Fellingshausen

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Fellingshausen
Gemeinde Biebertal
Koordinaten: 50° 38′ 29″ N, 8° 36′ 4″ O
Höhe: 242 (224–246) m ü. NHN
Fläche: 5,59 km²
Einwohner: 1700 (2015) ca.[1]
Bevölkerungsdichte: 304 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 35444
Vorwahl: 06409

Fellingshausen ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Biebertal im mittelhessischen Landkreis Gießen. Der Ort liegt im Tal des Bieber-Nebenflusses Kehlbach am Südostfuße des 498 m hohen Dünsberges, der zugleich der höchste Punkt der Gemarkung ist.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Fellingshausen von Rodheim aus gesehen.

Fellingshausen liegt 10 km von Gießen und 14 km von Wetzlar entfernt, südwestlich angrenzend an eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Hessens, den Krofdorfer Forst (auch Preußischer Wald). In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die Orte Krumbach (Biebertal), Krofdorf-Gleiberg (Wettenberg), Vetzberg (Biebertal) und Rodheim-Bieber (Biebertal).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel zum Jubiläum 2013 am ehem. Backhaus

Fellingshausen wurde erstmals 1263 urkundlich erwähnt, sicher ist aber, dass es schon zur Keltenzeit auf dem Dünsberg eine beachtliche Siedlung gegeben haben muss.

Fellingshausen wechselt im Laufe der Geschichte mehrmals den Landesherren, bis 1866 gehörte es zur Landgrafschaft Hessen bzw. Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Nach dem verloren Krieg gegen Preußen 1866 wurden das sog. Hinterland (hessische Landkreis Biedenkopf), an Preußen abgetreten. Fellingshausen gehörte zur Provinz Hessen-Nassau. 1946 wurde es wieder ganz hessisch mit der Gründung des Bundeslandes Hessen.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schloss sich die selbstständige Gemeinde Fellingshausen am 1. Dezember 1970 freiwillig mit den Gemeinden Königsberg, Krumbach, Rodheim-Bieber und Vetzberg zur neuen Großgemeinde Biebertal zusammen.[2] Für Fellingshausen wurde wie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.[3] Der Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Rodheim-Bieber.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzter und zugleich erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Fellingshausen war Helmut Wehn (SPD) 1966–1970. Der Ausbau der Sandkaute, sowie die Gestaltung der Anlage Ortsausgang fallen in seine Amtszeit. Fellingshausen wurde auf sein Betreiben mit dem Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort ausgezeichnet.

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In erhaltenen Urkunden wurde Fellingshausen unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[4]

  • Velinghishusin, de (1263) [Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1, Neudruck, Nr. 194, S. 150]
  • Fellenkusen (1344)
  • Fellinxhusen (1470)

Bergbau, Landwirtschaft und Zigarren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis ins 19. Jahrhundert war Fellingshausen, wie die meisten Dörfer, eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Ab Ende des 13. Jahrhunderts lässt sich Bergbautätigkeit in der Gegend um den Dünsberg feststellen. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarben die Firmen Stumm und Buderus einige Gruben in Fellingshausen. Eisenerz war es, genauer Roteisenerz, das Fellingshausen begehrt für Bergbauunternehmen machte. Das Eisenerz wurde nach Wetzlar gebracht um dort weiterverarbeitet zu werden. Die Gruben Friedberg, Meilhardt und Eleonore, um nur einige zu nennen, waren bis ins 20. Jahrhundert aktiv. Mit der Grube Friedberg schloss in den 1960er Jahren das letzte Bergwerk. Die Zigarrenindustrie war ab Ende des 19. Jahrhunderts ein großer Wirtschaftszweig in Fellingshausen. In der Hochzeit dieser Industrie waren drei Zigarrenfabriken im Ort ansässig. Die Firma Rinn & Cloos, Heuchelheim, mit ihrem Gründer Ludwig Rinn baute ein Imperium der Tabakindustrie in Mittelhessen auf, deren Qualität und Ruhm bis nach Amerika und Asien reichte. Aber auch diese Industrie neigte sich nach dem Zweiten Weltkrieg dem Ende entgegen. Heute existieren noch zwei der drei Zigarrenfabriken. Die eine dient als Mehrzweckhalle der Bevölkerung, die andere dient als Standort für eine Arzt-, Massage- und Tierarztpraxis.

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Fellingshausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[4][5]

Gerichte seit 1803[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für die Provinz Oberhessen wurde das „Hofgericht Gießen“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit war für Fellingshausen das „Landamt Gießen“ zuständig. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt.

Mit der Gründung des Großherzogtums Hessen 1806 wurde diese Funktion beibehalten, während die Aufgaben der ersten Instanz 1821 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Land- bzw. Stadtgerichte übergingen. „Stadtgericht Gießen“ war daher von 1821 bis 1866 die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht, das für Fellingshausen zuständig war.

Nach der Abtretung des nordwestlichen Teil des Landkreis Gießen und mit ihm Fellingshausens an Preußen, infolge des Friedensvertrags vom 3. September 1866 zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Preußen wurde Fellingshausen vom Stadtgericht Gießen abgetrennt.[9] Im Juni 1867 erging eine königliche Verordnung, die die Gerichtsverfassung im vormaligen Herzogtum Nassau und den vormals zum Großherzogtum Hessen gehörenden Gebietsteilen neu ordnete. Die bisherigen Gerichtsbehörden sollten aufgehoben und durch Amtsgerichte in erster, Kreisgerichte in zweiter und ein Appellationsgericht in dritter Instanz ersetzt werden.[10] Im Zuge dessen erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Landgerichts in Amtsgericht Gladenbach und die Zulegung von Fellingshausen zu diesem Gericht. Die Gerichte der übergeordneten Instanzen waren das Kreisgericht Dillenburg und das Appellationsgericht Wiesbaden.[11] Aufgrund des Gerichtsverfassungsgesetzes 1877 kam es mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 zum Wechsel des Amtsgerichts in den Bezirk des neu errichteten Landgerichts Marburg.[12] Mit dem Wechsel Fellingshausens 1932 in den Kreis Wetzlar, wechselt es auch in den Bereich des Amtsgerichts Wetzlar. Am 1. August 1979 wechselt Fellingshausens mit der Gemeinde Biebertal zum Bereich des Amtsgerichts Gießen. Die übergeordneten Instanzen sind jetzt das Landgericht Gießen, das Oberlandesgericht Frankfurt am Main sowie der Bundesgerichtshof als letzte Instanz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

• 1577: 26 Haushaltungen
• 1648: 21 Haushaltungen und 7 Gefreite
• 1742: 43 Haushaltungen und 6 Gefreite
Fellingshausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 1970
Jahr  Einwohner
1791
  
334
1834
  
505
1840
  
533
1846
  
642
1852
  
657
1858
  
699
1864
  
726
1871
  
721
1875
  
751
1885
  
849
1895
  
881
1905
  
989
1910
  
1.015
1925
  
1.137
1939
  
864
1946
  
1.193
1950
  
1.154
1956
  
1.195
1961
  
1.266
1967
  
1.347
1970
  
1.342
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [4]; 1791:[6]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

• 1885: 835 evangelische, kein katholischer, 6 andere Christen, 8 Juden
• 1961: 964 evangelische (= 76,15 %), 181 katholische (= 14,30 %) Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 1985 stellt die SPD wieder die stärkste Partei in Fellingshausen, sowohl in der Gemeindevertretung als auch im Ortsbeirat. In Ortsbeirat sind drei Parteien vertreten: SPD, FWG und CDU. In der Gemeindevertretung Biebertal sind SPD, FWG, CDU und B90/Grüne vertreten. Ortsvorsteher ist Helmut Mattig (FW).

Im Gemeindevorstand ist Hans-Albert Bender (FW) als 1. Beigeordneter vertreten.

Liste der Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soweit Name und Daten bekannt sind.

  • 1711 Hans Ludwig Hörr
  • 1721 Johannes Andreas Weber
  • 1792 Johannes Gerlach II.
  • 1802 Schleenbecker
  • 1816 Georg Philipp Muth
  • 1822–1827 Philipp Crombach
  • 1859 Johannes Christoph Gerlach
  • 1859–1870 Christoph Gerlach
  • 1870–1880 Johannes Ludwig Gerlach
  • 1880–1898 Wilhelm Wagner II.
  • 1898–1916 Johann Georg Wagner
  • 1916–1923 Wilhelm Muth
  • 1923–1929 Wilhelm Weber (SPD)
  • 1929–1937 Georg Wagner
  • 1937–1945 Ludwig Dönges
  • 1945–1948 Ludwig Bender (SPD)
  • 1948–1956 Wilhelm Mattern (SPD)
  • 1956–1960 Ludwig Bender (SPD)
  • 1960–1966 Fritz Gerlach (SPD)
  • 1966–1970 Helmut Wehn (SPD)
Ev. Kirche
Der Brunnen im Dorfkern in Fellingshausen, direkt vor der Kirche

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Initiative von Bürgermeister Helmut Wehn fasste der Gemeindevorstand am 19. März 1968 den Beschluss, für die Gemeinde Fellingshausen ein Wappen einzuführen. Nach der Genehmigung durch die Gemeindevertretung wurde das Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden damit beauftragt, einen Entwurf anfertigen zu lassen. Auf Empfehlung des Heraldikers Heinz Ritt aus Bad Homburg wurde letztlich am 13. März 1970 der Gemeinde Fellingshausen im damaligen Landkreis Wetzlar ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In schräggeteiltem Schild oben in Gold ein roter Fuchs, unten in Rot drei schräg aneinandergereihte goldene Rauten.[13]

Von den Einwohnern und den Vereinen wurde das Wappen gut angenommen. Bürgermeister Wehn legte großen Wert darauf, dass das Wappen im Auseinandersetzungsvertrag der Gemeinde Biebertal berücksichtigt wurde und in das neue Biebertaler Gemeindewappen integriert wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport- und Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportplatz
  • zahlreiche gut ausgebaute Rad- und Wanderwege
  • Elisabethen-Weg von Marburg ins Kloster Altenberg

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Fellingshausen besteht ein reges Vereinsleben. Alle zwei Jahre gestalten alle Vereine das „Brunnenfest“, meist im August oder September. Jährlich richtet die Freiwillige Feuerwehr das Waldfest am Himmelfahrtstag aus. Seit 2011 richtet die Burschen- und Mädchenschaft Füchse Fellingshausen jährlich ein Sonnwendfest am Festplatz aus.

  • Altburschen Vierjahreszeiten
  • Burschen und Mädchenschaft Füchse Fellingshausen
  • Freiwillige Feuerwehr Fellingshausen
  • Gesangverein Concordia
  • Angelsportverein
  • Biebertaler Schachfreunde
  • Breitensportverein Biebertal
  • Förder und Freundeskreis der Grundschule am Keltentor
  • Natur und Vogelschutzverein
  • Taekwon Do Sportschule Biebertal
  • TSV Fellingshausen
  • ROCKnacht Fellingshausen

Dolles Dorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 2008 wurde Fellingshausen in der Hessenschau des hr-fernsehens als Dolles Dorf gezogen. Seit 1974 werden alle hessischen Dörfer, die unter 2000 Einwohner haben, vorgestellt. Der Beitrag wurde am 3. Februar im hr ausgestrahlt. 2008 hatte Fellingshausen die Chance auf dem Hessentag in Homberg (Efze) Hessens Dolles Dorf 2008 zu werden. Sieger wurde Friedigerode.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehem. Backhaus neben der Kirche
  • Grundschule
  • Mehrzweckhalle
  • Backhaus
  • Schutzhütte „Sandkaute“
Sandkaute Panorama

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fellingshausen (Biebertal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsteil Fellingshausen. In: Internetauftritt. Gemeinde Biebertal, archiviert vom Original am 19. September 2015; abgerufen im September 2018.
  2. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 282. DNB 770396321
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Biebertal. S. §5, abgerufen im Februar 2019 (PDF; 22 kB).
  4. a b c d e Fellingshausen, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 172, 266 (online bei HathiTrust’s digital library).
  7. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 6 (online bei Google Books).
  8. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 413 (online bei Google Books).
  9. Art. 14 des Friedensvertrages zwischen dem Großherzogthum Hessen und dem Königreiche Preußen vom 3. September 1866 (Hess. Reg.Bl. S. 406–407)
  10. Verordnung über die Gerichtsverfassung in dem vormaligen Herzogthum Nassau und den vormals Großherzoglich Hessischen Gebietstheilen mit Ausschluß des Oberamtsbezirks Meisenheim vom 26. Juni 1867. (PrGS 1867, S. 1094–1103)
  11. Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 26. Juni d. J. in dem vormaligen Herzogthum Nassau und den vormals Großherzoglich Hessischen Gebietstheilen, mit Ausschluß des Oberamtsbezirks Meisenheim, zu bildenden Gerichte (Pr. JMBl. S. 218–220)
  12. Verordnung, betreffend die Errichtung der Amtsgerichte vom 26. Juli 1878 (PrGS 1878, S. 275–283)
  13. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Fellingshausen, Landkreis Wetzlar, Regierungsbezirk Darmstadt vom 13. März 1970. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 14, S. 707, Punkt 556 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,2 MB]).