Bahnstrecke Löhne–Rheine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Löhne–Rheine
Strecke der Bahnstrecke Löhne–Rheine
Streckennummer (DB):2992
Kursbuchstrecke (DB):375
Streckenlänge:124 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:140 km/h
Bundesländer: Nordrhein-Westfalen,
Niedersachsen
Betriebsstellen und Strecken[1]
Strecke – geradeaus
Strecke von Emden
   
Strecke von Almelo (NL)
Bahnhof, Station
Salzbergen
BSicon STR+l.svgBSicon KRZu.svgBSicon .svg
Strecke von Spelle
BSicon eABZg+r.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
ehem. Strecke von Ochtrup
BSicon BHF.svgBSicon BHF.svgBSicon .svg
179,9 Rheine
BSicon eABZgr.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
ehem. Strecke nach Dorsten
BSicon STRr.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Strecke nach Münster
Brücke über Wasserlauf (groß)
178,1 Üst Emsbrücke
   
177,9 Kümpers (Awanst)
   
173,0 Rodde (PV bis Juni 1991)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Dortmund-Ems-Kanal
Straßenbrücke
A 30
Haltepunkt, Haltestelle
168,2 Hörstel
Brücke über Wasserlauf (groß)
Mittellandkanal
BSicon .svgBSicon ABZg+l.svgBSicon KDSTeq.svg
Hafen Uffeln
Bahnhof, Station
163,8 Ibbenbüren-Esch
BSicon .svgBSicon ABZgl.svgBSicon KDSTeq.svg
Bergwerk Ibbenbüren
Bahnhof, Station
158,6 Ibbenbüren
   
Strecke nach Gütersloh
Haltepunkt, Haltestelle
154,1 Ibbenbüren-Laggenbeck
   
ehem. Perm-Bahn von Hasbergen
Bahnhof ohne Personenverkehr
148,1 Velpe (Westf)
Bahnhof ohne Personenverkehr
142,9 Lotte (Kr Tecklenburg)
   
142,8 Landesgrenze NRW / Nds
Straßenbrücke
A 1, Dütebrücke
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon STR+l.svg
Tecklenburger Nordbahn von Rheine
BSicon .svgBSicon ABZg+l.svgBSicon ABZqr.svg
Strecke von Oldenburg
Bahnhof ohne Personenverkehr
137,4 Osnabrück-Eversburg (Keilbahnhof)
Haltepunkt, Haltestelle
133,7 Osnabrück Altstadt
Bahnhof ohne Personenverkehr
Hannoverscher Bahnhof
BSicon .svgBSicon ABZgl.svgBSicon STR+r.svg
„Kluskurve“ nach Bremen
BSicon ABZq+lr.svgBSicon TBHFu.svgBSicon ABZql+r.svg
132,4 Osnabrück Hbf (Turmbahnhof)
BSicon ABZg+l.svgBSicon ABZgr.svgBSicon STR.svg
„Münsterkurve“ von Münster
BSicon DST.svgBSicon STR.svgBSicon STR.svg
Osnabrück Rbf Fledder
BSicon STR.svgBSicon ABZgl+l.svgBSicon STRr.svg
„Stahlwerkskurve“ bzw. „Schinkelkurve“
BSicon STRl.svgBSicon ABZg+r.svgBSicon .svg
129,3 Lüstringen (Abzw)
Bahnhof, Station
122,4 Wissingen
Haltepunkt, Haltestelle
116,8 Westerhausen (Melle)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
113,4 Melle-Euer Heide (Awanst)
Bahnhof, Station
111,3 Melle
Bahnhof, Station
104,0 Bruchmühlen
   
103,8 Landesgrenze Nds / NRW
   
103,0 Möller (Awanst)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
98,5 Stadt Bünde (Anst) ehem. Ahle (Kr Herford)
   
Strecke von Rahden
Bahnhof, Station
95,2 Bünde (Westf)
BSicon .svgBSicon BHF.svgBSicon exKBHFa.svg
90,3 Kirchlengern
BSicon .svgBSicon ABZgr.svgBSicon exSTR.svg
Strecke nach Herford
BSicon STR+l.svgBSicon ABZgr.svgBSicon exABZgl+l.svg
ehem. Wallücker Willem (Schmalspur)
BSicon KRZu.svgBSicon ABZg+r.svgBSicon exSTR.svg
87,8 Löhne (Westf) Gbf West
BSicon ABZg+r.svgBSicon STR.svgBSicon exSTR.svg
Hauptstrecke von Herford
BSicon STR.svgBSicon DST.svgBSicon exSTR.svg
86,8 Löhne (Westf) Gbf
BSicon BHF.svgBSicon DST.svgBSicon exKBHFe.svg
85,3 Löhne (Westf) Pbf
BSicon ABZgr.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Strecke nach Hameln
BSicon STR.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Hauptstrecke nach Minden

Die Bahnstrecke Löhne–Rheine ist eine zweigleisige und durchgehend elektrifizierte Eisenbahnhauptstrecke von Löhne in Nordrhein-Westfalen über Osnabrück in Niedersachsen nach Rheine in Nordrhein-Westfalen. Sie verläuft parallel zum Wiehengebirge im Norden und dem Teutoburger Wald im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke Löhne–Rheine ist Teil der „Hannoverschen Westbahn“, die in den 1850er Jahren zur Erschließung der westlichen Teile des damaligen Königreichs Hannover von den Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen gebaut wurde. Als erster Abschnitt dieser Verbindung wurde auf der Emslandstrecke bereits am 24. November 1854 der Abschnitt von Emden nach Papenburg eröffnet, der jedoch noch keinen Anschluss an das bestehende Eisenbahnnetz besaß.

Empfangsgebäude des Osnabrücker Hauptbahnhofes
Empfangsgebäude des Bahnhof Rheine

Um sich die nochmalige Überquerung des Wiehengebirges südlich von Minden zu sparen, wurde das südliche Teilstück der Westbahn nicht im Anschluss an die eigene Bahnstrecke Hannover–Minden begonnen, sondern in Löhne abzweigend von der Bahnstrecke Hamm–Minden der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft.

Am 21. November 1855 ging das Teilstück zwischen Löhne und Osnabrück für den Personenverkehr in Betrieb. Der ehemalige „Hannoversche Bahnhof“ in Osnabrück wurde nach dem Bau des Osnabrücker Hauptbahnhofes stillgelegt[2]. Dieses wurde nötig, um einen Kreuzungsbahnhof mit der „Hamburg-Venloer Bahn“ der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft herzustellen.

Nur ein halbes Jahr nach dem zweiten Teilstück wurde das nächste Teilstück über Rheine und Salzbergen nach Papenburg in Betrieb genommen und damit die bestehende Lücke geschlossen, sodass ab 23. Juni 1856 durchgehende Personenzüge zwischen Minden und Emden verkehrten.

Verknüpfte Bahnstrecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Empfangsgebäude des Bahnhof Ibbenbüren

Die Bedeutung der Strecke und ihrer Bahnhöfe stieg mit der Anzahl der verknüpften Bahnstrecken, insbesondere der Bahnhof Rheine mit der Bahnstrecke Duisburg–Quakenbrück der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, der Bahnstrecke nach Münster der Königlich-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft und der ehemaligen Bahnstrecke nach Ochtrup der Preußischen Staatseisenbahnen.

Im Keilbahnhof (Osnabrück-)Eversburg beginnt die Tecklenburger Nordbahn nach Altenrheine und die Oldenburger Südbahn nach Oldenburg Hauptbahnhof.

Darüber hinaus gibt es weitere Verknüpfungen wie die mit der Bahnstrecke Ibbenbüren–Hövelhof nach Gütersloh im Bahnhof Ibbenbüren und mit der Ravensberger Bahn nach Rahden im Bahnhof Bünde (Westf) bzw. in Kirchlengern zum Bahnhof Herford an der Bahnstrecke Hamm–Minden.

Ausbau zur Zweigleisigkeit und Elektrifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde zwischen 1902 und 1916 nach und nach durchgehend zweigleisig ausgebaut. Am 29. September 1974 wurde zunächst der Abschnitt zwischen Osnabrück und Rheine mit Oberleitung versehen, am 30. Mai 1976 folgte dann die Elektrifizierung des Abschnitts zwischen Osnabrück und Löhne.

Geplanter Ausbau zur Hochgeschwindigkeitsstrecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2012 veröffentlichte die Bezirksregierung Münster eine Liste mit Schienenprojekten, die in den neuen Bundesverkehrswegeplan Einzug erhalten sollen. Darunter befand sich auch der Ausbau der Bahnstrecke Löhne–Rheine (bis zur niederländischen Grenze). Konkret wurde eine Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 200 km/h bzw. 230 km/h als „wünschenswert“ genannt. Zur Begründung wurde aufgeführt, die Strecke sei Bestandteil des europäischen Kernnetzes. Weiterhin ist von der niederländischen Regierung die Verbindung Amsterdam–Berlin („Berlin-Linie“) als künftige Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgewiesen. In einem ersten Ausbauschritt plante das zuständige Ministerium alle Strecken, auf denen in den Niederlanden internationaler Verkehr abgewickelt wird, mit ERTMS auszustatten.[3]

Im Mai 2014 wurde vom Bundesverkehrsministerium eine Liste aller Projektanmeldungen für den Bundesverkehrswegeplan 2030 veröffentlicht.[4] Beim Vorhaben „ABS Amsterdam–Berlin“ wurde in der Maßnahmenbeschreibung eine „Ertüchtigung der West-Ost-Achse für den Hochgeschwindigkeitsverkehr“ gefordert. Bei der Erstveröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans am 21. März 2016 wurde die Strecke zunächst nur in den potenziellen Bedarf eingestuft.[5]

Nach einer erneuten Prüfung der Sachlage wurde jedoch schon kurze Zeit später der Ausbau der Strecke als vordringlichen Bedarf hochgestuft. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit soll in den nächsten Jahren von 140 km/h auf 200 km/h angehoben, sowie Mehrsystemfähige Loks verwendet werden die einen Lokwechsel an der Grenze überflüssig machen. Hierzu müssen an der Strecke 80 Bahnübergänge ersetzt werden. [6]

Im Nahverkehrsplan des Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ist ein Untersuchungsauftrag für die Reaktivierung des Haltes Westerkappeln-Velpe enthalten. Wegen Fahrplan- und Infrastrukturzwängen ist die Einbindung des Haltes in die RB 61 derzeit nicht möglich.[7]

Zugangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Strecke verkehrt eine zweistündige Intercity-Linie von Berlin Hauptbahnhof über Hannover, Minden und Rheine nach Amsterdam Centraal, wobei einzelne Züge von Osnabrück aus weiter nach Münster (Westfalen) Hauptbahnhof fahren.

Daneben werden mehrere Nahverkehrslinien angeboten:

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer europaweiten Ausschreibung konnte sich die eurobahn den Betrieb der Linie RB 61 im Teutoburger Wald-Netz für 15 Jahre sichern. Das Unternehmen übernimmt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 den Betrieb von der Westfalenbahn. Mit der Betriebsaufnahme soll die Linie RB 61 über ihren bisherigen Endpunkt Bad Bentheim weiter in die Niederlande nach Hengelo verlängert werden. Dazu beschafft das Unternehmen neue fünfteilige Mehrsystem-Triebzüge vom Typ Stadler FLIRT.

Tarif[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke verläuft durch drei Tarifbereiche. Es können folgende Tarife genutzt werden:

Darüber hinaus kann im Bereich des „Sechser-Tarifs“ und des „Münsterland-Tarifs“, sowie bei Verbindungen zwischen beiden Tarifbereichen der „NRW-Tarif“ genutzt werden. Das „Niedersachsen-Ticket“ ist auf der gesamten Strecke gültig.

Unfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Löhne–Rheine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. http://j-o-w.blogspot.de/2009/11/hannoversche-bahnhof.html Hannoverscher Bahnhof als Bauwerk
  3. Neuaufstellung des BVWP - Projektanmeldung für den Bereich Schiene, Anlage 1 und 3.1b. Bezirksregierung Münster, 17. September 2012; abgerufen am 30. Dezember 2012 (PDF; 4,7 MiB).
  4. Übersicht über die laufenden Vorhaben und die für den Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagenen Vorhaben, Seite 5. BMVI, 5. Mai 2014; abgerufen am 31. Dezember 2014 (PDF; 0,5 MiB).
  5. Sechsspuriger A 30-Ausbau in Osnabrück fest geplant. NOZ; abgerufen am 28. Juni 2017.
  6. 20 Minuten schneller von Osnabrück nach Amsterdam? NOZ; abgerufen am 28. Juni 2017.
  7. Nahverkehrsplan des Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe. 1. Oktober 2009, S. 184; abgerufen am 8. November 2015.
  8. Ibbenbüren: Bahn kollidiert mit Gülletransporter. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Mai 2015; abgerufen am 19. Mai 2015.
  9. Vorlagenfehler: Parameter title wird benötigt.