Eurowings

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Eurowings GmbH
Eurowingslogo seit 2015
Airbus A330-200 der Eurowings
IATA-Code: EW
ICAO-Code: EWG
Rufzeichen: EUROWINGS
Gründung: 1993
Sitz: Düsseldorf, DeutschlandDeutschland Deutschland
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Flughafen Düsseldorf

Unternehmensform: GmbH
IATA-Prefixcode: 104
Leitung: Aufsichtsrat:[1]
  • Karl Ulrich Garnadt (Vorsitzender)

Geschäftsführung:[1]

  • Jörg Beißel
  • Michael Knitter
  • Oliver Wagner
Mitarbeiterzahl: 838
Umsatz: 171,0 Mio. (2010)[2]
Fluggastaufkommen: 1,8 Mio. (2010)[2]
Vielfliegerprogramm:
Flottenstärke: 31 (+ 3 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.eurowings.com
Logo bis 2015
Ehemaliger Airbus A319-100 der Eurowings
Kabine einer Bombardier CRJ900 der Eurowings
Eurowings-Zentrale in Düsseldorf

Die Eurowings GmbH [ˈɔɪ̯ʀoˌwɪŋz] ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Düsseldorf und Heimatbasis auf dem Flughafen Düsseldorf. Die Tochtergesellschaft der Lufthansa führt Flüge zu nationalen, europäischen und interkontinentalen Zielen durch. Seit Juli 2015 ist die Eurowings GmbH die Muttergesellschaft der in Wien beheimateten Eurowings Europe GmbH.

Geschichte

1993 – Gründung

Die Eurowings Luftverkehrs AG entstand im Jahre 1993 durch den Zusammenschluss der Nürnberger Flugdienst (NFD) und der Reise- und Industrieflug (RFG) in Dortmund (später Regionalflug). Albrecht Knauf hielt zunächst 98,2 Prozent der Eurowings-Anteile. Eurowings verband später in Kooperation mit KLM Royal Dutch Airlines und Air France einige deutsche Regionalflughäfen mit Amsterdam und Paris. Im Jahr 1996 wurden auf diesen Strecken etwa 500.000 Passagiere befördert.[3]

2011 – Übernahme durch Lufthansa

Ab 1. Januar 2001 war die Deutsche Lufthansa AG zunächst mit 24,9 % an der Fluglinie beteiligt, zum 1. April 2004 wurde die Beteiligung auf 49 % erhöht. Seit dem 22. Dezember 2005 bestand zwischen der Lufthansa und einem Treuhänder des Mehrheitsaktionärs Albrecht Knauf eine Stimmbindungsvereinbarung, durch die der Lufthansa weitere 1,0001 % der Eurowings-Aktien zugerechnet wurden und sie somit die wirtschaftliche Kontrolle über Eurowings hatte. Innerhalb der Knauf-Gruppe waren die Aktienanteile der Eurowings Beteiligungs GmbH zugeordnet. Die Regionalflugverbindungen von Eurowings wurden als Lufthansa-Flüge vermarktet, die Maschinen tragen zum Großteil die Lackierung von Lufthansa Regional – die Marke Eurowings verschwand dadurch vom Markt.

Zum 13. August 2011 hat die Lufthansa die Eurowings zu 100 Prozent übernommen. Am 1. November 2011 erfolgte der Rechtsformwechsel zur GmbH. Der Grund für die Umwandlung war die Anpassung an die Beteiligungsstrukturen der Lufthansa. Eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Eurowings AG war die Billigfluggesellschaft Germanwings, die 1997 als Eurowings Flug GmbH gegründet und zum 27. Oktober 2002 in Germanwings GmbH umbenannt wurde. Germanwings wurde zum 1. Januar 2009 an Lufthansa verkauft. Diese führte die Gesellschaft über die Lufthansa Commercial Holding GmbH.

Im Januar 2010 gab Eurowings bekannt, dass alle Bombardier CRJ200 und CRJ700 sukzessive aus wirtschaftlichen Gründen ausgemustert werden. Dies bedeutete eine Halbierung der bisherigen Flotte.[4] Im März 2010 wurden darüber hinaus Pläne veröffentlicht, wonach die Verwaltung zum 1. September 2010 von Dortmund nach Düsseldorf umziehen werde. Dort sei bereits ein Großteil der Eurowings-Flotte stationiert.[5] Zum 1. März 2011 wurde schließlich auch der Technik-Betrieb in Düsseldorf konzentriert, die Flugzeugwerft in Nürnberg werde aufgegeben. Des Weiteren wurde beschlossen, weitere acht Bombardier CRJ900 zu übernehmen.

Ab dem 27. Oktober 2013 führte Eurowings ebenfalls Flüge im Auftrag von Germanwings durch.

2015 – Wings-Konzept

Am 3. Dezember 2014 stimmte der Lufthansa-Aufsichtsrat dem Wings-Konzept zu. Ursprünglich wollte man die Maschinen von Crews der Austrian Airlines bereedern lassen,[6] weshalb im August 2015 die Eurowings Europe GmbH mit Sitz in Wien gegründet wurde. In Wien-Schwechat sollen zunächst zwei Airbus A320 stationiert werden,[7] mit denen ab März 2016[veraltet] der aktive Flugbetrieb aufgenommen werden soll.[8]

Im Oktober 2015 wurden die Flüge von Germanwings und Eurowings gebündelt und werden seitdem unter dem Markennamen „Eurowings“ angeboten. Deshalb wurde die Bombardier-Flotte der Eurowings durch Airbus A320-200 ergänzt.[9] Am 25. Oktober 2015 übernahm die Eurowings GmbH die Verantwortung für die Flüge und ist nun der Vertragspartner der Passagiere.[10] Seit dem 1. November 2015 ist Germanwings Wetlease-Betreiber der Eurowings, also werden Luftfahrzeuge und das Luftfahrtpersonal von Germanwings im Auftrag von Eurowings betrieben (ACMI-Verträge).[11] Für die Langstrecke wurden zwei A330-200 geleast, die seit dem 2. November 2015 durch Sunexpress Deutschland betrieben werden.[12] Im November 2015 startete mit einem Airbus A330-200 auf der Strecke Köln/BonnVaradero (Kuba) der erste Langstreckenflug von Eurowings.[13]

2016 – Ausbau der Langstrecke

Im Januar 2016 häuften sich in den Medien kritische Berichterstattungen über Eurowings. Unter anderem wurde von langen Verspätungen und Ausfällen auf der Langstrecke berichtet. Gemäß Eigenangaben waren sieben Prozent aller Eurowings-Langstreckenflüge verspätet.[14]

Die Konzernmutter Lufthansa reagierte Mitte Januar, indem sie eine Taskforce einsetzte. Anfang Februar 2016 wurde ein Maßnahmenplan präsentiert, der die Verspätungen unter anderem mit mehr Flugzeugen und weniger Flugzielen reduzieren will. So wurden die Flüge nach Boston und Las Vegas, die für den 4. Mai geplant waren, um einen Monat auf den 1. Juni verschoben und die Flüge in den Iran vorerst ganz auf Eis gelegt.[15]

Ab Sommer 2016[veraltet] fliegt Eurowings auch Ziele innerhalb der USA an (unter anderem Miami, Las Vegas und Boston). Außerdem stößt im April ein weiterer Airbus A330-200 zur Eurowings-Flotte und im Mai eine zweite zusätzliche Maschine; so wird die Langstreckenflotte auf vier Flugzeuge ausgebaut.[16]

Mitte Mai 2016 ging man eine Partnerschaft mit dem Fußballverein Borussia Dortmund ein. Diese beinhaltet auch die Beförderung der Mannschaft zu Champions-League-Spielen, dies wurde vorher von Turkish Airlines durchgeführt. Für diesen Zweck erhielt ein Airbus A320 eine Sonderlackierung. Durch die Partnerschaft soll die Fluggesellschaft europaweit bekannter gemacht werden.[17][18]

Flugziele

Eurowings bedient ab Düsseldorf und Hamburg vor allem deutsche und europäische Destinationen, darunter Barcelona, Prag und Athen. Ab Köln/Bonn bedient Eurowings mit Airbus A330-200 Langstreckenziele in Mittel- und Nordamerika, Asien und Afrika.

Flotte

Airbus A320-200 der Eurowings

Mit Stand Juli 2016 besteht die Flotte der Eurowings aus 31 Flugzeugen[19] mit einem Durchschnittsalter von 5,3 Jahren:

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze[20]
(Best / Smart&Basic)
Airbus A320-200 14 0 mit Sharklets 174 (18/156)

180 (18/162)

Airbus A330-200 04 03 betrieben durch SunExpress Deutschland 310 (21/289)
Boeing 737-800 02 betrieben durch SunExpress Deutschland
(Sommerflugplan 2016)
189 (-/189)
Bombardier CRJ900 11 Ausflottung bis Ende 2016 an Lufthansa CityLine 90 (-/90)
Gesamt 31 03

Aktuelle Sonderbemalungen

Flugzeug Anmerkungen Bild
Airbus A320-200
D-AIZR
Seit Sommer 2016 fliegt Eurowings mit einen Mannschaftsairbus für den "BVB".[21]

D-AIZR Eurowings Airbus A320-214(WL) coming from Prague (PRG - LKPR) @ Dusseldorf - Rhein-Ruhr International (DUS - EDDL) - 21.07.2016 (28367334012).jpg

Im März 2016 übernahm Eurowings erstmals einen Airbus A320 mit einer neuen Sitzkonfiguration, die es der Airline ermöglicht, 180 Passagiere zu transportieren. Bisherige Flugzeuge dieses Typs bei der Eurowings hatten 174 Sitze.[22]

In der Vergangenheit betrieb Eurowings auch ATR 42 und ATR 72, Dornier 328, BAe 146, Bombardier CRJ200 und CRJ700 sowie Airbus A319-100.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Eurowings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Eurowings – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. a b Impressum bei germanwings.com, abgerufen am 21. Juli 2015.
  2. a b Zahlen und Fakten, Eurowings.com
  3. Bernd Loppow: Die Liberalisierung des europäischen Luftmarktes: Was sind die Folgen?. 28. März 1997. Abgerufen am 4. September 2013.
  4. Lufthansa-Tochter Eurowings legt halbe Flotte still. aero.de, 19. Januar 2010, abgerufen am 28. September 2014.
  5. Eurowings gibt zehn Standorte auf. airliners.de, 16. März 2010, abgerufen am 28. September 2014.
  6. AUA/Eurowings: Personalvertreter kritisieren „Unterwanderung“. Austrian Wings, 2. Oktober 2015, abgerufen am 25. Oktober 2015.
  7. Lufthansa macht Wien zur Eurowings-Basis. airliners.de, 18. Februar 2015, abgerufen am 18. Februar 2015.
  8. Eurowings startet Betrieb in Wien. airliners.de, 9. November 2015, abgerufen am 8. Dezember 2015.
  9. The Lufthansa Group – The Way Forward (PDF) Deutsche Lufthansa AG. Juli 2014. Abgerufen am 9. Juli 2014.
  10. Vier Airlines helfen neuer Eurowings in die Luft. aero.de, 26. Oktober 2015, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  11. Schema Eurowings. aero.de, 26. Oktober 2015, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  12. Eurowings startet kleiner als gedacht. aerotelegraph.com, 20. Februar 2015, abgerufen am 24. Februar 2015.
  13. Lufthansa-Tochter Eurowings startet ersten Langstreckenflug, n-tv.de, abgerufen am 2. November 2015.
  14. Chronik des Eurowings-Fehlstarts, abgerufen am 3. Februar 2016
  15. Eurowings verschiebt Boston, Las Vegas und Teheran, abgerufen am 3. Februar 2016
  16. Im Rahmen der Eurowings-Strategie werden in Köln/Bonn bis zu sieben Langstreckenmaschinen vom Typ A330 stationiert. Abgerufen am 2. März 2016.
  17. BVB stellt Eurowings als neuen Partner vor. kicker.de, 18. Mai 2016, abgerufen am 20. Mai 2016.
  18. Neues aus der Branche - kurz und kompakt. airliners.de, 20. Mai 2016, abgerufen am 20. Mai 2016.
  19. Eurowings Fleet Details and History. In: www.planespotters.net. Abgerufen am 8. Juni 2016.
  20. Technik & Flotte, germanwings.com, abgerufen am 1. Juni 2015.
  21. Jens Koenen: Borussen fliegen künftig billig. In: Handelsblatt. 18. Mai 2016, abgerufen am 7. Juli 2016.
  22. Eurowings: Neue Airbus A320 mit 180 Sitzen. In: FlugRevue.de. 4. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.