Samtgemeinde Land Hadeln

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Land Hadeln
Samtgemeinde Land Hadeln
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Land Hadeln hervorgehoben
Koordinaten: 53° 48′ N, 8° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Fläche: 406,57 km²
Einwohner: 27.128 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 03 3 52 5411
Verbandsgliederung: 14 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Marktstraße 21
21762 Otterndorf
Webpräsenz: www.otterndorf.de
Samtgemeinde-
bürgermeister
:
Harald Zahrte (parteilos)
Lage der Samtgemeinde Land Hadeln im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Armstorf Belum Beverstedt Bülkau Cadenberge Cuxhaven Geestland Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Lamstedt Loxstedt Mittelstenahe Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Wanna Wingst Wurster NordseeküsteKarte
Über dieses Bild
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Die Samtgemeinde Land Hadeln ist eine Samtgemeinde im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. In ihr haben sich 14 Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Verwaltungssitz der Samtgemeinde ist die Stadt Otterndorf, in Cadenberge und Ihlienworth befinden sich Außenstellen mit Bürgerbüros.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Samtgemeinde liegt an der Niederelbe-Seite des Landkreises Cuxhaven in Niedersachsen. Es ist Teil des historisch-kulturellen Landstriches Land Hadeln im Elbe-Weser-Dreieck und umfasst in etwa den mittleren Teil des „Hadler Hochlandes“ zwischen dem heutigen Stadtgebiet der Stadt Cuxhaven und der Mündung der Oste in die Elbe. Die Nordgrenze der Samtgemeinde bildet die Mündung in die Elbe. Im Süden schlossen sich im Sietland die Moorrandsehen bei Bad Bederkesa (Dahlemer-, Halemer und Bederkesaer See) ab. Die frühere Westgrenze zum Stadtgebiet Cuxhaven ist unregelmäßig und nicht historisch gewachsen, seit die bis dahin selbstständigen Hadler Gemeinden Altenbruch und Lüdingworth nach Cuxhaven eingemeindet worden sind. Die Landschaft ist geprägt durch den fruchtbaren Marschboden und die Küstenlage. Das wichtigste Gewässer auf dem Gebiet bildet die Medem, die zusammen mit dem Hadler Kanal bei Otterndorf in die Elbe mündet.

Die schwierige Entwässerung des südlich gelegenen Sietlandes erfolgt über die Emmelke, die Alte Aue und die Gösche, die sich bei Ihlienworth zur Medem vereinigen, sowie eine große Anzahl von landschaftsgestaltenden Wettern, Vorflutern und Gräben. Ohne den 1853 gebauten Hadelner Kanal und das Schöpfwerk Otterndorf würde es aber, wegen der topographischen Lage von teilweise bis zu zwei Meter unter Meeresspiegel, zu regelmäßigen Überschwemmungen kommen. Nur im Westen der Samtgemeinde, in der Wannaer Geest und im Ahlen, findet sich etwas erhöhter und sandiger Untergrund. In dem Dreieck zwischen Wanna, Ihlienworth und Steinau erstreckt sich das größtenteils kultivierte Ahlenmoor.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde setzt sich aus den Mitgliedsgemeinden Belum. Bülkau, Cadenberge, Ihlienworth, Neuenkirchen, Neuhaus (Oste), Nordleda, Oberndorf, Odisheim, Osterbruch, Otterndorf, Steinau, Wanna und Wingst zusammen. Verwaltungssitz und Zentrum ist die Stadt Otterndorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typische Bauernhäuser in Nordleda
Hadler Kanal bei Odisheim

Das Land Hadeln blickt auf eine lange Zeit politisch eigenständiger Entwicklung zurück. Erst als das Königreich Hannover nach dem preußisch-österreichischen Krieg 1866 von Preußen annektiert wurde, endete der Sonderstatus des Landes Hadeln.

Im Mittelalter wurde das Hadelner Sietland (von niederdeutsch: siet = „niedrig“) unter dem Namen „Fünf Kirchspiele“ zusammengefasst. (Bis ins 14. Jahrhundert existierte, neben den Kirchen in Wanna, Ihlienworth, Steinau und Odisheim auch eine Kapelle in Süderleda.) Zusammen mit dem Hadler Hochland („Sieben Kirchspiele“) und den Einwohnern der Stadt Otterndorf, bildete das Sietland einen der drei „Stände“ der Hadler Selbstverwaltung (sh. Warningsacker). Von 1388 bis etwa 1484 unterstand das Sietland jedoch der bremischen Vogtei Bederkesa. An die Stelle des Kirchspiels Süderleda war zu dieser Zeit Wester-Ihlienworth (neben Oster-Ihlienworth) als fünftes Kirchspiel getreten, dass durch die mittelalterliche Hollerkolonisation an Bevölkerung gewonnen hatte. Danach kamen die Fünf Kirchspiele wieder an das Land Hadeln.

Die Samtgemeinde Sietland war von 1970/72 bis 2011 der Zusammenschluss der vier Gemeinden Ihlienworth, Odisheim, Steinau und Wanna. Zum 1. Januar 2011 sind die bisherigen Samtgemeinden Sietland und Hadeln zu der neuen Samtgemeinde Land Hadeln zusammengeschlossen worden.[2] Auf einer Fläche von 228,46 km² lebten 15.321 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2015).

Zu einer zweiten Neubildung der Samtgemeinde Land Hadeln kam es am 1. November 2016, bei der die Samtgemeinde Am Dobrock mit der Samtgemeinde Land Hadeln fusionierte. Verwaltungssitz dieser neuen Samtgemeinde Land Hadeln ist wiederum in Otterndorf.[3][4]

Zur Geschichte der Region vor 1866 siehe auch: Geschichte von Hadeln und Wursten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Einwohner 14.810 15.100 15.477 16.048 15.848 15.639 15.639 15.644 15.467 15.319 15.286 15.237 15.376

(jeweils zum 31. Dezember)[5]


Entwicklung vor 2011
  • Samtgemeinde Hadeln (jeweils zum 31. Dezember)[5]
Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010
Einwohner 9.074 9.344 9.613 10.281 10.242 10.143 10.190 10.222
  • Samtgemeinde Sietland (jeweils zum 31. Dezember)[5]
Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010
Einwohner 5.736 5.756 5.864 5.767 5.606 5.496 5.449 5.422

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samtgemeinderatswahl 2011[6]
Wahlbeteiligung: 50,37 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,26 %
39,57 %
11,41 %
7,74 %
Sitzverteilung SG Land-Hadeln 2011

Samtgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Samtgemeinde Land Hadeln besteht aus 38 Ratsfrauen und Ratsherren. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Stimmberechtigt im Rat der Samtgemeinde ist außerdem der hauptamtliche Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte (parteilos).

Die letzte Samtgemeinderatswahl am 7. November 2010 führte zu folgender Sitzverteilung:

Ratsvorsitzender ist Jürgen Schwanemann (SPD).

Samtgemeindebürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister ist Harald Zahrte (parteilos). Bei der Bürgermeisterwahl am 11. September 2016 wurde er (als einziger Bewerber) mit 83,9 Prozent der Stimmen wiedergewählt.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gespalten: Vorne neunmal geteilt von Schwarz und Gold, belegt mit einem gebogenen schrägrechts liegenden grünen Rautenkranz; hinten auf schwarzem Schildfuß in Gold der Heilige Nikolaus von Myra in Bischofsornat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Johannis-d.-T.-Kirche in Steinau
Heimatmuseum in Wanna

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein
  • Hadler Haus und Bürgerbüro in Otterndorf, Marktstraße 21
  • Bibliothek Otterndorf, Schleusenstraße 20
  • Freiwillige Feuerwehr Land Hadeln mit Ortsfeuerwehren in allen Mitgliedsgemeinden
Schulen
  • Grundschule Otterndorf, Cuxhavener Straße 16
  • Grundschule Neuenkirchen, Dorfstraße 52
  • Grundschule Sietland in Ihlienworth, Rosenstraße 9
  • Grundschule Wanna, Landesstraße 119,
  • Wittmackschule - Schule für Lernhilfe in Otterndorf, Cuxhavener Straße 16,
  • Johann-Heinrich-Voß-Schule, Hauptschule und Realschule in Otterndorf, Schulstraße 2
  • Gymnasium in Otterndorf, Schulstraße 2
  • Volkshochschule im Landkreis Cuxhaven in Otterndorf, Sophienweg 1

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Samtgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Samtgemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Samtgemeinde Land Hadeln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 10 vom 20. April 2010, 64. Jahrgang, S. 162.
  3. Informationen zu Fusion auf der Webseite der Samtgemeinde Am Dobrock, aufgerufen am 26. Dezember 2015
  4. Verkündung im Nds. GVBl. Nr. 19/2015 S. 317
  5. a b c LSKN-Online
  6. Samtgemeinderatswahl
  7. Wahl des Samtgemeindebürgermeisters der Samtgemeinde Land Hadeln auf den Seiten des NDR, aufgerufen am 14. September 2016