Wanna

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wanna
Wanna
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wanna hervorgehoben
Koordinaten: 53° 45′ N, 8° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 53,93 km2
Einwohner: 2179 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21776
Vorwahl: 04757
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 055
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Mühldeich 10
21776 Wanna
Webpräsenz: www.wanna.de
Bürgermeister: Nicole Friedhoff (SPD)
Lage der Gemeinde Wanna im Landkreis Cuxhaven
NordseeSchleswig-HolsteinBremerhavenLandkreis OsterholzLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis StadeLandkreis WesermarschArmstorfArmstorfBelumBeverstedtBülkauCadenbergeCuxhavenGeestlandHagen im BremischenHechthausenHemmoorHollnsethIhlienworthLamstedtLoxstedtMittelstenaheNeuenkirchen (Land Hadeln)Neuhaus (Oste)NordledaOberndorf (Oste)OdisheimOsten (Oste)OsterbruchOtterndorfSchiffdorfSteinau (Niedersachsen)StinstedtStinstedtWannaWingstWurster NordseeküsteKarte
Über dieses Bild

Wanna (niederdeutsch Wannen) ist eine dörfliche Gemeinde in der Samtgemeinde Land Hadeln, Niedersachsen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,5 Meter bei einem Deichbruch am Glameyer Stack, Otterndorf.

Die im Land Hadeln liegende Gemeinde befindet sich ca. 20 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Cuxhaven. Wanna liegt im Niederelbegebiet.

Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal fünf Meter über NN, oftmals aber deutlich niedriger liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet werden würde. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.

Durch den Ort fließt die Emmelke.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Wester-Wanna mit Kirche St. Georg
Luftbild von Ahlen-Falkenberg (2012)

Wanna besteht aus den Gemeindeteilen Ahlen-Falkenberg, Osterwanna, Osterwannaer Kampen, Süderleda und Westerwanna.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurster Nordseeküste-Wanhöden Cuxhaven-Lüdingworth
Nordleda-Heringskoop
Nordleda
Geestland-Krempel Nachbargemeinden Ihlienworth
Geestland-Krempel Geestland-Flögeln Steinau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Georg im Winter

Die Megalithanlagen bei Westerwanna liegen westlich von Westerwanna im Moor und in der Süderheide. Die erste urkundliche Erwähnung hatte der Ort 1139 als „Wanen“. Das Kloster Sankt Pauli, vor den Toren Bremens, besaß zu dieser Zeit 1½ Höfe in Wanna. Im 13. Jahrhundert (um 1230) lässt sich eine Kapelle in Süderleda nachweisen. Das Vorschlagsrecht für den Pfarrer lag später beim Kloster Neuenwalde. 1239 verkaufte Herzog Albert I. des noch ungeteilten Herzogtums Sachsen den Kirchspielsleuten von Süderleda einen Weg nach Osterwanna (heute: die „Neue Trift“) und einen Entwässerungskanal nach der Emmelke. Seit dem 14. Jahrhundert bestand aber auch eine Kirche in Westerwanna, die dem Heiligen Georg geweiht war. Um 1369 wurde eine neue Kirche in Westerwanna errichtet, bei der man wahrscheinlich Material der abgebrochenen Süderledaer Kapelle mitverwandte.

Zwischen Michaelis und Weihnachten 1526 wurde Wanna evangelisch.

1590 wurde das Wiesen- und Moorland (Allmende) im Osten der Gemeinde zwischen den bereits bestehenden Höfen aufgeteilt. In diese Zeit dürfte die Anlage der Moorwettern fallen, als Verlängerung der südlichen Wettern der Holländerhufen in Ihlienworth-Westerende, nach Westen, Richtung Süderledaer Hof. Nach ca. 1650 nahm, neben der Landwirtschaft, die wirtschaftliche Bedeutung des Torfstichs am Nordrand des Ahlenmoors zu. Der getrocknete Torf wurde meist über die Emmelke und Medem nach Otterndorf geschifft.

Seit 1915 wurde die Kultivierung der südlich von Wanna gelegenen Heide und Moorgebiete verstärkt in Angriff genommen. Hier entstand die Siedlung Ahlen-Falkenberg, die seit 1951 über eine eigene Kapelle verfügt.

1970 wurde Wanna Mitglied der Samtgemeinde Hadeln, 1972 schloss sich die Gemeinde Wanna der zwei Jahre zuvor gebildeten Samtgemeinde Sietland an.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Einwohner 2.254 2.284 2.401 2.439 2.369 2.340 2.340 2.329 2.227 2.231 2.188 2.188 2.179

(jeweils zum 31. Dezember)[2]

Der Gravenberg bei Wanna

Gravenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wannaer Geest ist reich an vor- und frühgeschichtlichen Fundstätten. Neben Großsteingräbern der Trichterbecherkultur hat besonders das altsächsische Urnengräberfeld am Gravenberg (20 m ü. NN) überregionale Bekanntheit erlangt.

Der Kronskark, auch Wanna 10 genannt, ist eine Megalithanlage im Forst Ahlen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2016[3]
Wahlbeteiligung: 65,63 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,33 %
(+5,53 %p)
33,12 %
(-4,51 %p)
12,67 %
(+3,33 %p)
3,86 %
(-1,47 %p)
n. k.
(-2,87 %p)
2011

2016

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Einzelwahlvorschlag Kunkel

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Wanna besteht aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 2.001 und 3.000 Einwohnern.[4] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[5]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
SPD 50,33 % 7
CDU 33,12 % 4
FBW 12,67 % 2
Einzelbewerber Kunkel 3,86 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 65,63 %[5] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[6]

Bürgermeister/in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Nicole Friedhoff (SPD) zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin für die aktuelle Wahlperiode.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wannaer Wappens stammt von dem in Belgien geborenen und später in Otterndorf lebenden Heraldiker und Wappenmaler Professor Albert de Badrihaye, der auch schon die Wappen von Bramel, Holte-Spangen, Wanhöden und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[8] Nach 1945 wurde aus dem Originalwappen, wegen der Entnazifizierung, eine Rune von der silbernen Urnenabbildung entfernt.

Wappen von Wanna
Blasonierung:Geteilt von Schwarz und Grün, überdeckt mit einer silbernen Urne.“[8]
Wappenbegründung: Der geteilte Schild von Schwarz und Grün weist darauf hin, dass die Fläche der Gemeinde hauptsächlich aus Moor und Geest besteht. Die Urne erinnert an die vorzeitlichen Funde in dem altsächsischen Gräberfeld am Gravenberg.
  • (verziertes, bauchiges Trichterrandgefäß mit doppelter Zickzacklinie)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Wanna stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Heimatmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Heimat-Museum in Wanna

Das Heimatmuseum zeigt in einem alten Bauernhaus Funde der Vor- und Frühgeschichte. Es beherbergt die Dorfschmiede, die Holzschuhwerkstatt und die Schuhmacherei.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musik-Kultur in Wanna wird geprägt durch die Kirche und ihre musikalisch geprägten Gottesdienste. 2010 wurde die Grundschule Wanna in Prof.-Hermann-Rauhe-Schule (Hermann Rauhe war Leiter der Hamburger Musikhochschule) umbenannt, mit einem Schwerpunkt auf dem musisch-kulturellen Bereich. Eine Hard-Rock-Band gründete sich 2011.

Hadler Sagenweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf 32 Stationen werden auf einem Radweg die Sagen aus Land Hadeln dargestellt.

Sprache und Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wanna wird Hochdeutsch und Nordniedersächsisch gesprochen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Rauhe (* 1930), deutscher Musikwissenschaftler und Musikpädagoge

Personen, die mit Wanna in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Wannaer Kirchenbau
  • Der Gravenberg
  • Der Wannaer See
  • Der Jungfernberg
  • Das brüllende Moor
  • Sünderfehden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wanna – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. LSKN-Online
  3. Gemeinderatswahl 2016. Auf: Internetseite KDO.de, abgerufen am 7. September 2017.
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten. Abgerufen am 12. Februar 2017.
  5. a b Gemeinde Wanna – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016. Abgerufen am 12. Februar 2017.
  6. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: NDR.de. 12. September 2016; abgerufen am 12. Februar 2017.
  7. Gemeinde Wanna: Grußwort der Bürgermeisterin. Abgerufen am 12. Februar 2017.
  8. a b Wanna – Ortsgeschichte und Wappen. Von: Internetseite Samtgemeinde Land Hadeln/ Wanna, abgerufen am 27. Februar 2017.