initiative von Lea Rosh hätten andere Mahnmale in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zurückfallen lassen. Rosh hatte unter anderem in einer Telefonwerbeaktion eine 0190er Rufnummer schalten lassen und die Kampagne erst nach heftigen Protesten eingestellt.[45]

Auch eine Plakataktion unter dem Slogan „Den Holocaust hat es nie gegeben“ und die Ankündigung von Rosh bei der Einweihungsveranstaltung, sie werde zur Authentisierung einen von ihr in der Gedenkstätte Vernichtungslager Belzec aufgefundenen Backenzahn in einer der Stelen des Denkmals einbetonieren lassen, führten zu Kontroversen.[46] Lea Rosh wurde der unmittelbaren Verantwortung für das Denkmal enthoben.[47]

Stadtentwicklung

Das Mahnmal im Stadtbild; vor dem Reichstagsgebäude
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Anfänglich hatte der Berliner Senat dem Vorhaben merklichen Widerstand entgegengesetzt, weil ein stadtplanerisches Hindernis an zentraler Stelle befürchtet wurde. Mit dem Umzug des Deutschen Bundestags 1999 von Bonn nach Berlin wurden zunehmend Teile der Planungsaufgaben für den Stadtraum um das Reichstagsgebäude an den Bund übertragen und der Widerstand so umgangen.

Satireprojekt Yolocaust

Shahak Shapira stellte im Januar 2017 für eine Woche das Projekt Yolocaust als kritische Reflexion über den alltäglichen Umgang mit dem Denkmal online.[48] Hierzu kombinierte er im Internet verfügbare Selfies, die am Mahnmal geschossen wurden, mit historischen Fotos von Konzentrationslagern und Massengräbern. Das Projekt wurde medial stark rezipiert. Bei der Präsentation äußerte Shapira laut rbb: „Dieses Projekt widme ich meinem Lieblings-Neonazi, Bernd Höcke.“[49]

Positive Kritik und Erfolg

Eine Architekturkritik beschreibt eine erstaunliche Akustik, die die städtische Umgebung beim Eintreten in die schmalen Wege schnell zurücktreten lässt und ein Spannungsfeld zwischen geometrisch-strenger Form und vielfältigen und metaphorischen Assoziationen entstehen lasse. Dies mache einen Besuch des Stelenfelds zum Event, zur unmittelbaren Erfahrung, die eine inhaltliche Auseinandersetzung überlagere.[50]

Das Kunstwerk wurde im Ansturm der ersten Monate stark frequentiert und bereits kurz nach der Eröffnung aktiv in das Berliner Stadtleben – insbesondere bei Jugendlichen – und den Berlin-Tourismus einbezogen.[51] Im ersten Jahr besuchten 3,5 Millionen Menschen das Stelenfeld und über eine halbe Million den Ort der Information;[35][52] dieser gehörte 2012 mit rund 470.000 Besuchern zu den zehn meistfrequentierten Museen und Gedenkstätten in Berlin.[53]

Kia Vahland würdigte Anfang 2017 die Erinnerungskultur in Deutschland mit der Meinung, eine Nation finde sich nicht im Heroischen, im Vergessen und Verdrängen, sondern im Selbstzweifel.[54]

Das Holocaust-Mahnmal erhielt 2006 die Auszeichnung der US-Zeitschrift Travel and Leisure im Bereich „Kulturbauten/Kulturelle Räume“, im gleichen Jahr den zweiten Platz beim „Globe Award for Best Worldwide Tourism Project“ der „British Guild of Travel Writers“ und 2007 den „Institute Honor Award for Architecture“ des American Institute of Architects, der als höchste Anerkennung für Architektur in den USA gilt.[55][56]

Verwandte Formgebungen

Garten des Exils vor dem Jüdischen Museum Berlin

Im Garten des Jüdischen Museums in Berlin steht ein kleines Säulenfeld, das ebenfalls das Gefühl eines schwankenden Bodens vermittelt. Die Ähnlichkeit von Eisenmans Stelenfeld mit dem Garten des Exils des damals im Bau befindlichen Jüdischen Museums veranlasste dessen Architekten Daniel Libeskind zu Plagiatsvorwürfen, der Streit konnte aber beigelegt werden.

Ein ähnliches Feld bestehend aus 72 identischen Granitsäulen (je 4,5 m Höhe und 90 cm Breite) schuf die französische Künstlerin Aurélie Nemours unter dem Namen L'alignement du XXIe siècle seit den 1980er Jahren in einem Park der französischen Stadt Rennes; diese Anlage hat aber keinen inhaltlichen Bezug zur Holocaust-Problematik.

Siehe auch

Literatur

  • Daniel Baranowski u. a.; Stiftung Denkmal für die Ermordeten Juden Europas (Hrsg.): Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Ort der Information, mit einem Überblick zu Gedenkzeichen und historischen Informationen in der näheren Umgebung. In: DKV-Edition, Deutscher Kunstverlag DKV, Berlin / München 2010, ISBN 978-3-422-02235-5 (englisch unter dem Titel: Memorial to the Murdered Jews of Europe. Guide to the Information Centre, ISBN 978-3-422-02236-2).
  • Ute Heimrod (Hrsg.): Der Denkmalstreit – das Denkmal? Die Debatte um das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“. Eine Dokumentation. Philo Verlagsgesellschaft, Philio, Berlin / Wien 1999, ISBN 3-8257-0099-2 (1300 Seiten starke Sammlung von öffentlichen Diskussionsbeiträgen auf dem Weg zum Denkmal, inkl. einer Dokumentation der Wettbewerbsentwürfe).
  • Jan-Holger Kirsch: Nationaler Mythos oder historische Trauer? Der Streit um ein zentrales „Holocaust-Mahnmal“ für die Berliner Republik. In: Beiträge zur Geschichtskultur Band 25, Böhlau, Wien / Köln / Graz 2003, ISBN 3-412-14002-3, doi:10.14765/zzf.dok.1.1.v1.
  • Claus Leggewie, Erik Meyer: Ein Ort, an den man gerne geht. Das Holocaust-Mahnmal und die deutsche Geschichtspolitik nach 1989. Hanser, München / Wien 2005, ISBN 3-446-20586-1.
  • Hans-Ernst Mittig: Gegen das Holocaustdenkmal der Berliner Republik. Kramer, Berlin 2005, ISBN 3-87956-302-0.
  • Lea Rosh, Eberhard Jäckel: Die Juden, das sind doch die anderen. Der Streit um ein deutsches Denkmal. Philo, Berlin / Wien 1999, ISBN 3-8257-0127-1.
  • Karen Rebhahn: Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin: Konzeptionelle Entwicklung und stilistische Mittel, VDM, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-639-28313-6.
  • Christian Saehrendt: Information beeindruckt mehr als Kunst. Eine Umfrage unter Schülern nach deren Besuch des Holocaustmahnmals. In: FAZ, 23. Januar 2007.
  • Joachim Schlör, Jürgen Hohmuth (Fotos), Paul Aston (Übersetzer): Denkmal für die ermordeten Juden Europas / Memorial to the murdered Jews in Europe. 2. Auflage Prestel, München / Berlin / London / New York, 2008 (Erstausgabe 2005), ISBN 978-3-7913-4028-9 (deutsch und englisch).
  • Hans-Georg Stavginski: Das Holocaust-Denkmal. Der Streit um das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ in Berlin (1988–1999). Schöningh, Paderborn / München / Wien / Zürich 2002, ISBN 3-506-78635-0 (zugleich Dissertation an der Freien Universität Berlin 2001).
  • Holger Thünemann: Holocaust-Rezeption und Geschichtskultur. Zentrale Holocaust-Denkmäler in der Kontroverse. Ein deutsch-österreichischer Vergleich. In: Schriften zur Geschichtsdidaktik. Band 17, Schulz-Kirchner, Idstein 2005, ISBN 3-8248-0381-X (zugleich Dissertation an der Universität Münster (Westfalen) 2004/2005).
  • Karen E. Till: The New Berlin. Memory, Politics, Place. University of Minnesota Press, Minneapolis, MN 2005, ISBN 978-0-8166-4011-9.
  • Heidemarie Uhl: Going underground. Der „Ort der Information“ des Berliner Holocaust-Denkmals. In: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 5 (2008), S. 452–462.

Weblinks

 Commons: Denkmal für die ermordeten Juden Europas – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Maik Kopleck: Berlin 1933–1945. 4. Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2006 ISBN 978-3-86153-326-9, S. 9, 26–27.
  2. Stefanie Endlich: „Kontaminiert“ von der deutschen Geschichte. 10. Beitragsfolge zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In: kunststadt stadtkunst 51, 2004, S. 10–11.
  3. Maik Kopleck: Berlin 1945–1989. 2. Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2006 ISBN 978-3-86153-375-7, S. 8.
  4. a b c d Thorsten Schmitz: Kaputt – Wieso erfährt drei Jahre lang kein Mensch, dass hier eine Stele fehlt? In: Süddeutsche Zeitung Nr. 117, 22. Mai 2014, S. 3 (Kurzfassung)
  5. a b c d Informationsblatt der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Memento vom 1. Januar 2011 im Internet Archive)
  6. Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Ort der Information.
  7. a b Artikel in: SZ-Magazin 17/2005
  8. a b c Stefanie Endlich: Realisieren um jeglichen Preis? Zum geplanten Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In: kunststadt stadtkunst 43, 1998, S. 9–10.
  9. Interview mit Michael Naumann. In: Der Tagesspiegel, 21. Dezember 1998.
  10. Stefanie Endlich: Pädagogik als Kalkül? 4. Zum geplanten Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In: kunststadt stadtkunst 45, 1999, S. 10–11.
  11. J.-H. Kirsch: Nationaler Mythos oder historische Trauer? 2003, S. 161.
  12. a b Stefanie Endlich: „Less is more“. Zur Diskussion um das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In: kunststadt stadtkunst 42, 1997, S. 15–19.
  13. a b c d Stefanie Endlich: Wahlkampf, Versteckspiele und die Frage nach Alternativen. Zum geplanten Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In: kunststadt stadtkunst 44, 1998, S. 8–9.
  14. Lea Rosh: Holocaust-Rezeption und Geschichtskultur. In: Holger Thünemann: Zentrale Holocaust-Denkmäler in der Kontroverse: ein deutsch-österreichischer Vergleich. Schulz-Kirchner Verlag, 2005.
  15. Plenarprotokoll des Deutschen Bundestages vom 25. Juni 1999 (PDF)
  16. Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Gründung der Stiftung abgerufen am 6. Dezember 2013
  17. Geisel der Geschichte. In: Die Zeit, 30. Oktober 2003
  18. Virtuelles Konzert im Holocaust-Mahnmal. (Memento des Originals vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bz-berlin.de In: B.Z., 5. August 2013
  19. Berliner Zeitung, 19. August 2008
  20. Philip Volkmann-Schluck: Holocaust-Mahnmal – Wenn jeder Stein mehr als tausend Worte sagt- In: Berliner Morgenpost, 10. Mai 2015
  21. Holocaust-Mahnmal: Schon jede zweite Stele mit Rissen. In: Die Welt, 22. Januar 2008
  22. Geheimsache Stelenriss. In Der Tagesspiegel, 28. April 2013
  23. Alles verwittert. In: Die Zeit Nr. 23, 28. Mai 2014, S. 46, Interview mit P. Eisenman dazu.
  24. tagesspiegel.de: Jede zweite Stele bröckelt
  25. Faktenblatt. Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
  26. Peter Eisenman über das Denkmal, 1998, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
  27. Artikel in: Peter Eisenman im Stelengang. In: FAZ, 16. August 2003
  28. Stefanie Endlich: Die Stele als Design-Prinzip. 7. Beitragsfolge zum Denkmal für Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In: kunststadt stadtkunst 48 (2001), S. 11.
  29. Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Warum ein Denkmal (nur) für die Juden?
  30. Stefanie Endlich: Irrungen – Wirrungen. 9. Beitragsfolge zum Denkmal für Denkmal für die ermordeten Juden Europas. In: kunststadt stadtkunst 50 (2003), S. 10–11.
  31. a b Reinhart Koselleck: Wer darf vergessen werden? Das Holocaust-Mahnmal hierarchisiert die Opfer. Die falsche Ungeduld. In: Zeit online, 19.März 1998
  32. Holocaust-Mahnmal: Eine Replik auf Reinhart Koselleck. Wer ist hier intolerant? In: Zeit Online, 2. April 1998
  33. Jan Philipp Reemtsma: „Wäre Trauer die Emotion, der Ausdruck verliehen werden sollte, müsste jeder Opfergruppe ein Mahnmal errichtet werden.“ (Die einzige Lösung. In: Die Zeit Nr. 25, 17. Juni 1999)
  34. Claudia Keller: Neues Mahnmal in Berlin: Eine Glaswand für die Euthanasie-Opfer. In: Der Tagesspiegel, 9. Juli 2013
  35. a b Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Geschichte des Denkmals.
  36. Eine offene Republik. In: Zeitonline.de, 4. Februar 1999.
  37. Die Debatte um das Holocaust-Mahnmal: Denkmal für Deutschland – Opfer geehrt, Schuldfrage beendet.
  38. „Ein Museum kann auch Mahnmal sein.“ In: tagesspiegel.de 21.Dezember 1998.
  39. Henryk M. Broder: Über dem Führerbunker, Berlin. In: Stephan Porombka, Hilmar Schmundt (Hrsg.): Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung heute. Claaßen, Berlin 2005.
  40. a b Tobias Jaecker: Die Walser-Bubis-Debatte: Erinnern oder Vergessen? In: hagalil.com. 11. Oktober 1998, abgerufen am 19. Januar 2017.
  41. Michael Brenner: 1998: Die Walser-Bubis-Kontroverse. In: Jüdische Allgemeine 15. November 2013.
  42. Karsten Luttmer: Die Walser-Bubis-Kontroverse. In: zukunft- braucht-erinnerung.de 5 April 2004, aktualisiert 20 August 2018.
  43. Rudolf Augstein: „Wir sind alle verletzbar“. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1998 (online).
  44. AfD – Höcke nennt Holocaust-Mahnmal „Denkmal der Schande“. In: deutschlandfunk.de. 18. Januar 2017, archiviert vom Original am 18. Januar 2017; abgerufen am 18. Januar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandfunk.de
  45. Claus Leggewie, Erik Meyer: Schalten Sie nicht ab! Gedenkstätten in der Ökonomie der Aufmerksamkeit. (Memento des Originals vom 20. Juni 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nzz.ch In: Neue Zürcher Zeitung, 9. August 2001
  46. Hartmut Ziesing: Lea Rosh vergräbt Backenzahn in Belzec, Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung, 20. Juli 2005. Schließlich gab Rosh den Backenzahn, den sie vor 17 Jahren mitgenommen hatte, dem Konzentrationslager Belzec zurück. Kritisiert wurde der Termin der Zeremonie an einem Samstag, dem für orthodoxe Juden heiligen Shabbat, an dem keine Begräbnisse stattfinden dürfen.
  47. Jörg Lau: Scharfe Richterin. In: Die Zeit, 6. November 2003, Nr. 46
  48. dpa: Autor Shapira stellt „Yolocaust“-Aktion ein. In: FAZ.net. 27. Januar 2017, abgerufen am 27. Januar 2017.
  49. Deutsche Welle: „Yolocaust“ greift respektlose Mahnmal-Besucher an. In: dw.com. 19. Januar 2017, abgerufen am 20. Januar 2017.
  50. Stefanie Endlich: Harmonie und Dissonanzen. In: kunststadt stadtkunst 53, 2006, S. 25–26.
  51. Philip Volkmann-Schluck: Holocaust-Mahnmal – Wenn jeder Stein mehr als tausend Worte sagt- In: Berliner Morgenpost, 10. Mai 2015
  52. Begründung der AIA-Jury
  53. Nach wie vor steigende Besucherzahlen in den Berliner Museen. In: Art in Berlin, 20. Dezember 2012, abgerufen am 18. Mai 2014
  54. Kia Vehland: Keine Schande In: Süddeutsche Zeitung 21. Januar 2017.
  55. Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Geschichte des Denkmals.
  56. Begründung der AIA-Jury

Koordinaten: 52° 30′ 50″ N, 13° 22′ 44″ O