Intersnack

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Intersnack
Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG

Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1995
Sitz Köln, Deutschland
Leitung Roland Stroese[1][2]

Jan van den Broek,
Peter Schlag
(Mitglied der Geschäftsleitung),
Karl Westing
(Mitglied der Geschäftsleitung)

Mitarbeiterzahl 13.700 (2019)[3]
Umsatz 2,7 Mrd. € (2019)[3]
Branche Lebensmittelhersteller
Website www.intersnack.de

Die Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG entstand 1995 durch den Zusammenschluss der Convent-Gruppe und des Unternehmens Wolf Snack und Gebäck GmbH und produziert Snacks. Der Unternehmenssitz ist in Köln. Produktionsstätten befinden sich in Alsbach-Hähnlein, Frankenthal/Petersau und Wevelinghoven. Das Unternehmen Pellsnack Products GmbH ist ein Tochterunternehmen von Intersnack und vertreibt Snack-Pellets und andere Snacks als Halbfabrikate an industrielle Kunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unternehmensgeschichte geht einerseits auf Irmgard von Opel zurück, die 1962 auf dem heimischen Gut Petersau mit ihren beiden Söhnen Carlo und Heinz die Chipsproduktion unter der Marke Chio[4] (Carlo-Heinz-Irmgard-Opel) begann.

Sechs Jahre später begann in Köln das Unternehmen Pfeifer & Langen mit der Produktion von Kartoffelchips unter der Marke Chipsfrisch.[5] Der Zusammenschluss von Chipsfrisch mit einem Teil des Unternehmens Pfanni führte 1972 zur Gründung des Unternehmens funny-frisch,[6] das dann ab 1977 zusammen mit Chio-Chips in der Convent-Gruppe aufging. Das Unternehmen Wolf Bergstrasse kann auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblicken. 1967 kam dessen Marke goldfischli[7] auf den Markt, unter der heute sämtliche „Wolf“-Knabberprodukte vertrieben werden. Die Fusion von Wolf Bergstrasse mit der Convent-Gruppe führte 1995 schließlich zur Gründung der Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG. Das Unternehmen Trüller, das 1896 von dem Fabrikanten Harry Trüller in Celle gegründet wurde, ist auch Teil der Kölner Intersnack-Gruppe. Der Schwerpunkt lag ursprünglich bei Süßgebäck; heute wird hingegen fast nur noch salziges Knabbergebäck vertrieben.[8] Im Jahr 2000 genehmigte die EU eine Kooperation des Unternehmens Intersnack mit den Unternehmen Ültje, Granaria Food Group und May Holding im Bereich Nussprodukte.[9] 2007 übernahm Intersnack den österreichischen Chips-Produzenten Kelly[10] sowie einen 15-%-Anteil am irischen Snack-Produzenten Largo.[11] Zu den produzierten Marken des Unternehmens Intersnack gehören heute neben Chio und funny-frisch auch die Marken Pom-Bär (Snack-Pellets)[12] und goldfischli (ehemals „Wolf Bergstrasse“). Durch die Übernahme der Nut Company 2008 kam auch die Marke Ültje zu Intersnack.[13]

Im Dezember 2012 übernahm Intersnack das britische Unternehmen KP Snacks von United Biscuits für 500 Millionen Pfund (heute umgerechnet 595.000.000 Euro). Im Jahr 2013 übernahm Intersnack das Unternehmen Salt & Pepper mit den Marken Spreeback und Pauly und integrierte die Produktionsstätte Krieschow-Kolkwitz als fünften Standort in Deutschland in das Unternehmen;[14] die Produktionsstätte in Krieschow wurde im März 2020 geschlossen.

Die 1976 in Hamburg gegründete snack and smile Company GmbH ist eine Vertriebstochter von Intersnack und beliefert Aldi Süd (Label Sun Snacks) und Aldi Nord (Label Feurich). Über die Top Snacks GmbH werden Lidl (Label Crusti Croc), Penny (Label Bravo) und REWE (Label ja) beliefert.

Logos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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1972 überwies das Unternehmen 190.000 DM (entspricht nach heutiger Kaufkraft etwa 310.000 Euro) an den derzeitigen Fußball Drittligisten SV Waldhof Mannheim. Dieser benannte sich daraufhin in Chio Waldhof Mannheim 07 um. 1975 folgte die Umbenennung in SV Chio Waldhof 07. Der Verein trug diesen Namen bis 1978.

Der deutsche Vorlesepreis wurde im Jahr 2012 von Intersnack unter seiner Markenbezeichnung PomBär als Sponsor unterstützt.[15]

Zehn Jahre lang gestaltete Intersnack in Partnerschaft mit der Deutschen Sporthochschule Köln das Projekt Fit am Ball. Die Initiative unterstützte den Schulsport an über 2.000 Schulen und Freizeitgruppen materiell sowie didaktisch. Das Projekt endete im Jahr 2013.[16] Zudem gründete Intersnack die Initiative Der Deutsche Vorlesepreis. Ziel des Wettbewerbs war es, die Lust am Lesen und Vorlesen anzuregen und ehrenamtliches Vorlese-Engagement auszuzeichnen. Das Engagement endete 2013.[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresabschluss 2011 bei bundesanzeiger.de, abgerufen am 14. Januar 2014.
  2. Impressum auf Intersnack.de
  3. a b Intersnack – Über uns
  4. Markenregister Chio
  5. Markenregister Chipsfrisch
  6. ehemalige Marke funny-frisch
  7. Marke goldfischli
  8. Trüller-Snacks – Geschichte, abgerufen am 16. Januar 2014
  9. Genehmigung
  10. Presseartikel
  11. Presseartikel bei flexnews (Memento des Originals vom 28. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.flexnews.com
  12. Markenregister Pom-Bär
  13. Ültje: Das Unternehmen Ültje. (Memento vom 30. August 2011 im Internet Archive)
  14. Pressemitteilung von intersnack als PDF, abgerufen am 26. November 2013.
  15. Derdeutschevorlesepreis.de, abgerufen am 21. März 2012.
  16. Pressemitteilung auf Intersnack.de. Intersnack, abgerufen am 19. Juli 2016.
  17. Pressemitteilung auf Intersnack.de. Abgerufen am 19. Juli 2016.