Wanna

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wanna
Wanna
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wanna hervorgehoben
Koordinaten: 53° 45′ N, 8° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 53,93 km²
Einwohner: 2188 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21776
Vorwahl: 04757
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 055
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Sportplatz 6
21776 Wanna
Webpräsenz: www.wanna.de
Bürgermeister: Hans-Hermann Peters (SPD)
Lage der Gemeinde Wanna im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Armstorf Belum Beverstedt Bülkau Cadenberge Cuxhaven Geestland Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Lamstedt Loxstedt Mittelstenahe Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Wanna Wingst Wurster NordseeküsteKarte
Über dieses Bild

Wanna (plattdeutsch Wannen) ist eine dörfliche Gemeinde in der Samtgemeinde Land Hadeln, Niedersachsen, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,50 m bei einem Deichbruch am Glameyer Stack, Otterndorf.

Die im Land Hadeln liegende Gemeinde befindet sich ca. 20 km südöstlich der Kreisstadt Cuxhaven. Wanna liegt im Niederelbegebiet.

Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 5 m über NN, oftmals aber deutlich niedriger liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet werden würde. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.

Durch den Ort fließt die Emmelke.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Wester-Wanna mit Kirche St. Georg
Luftbild von Ahlen-Falkenberg (2012)

Wanna besteht aus den Gemeindeteilen Ahlen-Falkenberg, Osterwanna, Osterwannaer Kampen, Süderleda und Westerwanna.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurster Nordseeküste-Wanhöden Cuxhaven-Lüdingworth
Nordleda
Nordleda
Geestland-Krempel Nachbargemeinden Ihlienworth
Geestland-Krempel Geestland-Flögeln Steinau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Georg im Winter

Die Megalithanlagen bei Westerwanna liegen westlich von Westerwanna im Moor und in der Süderheide. Erste Erwähnung 1139 als „Wanen“. Das Kloster Sankt Pauli, vor den Toren Bremens, besaß zu dieser Zeit 1½ Höfe in Wanna. Im 13. Jahrhundert (um 1230) lässt sich eine Kapelle in Süderleda nachweisen. Das Vorschlagsrecht für den Pfarrer lag später beim Kloster Neuenwalde. 1239 verkaufte Herzog Albert I. des noch ungeteilten Herzogtums Sachsen den Kirchspielsleuten von Süderleda einen Weg nach Osterwanna (heute: die „Neue Trift“) und einen Entwässerungskanal nach der Emmelke. Seit dem 14. Jahrhundert bestand aber auch eine Kirche in Westerwanna, die dem Heiligen Georg geweiht war. Um 1369 wurde eine neue Kirche in Westerwanna errichtet, bei der man wahrscheinlich Material der abgebrochenen Süderledaer Kapelle mitverwandte.

Zwischen Michaelis und Weihnachten 1526 wurde Wanna evangelisch.

1590 wurde das Wiesen- und Moorland (Allmende) im Osten der Gemeinde zwischen den bereits bestehenden Höfen aufgeteilt. In diese Zeit dürfte die Anlage der Moorwettern fallen, als Verlängerung der südlichen Wettern der Holländerhufen in Ihlienworth-Westerende, nach Westen, Richtung Süderledaer Hof. Nach ca. 1650 nahm, neben der Landwirtschaft, die wirtschaftliche Bedeutung des Torfstichs am Nordrand des Ahlenmoors zu. Der getrocknete Torf wurde meist über die Emmelke und Medem nach Otterndorf geschifft.

Seit 1915 wurde die Kultivierung der südlich von Wanna gelegenen Heide und Moorgebiete verstärkt in Angriff genommen. Hier entstand die Siedlung Ahlen-Falkenberg, die seit 1951 über eine eigene Kapelle verfügt.

1970 wurde Wanna Mitglied der Samtgemeinde Hadeln, 1972 schloss sich die Gemeinde Wanna der zwei Jahre zuvor gebildeten Samtgemeinde Sietland an.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Einwohner 2.254 2.284 2.401 2.439 2.369 2.340 2.340 2.329 2.227 2231 2188 2188

(jeweils zum 31. Dezember)[2]

Gravenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gravenberg bei Wanna

Die Wannaer Geest ist reich an vor- und frühgeschichtlichen Fundstätten. Neben Großsteingräbern der Trichterbecherkultur hat besonders das altsächsische Urnengräberfeld am Gravenberg (20 m ü. NN) überregionale Bekanntheit erlangt.

Der Kronskark, auch Wanna 10 genannt, ist eine Megalithanlage im Forst Ahlen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2011[3]
Wahlbeteiligung: 57,88 %
 %
50
40
30
20
10
0
44,80 %
37,63 %
9,34 %
5,33 %
2,87 %
Anmerkungen:
d Einzelwahlvorschlag Kunkel
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Die Kommunalwahl am 11. September 2011 führte zu folgender Sitzverteilung:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Wanna zeigt von schwarz und grün geteilt, ein bauchiges, oben mit einer doppelten Zickzacklinie verziertes Trichterrandgefäß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Wanna stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Heimatmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Heimat-Museum in Wanna

Das Heimatmuseum zeigt in einem alten Bauernhaus Funde der Vor- und Frühgeschichte. Es beherbergt die Dorfschmiede, die Holzschuhwerkstatt und die Schuhmacherei.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musik-Kultur in Wanna wird geprägt durch die Kirche und ihre musikalisch geprägten Gottesdienste. 2010 wurde die Grundschule Wanna in Prof.-Hermann-Rauhe-Schule (Hermann Rauhe war Leiter der Hamburger Musikhochschule) umbenannt, mit einem Schwerpunkt auf dem musisch-kulturellen Bereich. Eine Hard Rock Band gründete sich 2011.

Hadler Sagenweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf 32 Stationen werden auf einem Radweg die Sagen aus Land Hadeln dargestellt.

Sprache und Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wanna wird Hochdeutsch und Nordniedersächsisch gesprochen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Rauhe (* 1930), deutscher Musikwissenschaftler und Musikpädagoge

Personen, die mit Wanna in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Wannaer Kirchenbau
  • Der Gravenberg
  • Der Wannaer See
  • Der Jungfernberg
  • Das brüllende Moor
  • Sünderfehden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wanna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. LSKN-Online
  3. http://wahlen.kdo.de/content.php?kunde=sg_landhadeln&wahlverz=sg_landhadeln/web/201109_K__Gemeinderatswahl_Wanna_11.09.2011&wahlname=Gemeinderatswahl_Wanna_11.09.2011&datei=110824111466286_0_1_txt_p_.html