Esquièze-Sère

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Esquièze-Sère
Esquiesa e Cèra
Wappen von Esquièze-Sère
Esquièze-Sère (Frankreich)
Esquièze-Sère
Region Okzitanien
Département Hautes-Pyrénées
Arrondissement Argelès-Gazost
Kanton La Vallée des Gaves
Gemeindeverband Pyrénées Vallées des Gaves
Koordinaten 42° 53′ N, 0° 0′ OKoordinaten: 42° 53′ N, 0° 0′ O
Höhe 659–1.126 m
Fläche 1,52 km2
Einwohner 399 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 263 Einw./km2
Postleitzahl 65120
INSEE-Code

Esquièze-Sère (gaskognisch Esquiesa e Cèra) ist eine französische Gemeinde mit 399 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien; sie gehört zum Arrondissement Argelès-Gazost und zum Kanton La Vallée des Gaves.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esquièze-Sère liegt im Süden des Département Hautes-Pyrénées rund 40 km (Luftlinie) südsüdwestlich von Tarbes. Der Ort liegt mehrheitlich im Tal sowie am südwestlichen Abhang des Bergs Soum de la Moustayou. Esquièze liegt am Fluss Bastan, die anderen Ortsteile nahebei. Die gesamte Gemeinde befindet sich zudem im Nationalpark Pyrenäen und ist Teil der Region Lavedan und dessen Unterregion Vallée de Barège.

Die Gemeinde besteht aus den Orten Esquièze, Lanne und Sère, dem Weiler Lacaret und wenigen Einzelgehöften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im frühen Mittelalter wechselte die Herrschaft häufig (Westgoten, Basken, Franken, Sarazenen). Danach war der Ort jahrhundertelang unter der Herrschaft des Königreichs Aquitanien respektive des Herzogtums Gascogne. Von 900 bis 1609 gab es eine Grafschaft Bigorre innerhalb der vorgenannten Gebiete. Ein Untergebiet dieser Herrschaft war die Region Lavedan, der Esquièze-Sère zugehörig war. Im Hundertjährigen Krieg war Esquièze-Sère manchmal unter englischer, manchmal unter französischer Herrschaft. Von 1425 bis 1609 gehörte der Ort als Teil der Grafschaft Bigorre zur nur lose mit Frankreich verbundenen Grafschaft Foix. Weil der letzte Herrscher dieser Grafschaft, König Heinrich II. aus dem Hause Bourbon, 1589 den Thron von Frankreich (als Heinrich IV.) bestieg, waren die Orte der Region 1609 bis 1789 Krondomäne. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Argelès. Zudem war sie von 1793 bis 2015 Teil des Kantons Luz-Saint-Sauveur (1793–1962 unter dem Namen Kanton Luz). Mit Ausnahme der Jahre 1926 bis 1942 (Arrondissement Bagnères) war Esquièze-Sère seit 1801 verwaltungstechnisch Teil des Arrondissements Argelès-Gazost. Die beiden Ortsteile finden eine erste Erwähnung unter (Sère) Bernardus de Cera (1037/1040) respektive (Esquièze )Ezii Guilhermi de Squisa (im Kopialbuch von Bigorre im 12. Jahrhundert). Bis 1846 war der Gemeindeteil eine selbständige Gemeinde unter dem Namen Sère-Barèges (1836: 117 Einwohner).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1800 1851 1856 1866 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 250 251 413 395 433 405 562 487 465 503 443 500 464 418 383
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • romanische Dorfkirche Saint-Nicolas in Esquièze (12. Jahrhundert); seit 1979 ein Monument historique[1]
  • romanische Dorfkirche Saint-Jean-Baptiste aus dem 11. Jahrhundert in Sère; seit 1914 ein Monument historique[2]
  • Dorfbrunnen auf dem place de l’Arole
  • das sogenannte grande maison blanche (aus dem Jahr 1818) am place de l’Arole

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Esquièze-Sère – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kurze Beschreibung (französisch)
  2. kurze Beschreibung (französisch)