Europa-Universität Flensburg

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Europa-Universität Flensburg
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Gründung 1946
Trägerschaft staatlich
Ort Flensburg
Bundesland Schleswig-Holstein
Land Deutschland
Präsident Werner Reinhart
Studierende 5.711 (Herbstsemester 2017/18)[1]
Mitarbeiter 701 (Juli 2018)[1]
davon Professoren 90 (Juli 2018)[1]
Jahresetat 27,7 Mio. € (Jahr 2015)[1]
Website www.uni-flensburg.de
Das moderne Hauptgebäude der Universität

Die Europa-Universität Flensburg (EUF) im Flensburger Stadtteil Sandberg ist Deutschlands nördlichste Universität. Sie ist eine von zwei Europa-Universitäten in Deutschland und neben der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität zu Lübeck eine von drei Universitäten Schleswig-Holsteins.

Die Universität ging 1994 aus der 1946 gegründeten Pädagogischen Hochschule hervor und bündelt vor allem die Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein. Sie bietet Studiengänge in den Bereichen Lehramt und Bildungswissenschaften, interdisziplinäre Europawissenschaften, Transformation/Nachhaltigkeit und Wirtschaftswissenschaften an. Zu den Besonderheiten zählen deutsch-dänische Studiengänge in Kooperation mit der Syddansk Universitet in Sønderborg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Planungsüberlegungen zur Gründung einer Universität in den Herzogtümern Schleswig und Holstein sind seit Mitte des 16. Jahrhunderts überliefert.

Seit den 1620er Jahren verfolgten die beiden Landesherren, der dänische König Christian IV. sowie Herzog Friedrich III. zusammen, das Ziel, eine protestantische Hochschule in Flensburg zu gründen. Als der Flensburger Bürger Hans Marquartzen schließlich die Stiftung von Geld- und Sachspenden versprach, war die Gründung einer solchen „Christian und Friedrich Universität“ im Jahr 1632 in greifbare Nähe gerückt. Doch der Dreißigjährige Krieg, dem bald die teilweise Zerstörung der Stadt folgte, machte den Plänen ein Ende. Testamentarisch bat Friedrich III. seinen Sohn Christian Albrecht die Gründung aber dennoch weiter voranzutreiben.[2][3] Als Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf 1652 das kaiserliche Privileg erlangte, eine Universität zu gründen, verhandelte er zunächst auch mit Flensburg. Da die Stadt aber im Herzogtum Schleswig lag, das ein dänisches Lehen war, und nicht im Heiligen Römischen Reich, war eine Ansiedlung der neuen Hochschule in Flensburg nicht möglich. Stattdessen erhielt Kiel, das im Gottorfschen Anteil am Herzogtum Holstein lag, 1665 die Christian-Albrechts-Universität.

Im Jahr 1877 wurde Flensburg erstmals Sitz einer Hochschule, der Navigationsschule. Diese bildete die Keimzelle für die Flensburger Fachhochschule, die heute mit der Universität kooperiert. Der Vorläufer der Universität Flensburg, die Pädagogische Hochschule wurde erst 1946 geschaffen.

Pädagogische Hochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. März 1946 erging ein Erlass des Oberschulrats Friedrich Drenckhahn im Auftrage des Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein zum Arbeitsbeginn der ersten Pädagogischen Hochschule, und zwar im Ostflügel der Marineschule Mürwik gemäß Anordnung der britischen Militärregierung vom 21. Februar 1946. 1950 konnte zusätzlich der zuvor vom Lazarett (Klinik Ost) genutzte Südflügel von der PH bezogen werden.[4] Im Nordflügel befand sich von 1950 bis 1956 die Mürwiker Zollschule.

Die Pädagogische Hochschule unter Leitung von Gerhard Bohne[5] öffnete am 21. März 1946 ihre Tore. Zunächst nahmen 220 Studenten das Studium zum Volksschullehrer auf. Das Studium dauert 15 Monate. Die Dozenten mussten eine Zusammenfassung jeder Vorlesung bei der Britischen Militärregierung abgeben. Die ersten Studenten absolvierten ein Jahr später (genauer am 9. Juni 1947) die Prüfung für das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Volksschulen in den Fächern Pädagogik, Psychologie und einem gewählten Unterrichtsfach.

Am 6. Januar 1959 zog die Pädagogische Hochschule von der Marineschule in ein neues Gebäude in der Mürwiker Straße 77, nahe dem Volkspark um. Bald darauf, am 16. Oktober 1959, wurde das neue Studentenwohnheim, die „Flensburger Burse“, direkt neben dem neuen Gebäude der Pädagogischen Hochschule eröffnet. Seit dem 1. Januar 1963 wurden auch Realschullehrer an der Pädagogischen Hochschule ausgebildet. Bis 1967 hatten an der Pädagogischen Hochschule 3588 Studenten studiert.[6] Am 2. Mai 1973 erhielt die Pädagogische Hochschule das (eingeschränkte) Promotionsrecht. In den 1980er Jahren stand an der Pädagogischen Hochschule die erste Phänomenta Deutschlands.

Ehemaliges Logo

Wandel zur Universität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 wurde erstmals versucht, eine Universität in Flensburg zu etablieren. In privater Trägerschaft wurde die Nordische Universität gegründet, die aber auf Grund mangelnden Rückhaltes und fehlender Gelder im Jahr 1989 schließen musste. Die neue Landesregierung präferierte den Umbau der Pädagogischen Hochschule zur Universität. In den 1990er Jahren begann so schrittweise der Wandel der Pädagogischen Hochschule zu einer Universität. 1992 begann der Studiengang „Betriebliche Bildung und Management“ mit rund 60 Studenten seine Arbeit. Dies ist der erste nicht traditionell pädagogische Studiengang an der Hochschule. Zwei Jahre später, am 1. September 1994, beschloss die Landesregierung die Umbenennung der Pädagogischen Hochschule in „Bildungswissenschaftliche Hochschule (Universität) Flensburg“ (kurz BU Flensburg). Da die BU Flensburg unter Platzmangel litt, wurde am 1. April 1995 die ehemalige Berufsschule an der Schützenkuhle angemietet (Kosten etwa 150.000 € pro Jahr). Mit dem Berufsschullehrer-Studiengang wurde das Angebot der Schule nochmals erweitert, am 8. Januar 1996 war die Gründungskommission für diesen neuen Studiengang zusammengetreten.

Umzug auf den Sandberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Jahre waren zudem vom Umzug auf den Sandberg geprägt. Am 14. Januar 1998 wurde die gemeinsame Bibliothek der BU Flensburg und der Fachhochschule Flensburg am Sandberg eröffnet. Im Jahre 2000 wurde schließlich die „Bildungswissenschaftliche Hochschule Flensburg - Universität“ in „Universität Flensburg“ umbenannt. Am 25. März 2002 fand die Einweihung der Mensa statt, der Großteil der Studenten auf dem Campus bestand damals noch aus FH-Studenten. Am 1. August 2002 zogen die Institute der Universität in die neu errichteten Gebäude am Sandberg, und am 29. Oktober 2002 fand die Einweihung des Hörsaalzentrums/Audimax statt. Nur das in den 1990er Jahren errichtete Institut am Nordertor, die Flensburger Phänomenta in der Innenstadt blieb erhalten. Seit 2003 liegt zudem die Flens-Arena (Heimhalle der Handball-Bundesligamannschaft SG Flensburg-Handewitt) auf dem Campus, die ein Fitnesszentrum und Einrichtungen für den Hochschulsport[7] beherbergt und von der Uni genutzt werden kann. Daneben gibt es noch Caféterien in den Hochschulgebäuden. Die alten Gebäude der PH Flensburg und die „Flensburger Burse“ im Stadtteil Mürwik wurden 2004 abgerissen. Sie wichen einem Einkaufscenter. Im Jahr 2006 konnte die Hochschule ihr 60-jähriges Bestehen feiern, am 8. November des Jahres fand deshalb ein Festakt statt. Im selben Jahr wurde im Übrigen auch der Uni-Kat Flensburg, ein Schiff, das am Institut für Physik und Chemie und ihre Didaktik im Rahmen eines Projektes entwickelt und gebaut wurde, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die schon fortgeschrittenen Aufräumarbeiten vor dem Hauptgebäude nach dem Sturm (2013).

Weiterer schrittweiser Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den folgenden Jahren wuchsen die Universität und der Campus weiter. Anfang 2010 wurden ein neues Hallenbad und die "Campelle"[8] (eine Kapelle auf dem Campus) fertiggestellt, 2011 das Maritime Zentrum der Hochschule Flensburg sowie das Gebäude Helsinki der EUF. Seit dem 14. November 2016 tragen die Gebäude der Europa-Universität die Namen europäischer Hauptstädte.[9] Am 29. November 2010 wurde der Erweiterungsbau (Helsinki) mit weiteren Vorlesungsräumen und Büros eingeweiht. 2016/2017 wurden auf dem gesamten Campusgelände insgesamt 24 Containerbauten (neun für die Hochschule Flensburg, 15 für die Europa-Universität Flensburg) á 400 Quadratmeter als Büro- und Seminargebäude errichtet. Die Wohncontainer hatte die Landesregierung 2015 zur Unterbringung von Geflüchteten angeschafft und nach Rückgang der Geflüchtetenzahlen den Hochschulen des Landes zur Verfügung gestellt.[10]

Ende Oktober 2013 wurde das Dach des Hauptgebäudes zum wiederholten Mal durch einen Sturm beschädigt. Während des Orkans Christian lösten sich Teile vom Dach und beschädigten parkende Autos.[11] Der Unterricht fiel in Folge an der gesamten Universität aus.[12]

Akkreditierung der Studiengänge seit 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurden die Studiengänge European Studies (M.A.), International Management (B.A.) und International Management Studies (M.A.) akkreditiert. Der größte Studiengang der Vermittlungswissenschaften wurde aus verschiedenen Gründen zunächst nicht akkreditiert.[13] Die Akkreditierung erfolgte 2009 durch den Beschluss der Ständigen Akkreditierungskommission und ist nur vom 14. Juli 2009 bis zum 30. September 2014 gültig.[14][15][16] Die Akkreditierung der neuen Studiengänge Bildungswissenschaften (B.A.), Lehramt an Grundschulen (M.Ed.), Lehramt an Gemeinschaftsschulen (M.Ed.) lief seit 2013 noch weiter.[17] Die Akkreditierung der Bildungswissenschaften ist mittlerweile erfolgt.[18]

Umbenennung in Europa-Universität Flensburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carsten Jensen bei der Verleihung des Europa-Preises der EUF am 17. Mai 2018

Am 30. Juni 2014 wurde die Universität schließlich in "Europa-Universität Flensburg" umbenannt.[19] Der Präsident der EU erklärte zum Anlass der Umbenennung: „Die Europa Universität Flensburg markiert keine Neuerfindung, sondern eine Profilschärfung. [...] Das bereits Erreichte, [...] – die Möglichkeit deutsch-dänischer Doppelabschlüsse etwa oder Partnerschaften mit über 60 internationalen Hochschulen Ländern – soll mit der Ausrufung der Europa-Universität ebenso akzentuiert werden wie das Neue [...] Wir beschließen heute eine künftig offensichtliche Kopplung zwischen unserer Universität und der europäischen Idee. [...] Gemäß unserem Leitbild wollen wir Horizonte öffnen und Antworten auf zentrale Zukunftsfragen finden. Wir wollen deshalb eine Europa-Universität bauen, die die Begriffe dieses Leitbildes stark macht: Vielfalt, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit. Wir wollen eine Europa-Universität sein, die Wert legt auf Diversität und Inklusion, auf Geschlechter- und Familiengerechtigkeit, auf die Rechte der Anderen und die Rechte der Natur. Für eine lehramtsfokussierte Universität zählt zudem das beherzte Eintreten für Bildungsgerechtigkeit zu unseren Markenzeichen. [...]“[20]

Seit der Ausrufung wurden an der EUF zum September 2017 international ausgerichtete Semesterzeiten eingeführt und Europa-Professuren geschaffen. Im Bereich von Studium und Lehre wurden neue europawissenschaftliche Studiengänge sowie das Interdisciplinary Centre für European Studies (ICES) eingerichtet. Seit 2018 soll alle zwei Jahre ein vom Hochschulrat der EUF gestifteter „Europa-Preis“ vergeben werden. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis erhielt 2018 als erster Preisträger der dänische Schriftsteller Carsten Jensen.

Universitätsstruktur und Studienangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität besteht gegenwärtig aus 10 Instituten. Im WS 2016/17 waren an der Europa-Universität Flensburg 5.333 Studierende immatrikuliert[1] An oberster Stelle lag im Wintersemester 2012/2013 der Studiengang Bachelor of Arts in Vermittlungswissenschaften mit 2420 Bewerbern, gefolgt vom Bachelor-Studiengang International Management mit rund 670 Bewerbern. 2018 sind 5.711 Studierende immatrikuliert. Davon sind 71,1 % weiblich, 28,3 % männlich, der Anteil ausländischer Studierender beträgt 6,7 %.[21] Die EUF bietet 17 Studiengänge an. Zu den Besonderheiten der Universität im deutsch-dänischen Grenzgebiet zählen die enge Kooperation und die gemeinsamen Studiengänge mit der dänischen Syddansk Universitet im 30 Kilometer entfernten Sønderborg. An der EUF sind 701 Mitarbeitende beschäftigt, darunter 90 Professorinnen und Professoren, 295 wissenschaftliche Mitarbeitende, 146 Mitarbeitende in Technik und Verwaltung, zwei Auszubildende und 168 Lehrbeauftragte.[21]

Die EUF bietet 17 Studiengänge in den Bereichen Lehramt und Bildungswissenschaften, interdisziplinäre Europawissenschaften, Transformation/Nachhaltigkeit und Wirtschaftswissenschaften an. Sie unterteilen sich in drei Bachelor- und 14 Masterstudiengänge. Historisch bedingt ist ein großer Teil der Studiengänge lehramtsbezogen. Der Bachelor of Arts Bildungswissenschaften bildet den ersten Abschnitt der Lehramtsausbildung[22]. Nach erfolgreichem Abschluss kann aus fünf Master of Education gewählt werden, die die spätere Schulform festlegen (Grundschule, Sekundarschule mit Schwerpunkt SEK I für die Klassen 5–9/10, Sekundarschulen für die Klassen 5–13 und berufliche Schulen).[23] Die außerschulischen Studiengänge der EUF sind stark interdisziplinär organisiert und stellen die Frage nach einer zukunftsfähigen und lebenswerten Gesellschaft. Der englischsprachige Bachelor of Arts Studiengang "European Cultures and Society" und der mehrsprachige (Deutsch und Englisch sowie Dänisch bzw. Spanisch), wirtschaftswissenschaftliche Bachelor Studiengang "International Management" sind international ausgerichtet und kooperieren eng mit den Universitäten der Grenzregion. Die nicht lehramtsbezogenen Master-Studiengänge der EUF sind ebenfalls alle - von Erziehungswissenschaften: "Bildung in Europa – Education in Europe" über "European Studies", "International Management Studies", "Kultur – Sprache – Medien" bis hin zu "Transformationsstudien" - stark interdisziplinär und international mit deutlichem Europa-Bezug konzipiert.[23] 2015/2016 startete des Weiteren der kooperative Studiengang "Kita-Master - Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen" mit dem Abschluss Master of Arts als Weiterbildungsstudiengang.[24]

Campus der Universität (2013)

Aktuelle Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich konnten die Studenten zwischen den Studiengängen für Grund- und Hauptschule, Realschule, Sonderschule wählen, neben der Ausbildung zum Diplom-Pädagogen und der Berufschullehrerausbildung im Bereich Technik. — Derzeit (Herbstsemester 2017) werden an der Europa-Universität Flensburg folgende Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten[25]:

  • Bachelor- und andere grundständige Studiengänge
    • Bildungswissenschaften (B.A.) (bis 2013 Vermittlungswissenschaften) (zugleich erste Phase der Lehrerausbildung)
    • European Cultures and Society (B.A)
    • International Management (B.A.)
  • Master- und weitere Aufbau-/Weiterbildungsstudiengänge
    • Erziehungswissenschaft: Bildung in Europa – Education in Europe (M.A)
    • European Studies (M.A.)
    • International Management Studies (M.A.)
    • Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen (M.A.)
    • Kultur – Sprache – Medien (M.A.)
    • Prävention und Gesundheitsförderung (M.A.) (letztmalige Aufnahme von Studierenden zum Wintersemester 2016/17)
    • Transformationsstudien (M.A.)
    • Lehramt an Grundschulen (M.Ed.)
    • Lehramt an Sekundarschulen mit dem Schwerpunkt SEK I (M.Ed.)
    • Lehramt an Sekundarschulen (M.Ed.)
    • Lehramt an Gemeinschaftsschulen (M.Ed.) (läuft aus)
    • Lehramt an beruflichen Schulen (Vocational Education) (M.Ed.)
    • Lehramt Sonderpädagogik (M.Ed.)
    • Energie- und Umweltmanagement, Energy and Environmental Systems, Spezialisation Sustainable Energy Systems and Management in Developing Countries (SESAM) (M.Eng.)
    • Energie- und Umweltmanagement, Spezialisierung Energie- und Umweltmanagement in Industrieländern (M.Eng.)

Institute und Seminare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Institut für Erziehungswissenschaften
    • Abteilung Erziehungswissenschaft
    • Abteilung Schulpädagogik
    • Abteilung Psychologie
  • Institut für Sonderpädagogik
    • Abteilung Pädagogik und Didaktik zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung
    • Abteilung Pädagogik bei Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung
    • Abteilung Pädagogik für Menschen mit Sprach- und Kommunikationsstörungen
    • Abteilung Sonderpädagogik des Lernens
    • Abteilung Sonderpädagogische Psychologie
    • Abteilung Inklusion und pädagogische Entwicklungsförderung
  • Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik (biat)
  • Interdisziplinäres Institut für Umwelt-, Sozial- und Humanwissenschaften
    • Abteilung Energie- und Umweltmanagement
    • Abteilung Geographie
    • Abteilung Ökologie
    • Philosophisches Seminar
    • Abteilung Transformationsdesign und -forschung
    • Abteilung Zentrale Methodenlehre
  • Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung
    • Abteilung für Biologie und ihre Didaktik
    • Abteilung für Chemie und ihre Didaktik
    • Abteilung für Mathematik und ihre Didaktik
    • Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte
    • Abteilung für Sachunterricht
    • Abteilung für Technik und ihre Didaktik
  • Institut für Gesundheits-, Ernährungs- und Sportwissenschaften
    • Abteilung Gesundheitspsychologie und -bildung
    • Abteilung Ernährung und Verbraucherbildung
    • Abteilung Sportwissenschaft
  • Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung
    • Abteilung Kunst und visuelle Medien
    • Abteilung Musik
    • Abteilung Textil und Mode
  • Institut für Sprache, Literatur und Medien
    • Seminar für Anglistik und Amerikanistik
    • Dänisches Seminar (Ausbildungsort sind die Universität Flensburg und die Universität von Süddänemark)
    • Friesisches Seminar
    • Seminar für DaF/DaZ
    • Seminar für Medienbildung
    • Seminar für Romanistik (in Entstehung)
    • Seminar für Germanistik
    • Abteilung der Germanistik für niederdeutsche Sprache und Literatur
    • Abteilung der Germanistik für Darstellendes Spiel (in Entstehung)[26]
  • Institut für Gesellschaftswissenschaften und Theologie
    • Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik
    • Seminar für Politikwissenschaft und Politikdidaktik
    • Seminar für Soziologie
    • Seminar für evangelische Theologie
    • Seminar für katholische Theologie
  • Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung
    • Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie
    • Abteilung Europa- und Völkerrecht
    • Abteilung Finanzwirtschaft
    • Abteilung Internationale und Institutionelle Ökonomik
    • Abteilung Medienmanagement und Marketing
    • Abteilung Pädagogik
    • Abteilung Personal und Organisation
    • Abteilung Sozial- und Bildungsökonomik
    • Abteilung Strategisches und Internationales Management
    • Abteilung Weiterbildungs- und Hochschulmanagement
    • Abteilung Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik [27]

Forschungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungsschwerpunkte betreffen die Bildungswissenschaften und Interdisziplinäre Europaforschung sowie Nachhaltige Entwicklung/Transformationsforschung. An der Europa-Universität Flensburg gibt es zwei zentrale Forschungszentren: Das "Zentrum für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung" (ZeBUSS) bündelt und fördert seit November 2016 Forschung, insbesondere Grundlagenforschung in den Bereichen schulischer und außerschulischer Bildungsprozesse. Seit März 2018 erforscht das Interdisciplinary Centre for European Studies (ICES) mit den unterschiedlichen Perspektiven und Methoden der Sozial- und Geisteswissenschaften die vielschichtigen Prozesse der europäischen Entwicklung.

Darüber hinaus gibt es folgende Forschungseinrichtungen an der EUF:

  • Das Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte (IZRG)[28] erforscht und vermittelt die regionale Zeitgeschichte Schleswig-Holsteins im überregionalen und internationalen Kontext.
  • Das Norbert Elias Center for Transformation Design & Research (NEC)[29] erforscht vor dem Hintergrund von Klimawandel, Ressourcenverknappung und Umweltverschmutzung die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Veränderung unter dem Leitbild der Zukunftsfähigkeit.
  • Das Zentrum für Kleine und Regionale Sprachen (KURS)[30] erforscht kleine und regionale Sprachen aus sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive unter besonderer Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit in der Region Schleswig.
  • Das gemeinsame Dr. Werner Jackstädt-Zentrum (DWJZ)[31] bündelt die Forschungs-, Lehr- und Transferaktivitäten der Europa-Universität Flensburg und der Hochschule Flensburg in den Bereichen Entrepreneurship und Mittelstandsforschung.
  • Das Zentrum für nachhaltige Energiesysteme (ZNES)[32], ebenfalls gemeinsam mit der Hochschule Flensburg, hat sich zum Ziel gesetzt, dauerhaft umwelt- und klimaverträgliche Energiesysteme und Energietechnologien zu erforschen, zu entwickeln und zu implementieren.

Seit der Umbenennung in Europa-Universität im Juni 2014 wird der Europa-Schwerpunkt kontinuierlich ausgebaut. So sind seitdem mehr als zehn Professuren mit europawissenschaftlicher Ausrichtung und der englischsprachige, europawissenschaftliche Bachelorstudiengang "European Cultures and Society"[33] geschaffen worden. Seit März 2018 erforscht das "Interdisciplinary Center for European Studies" (ICES) multidisziplinär aus sozial- und geisteswissenschaftlicher Perspektive Geschichte, Kultur, Politik, Philosophie, Gesellschaft und Ökonomie Europas. — Neben der interdisziplinären Europaforschung spielt der Bezug zu Europa in der Lehre eine wichtige Rolle, viele Fächer und Studiengänge setzen ihre Inhalte in einen europäischen Kontext.

Internationalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbstsemester 2017/18 wurden die Semesterzeiten international kompatibel mit wichtigen Partnerhochschulen gestaltet: Die EUF ist seitdem neben der Universität Mannheim eine von zwei deutschen Universitäten, an denen die Vorlesungszeit im Frühjahrssemester von März bis Juni, im Herbstsemester von September bis Dezember geht.[34] Die EUF unterhält Beziehung zu über 120 Partneruniversitäten in 35 Ländern, in deren Rahmen der Studierendenaustausch und die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen vereinbart wurden. Das International Center (IC) koordiniert den Austausch. Das IC hilft bei der Suche nach einer passenden Universität, der Finanzierung und der Anerkennung von Studienleistungen. Studierenden und Mitarbeitenden bietet es kostenlose Sprachkurse und es betreut Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Gastdozentinnen und Gastdozenten aus anderen Ländern.

Studieninteressierte Geflüchtete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2015 unterstützt die EUF mit dem "Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten" (ProRef) studieninteressierte Geflüchtete bei der sprachlichen, methodischen und kulturellen Vorbereitung auf ein Studium sowie bei der Integration in das deutsche Hochschulsystem, den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft. Das einjährige Programm wird durch das Land Schleswig-Holstein sowie durch den DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt fast 1,3 Millionen Euro gefördert.[35]

Campus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gebäude der EUF befinden auf dem Campusgelände, eine etwa 30 Hektar großen Grünfläche im Flensburger Stadtteil Sandberg. Die Lehre, das Studium sowie die Forschung finden überwiegend dort statt. Die EUF teilt sich den Campus mit der Hochschule Flensburg. Insgesamt studieren rund 10.000 Studierende auf dem Flensburger Campus. Auf Campus befinden sich neben den verschiedenen EUF-Gebäuden auch das mit der Hochschule gemeinsam genutzte Audimax, eine zentrale Bibliothek (ZHB), die Mensa, Wohnheime und ein Kindergarten. Außerdem gibt es noch Caféterien in den Hochschulgebäuden. Auf dem Campus befindet sich des Weiteren die Flens-Arena (Heimhalle der Handball-Bundesligamannschaft SG Flensburg-Handewitt), die ein Fitnesszentrum und Einrichtungen für den Hochschulsport dient.[36] Lediglich das "Institut für Management und ökonomische Bildung" (IIM), das die Management-Studiengänge der EUF verantwortet, ist nicht auf dem Campus, sondern in der alten Navigationsschule gegenüber der Flensburger Brauerei untergebracht.

Die Zentrale Hochschulbibliothek Flensburg

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zentrale Hochschulbibliothek (kurz ZHB) ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität und Fachhochschule Flensburg.[37]

Insgesamt gibt es in der ZHB Flensburg ca. 265.000 Medieneinheiten, 380 Arbeits- und Leseplätze, ca. 566 laufend gehaltene Zeitschriften, ca. 25 CD-Rom Datenbanken und 23.975 elektronische Zeitschriften. Momentan (2009) sind 8.025 Benutzer eingetragen, die im Jahr 2008 rund 153.000 Medien ausgeliehen haben. Das Anschaffungsetat der ZHB beträgt im Jahr ca. 217.000 EURO.[38]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Ruck: 60 Jahre Universität Flensburg 1946–2006. Verwissenschaftlichung – Diversifizierung – Expansion. In: Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein 18. ISSN 0932-1632, S. 255–266 (beirat-fuer-geschichte.de [PDF; 599 kB; abgerufen am 2. März 2014]).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Zahlen und Fakten zur Universität, abgerufen am 19. Juli 2018.
  2. Frühe Neuzeit. Kiel statt Flensburg - eine gescheiterte Universitätsgründung in der Frühen Neuzeit, vom: 7. Februar 2008; abgerufen am: 10. Mai 2018
  3. Friedrich Drenckhahn. Didaktik der Mathematik, S. 116 f.; abgerufen am: 10. Mai 2018
  4. Flensburger Tageblatt: 100 Jahre Marineschule. Geschichte der Schule, vom: 11. August 2010, abgerufen am: 11. September 2014.
  5. Siehe: David Käbisch: Bohne, (Paul) Gerhard. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2, Sp. 143–161.
  6. Flensburg. Bild einer Stadt. Flensburg 1967, S. 102.
  7. Sportzentrum - Sportzentrum - Europa-Universität Flensburg. Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  8. Campus Flensburg: Richtfest für die Campelle | shz.de. In: shz. (shz.de [abgerufen am 19. Juli 2018]).
  9. Europäische Gebäudenamen - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  10. Forschung und Lehre im Container. Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  11. Donaukurier: Dach der Universität Flensburg stürzt ein (Memento vom 30. Oktober 2013 im Internet Archive); vom 28. Oktober 2013.
  12. Die Welt: Unterricht fällt in mehreren Schulen und einer Uni aus; vom 29. Oktober 2013.
  13. Fibaa akkreditierte Studiengänge (Memento vom 6. November 2013 im Internet Archive), Suche nach: „Universität Flensburg“
  14. Die Universität, Qualitätsmanagement, Externe Evaluation (Akkreditierung) (Memento vom 12. Dezember 2013 im Internet Archive)
  15. Lehramts-Studiengänge an der Universität Flensburg wieder akkreditiert
  16. ZEvA Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive), Suche nach: „Universität Flensburg“
  17. Universität Flensburg, Informationen zur Akkreditierung (Memento vom 12. Dezember 2013 im Internet Archive)
  18. Europa-Universität Flensburg. Bildungswissenschaften (B.A.), abgerufen am: 3. August 2018
  19. dpa: Campus: Flensburg wird Europa-Uni | shz.de. In: shz. (shz.de [abgerufen am 19. Juli 2018]).
  20. Prof. Dr. Werner Reinhart Rede zur Ausrufung der Europa-Universität Flensburg am 30. Juni 2014, abgerufen am: 3. August 2018
  21. a b Zahlen und Fakten - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  22. Bildungswissenschaften - Europa-Univeheutige rsität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  23. a b Master - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  24. Kita - Master - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  25. Studiengänge - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 2. November 2017.
  26. Universität Flensburg, Institute und Seminare
  27. Homepage der Universität Flensburg: uni-flensburg.de, Abruf: 9. Juni 2013
  28. IZRG - Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte: Home. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  29. Zentrum NEC - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  30. Zentrum KURS - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  31. Dr. Werner Jackstädt-Zentrum › Kompetenzzentrum für Unternehmertum und Mittelstand Flensburg. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  32. Das ZNES | Zentrum für nachhaltige Energiesysteme (ZNES) Flensburg |. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  33. wal: Universität Flensburg: Junge Leute wollen Europa studieren | shz.de. In: shz. (shz.de [abgerufen am 19. Juli 2018]).
  34. Informationen und häufig gestellte Fragen zu den neuen Semesterzeiten - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  35. Programmbeschreibung - Europa-Universität Flensburg (EUF). Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  36. Sportzentrum - Sportzentrum - Europa-Universität Flensburg. Abgerufen am 19. Juli 2018 (deutsch).
  37. uni-flensburg.de: Bibliothek (Memento vom 15. Mai 2009 im Internet Archive), Abruf: 18. April 2009.
  38. zhb-flensburg.de: Porträt der ZHB (Memento vom 25. April 2009 im Internet Archive), Abruf: 18. April 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universität Flensburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 54° 46′ 32″ N, 9° 27′ 8″ O