Ivry-sur-Seine

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Ivry-sur-Seine
Wappen von Ivry-sur-Seine
Ivry-sur-Seine (Frankreich)
Ivry-sur-Seine
Region Île-de-France
Département Val-de-Marne
Arrondissement Créteil
Kanton Ivry-sur-Seine (Hauptort)
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
EPT Grand-Orly Seine Bièvre
Koordinaten 48° 49′ N, 2° 23′ OKoordinaten: 48° 49′ N, 2° 23′ O
Höhe 28–68 m
Fläche 6,10 km2
Einwohner 59.572 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 9.766 Einw./km2
Postleitzahl 94200
INSEE-Code
Website http://www.ivry94.fr/

Rathaus von Ivry-sur-Seine

Ivry-sur-Seine (vor 1897 Ivry) ist eine französische Gemeinde des Départements Val-de-Marne in der Region Île-de-France. Sie befindet sich etwa sieben Kilometer südöstlich des Pariser Zentrums.

Die Stadt hat 59.572 Einwohner (Stand 1. Januar 2015); die Fläche beträgt 6,10 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert gehörten die Pfarrkirche und eine kleinere benachbarte Kapelle dem im Bourg Saint-Marcel vor den Toren von Paris angesiedelten Kollegiatstift St. Marcel, das dort auch Lehensgüter und Manus-mortua-Güter besaß. Im Jahr 1238 wurden in Ivry, Theodosim (Thiais) und Laiacum oder Laï (L’Haÿ-les-Roses) einhundertfünfzig Untertanen oder mani sowie ihre Frauen, Kinder und weiteren Nachkommen aus der Leibeigenschaft entlassen.[1] Im 19. Jahrhundert wurde das Fort d’Ivry errichtet, das der Verteidigung der Hauptstadt Paris dienen sollte. Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Industrialisierung des Ortes. Er wurde wie zahlreiche Vororte von Paris (banlieue rouge) zu einem Zentrum der Arbeiterbewegung, bis heute stellt die kommunistische PCF den Bürgermeister. Die Stadt ist seit dem Zweiten Weltkrieg Anziehungspunkt für Einwanderer, v. a. aus den Antillen, dem Maghreb, Indochina und Schwarzafrika.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Metrolinie 7 (Stationen Pierre et Marie Curie und Mairie d'Ivry) sowie die Schnellbahnlinie RER C ist Ivry gut in das Nahverkehrssystem im Großraum Paris eingebunden.

Im Norden der Stadt verläuft die Europastraße 15, die hier ein Teilstück des Boulevard périphérique, der inneren Ringautobahn der französischen Hauptstadt ist.

Der Flughafen Paris-Orly liegt etwa 10 km südlich von Ivry.

Lehre und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierre Contant d’Ivry (* 1698 in Ivry-sur-Seine, † 1777 in Paris), Architekt des Königs
  • Lucien Gamblin (* 1890 in Ivry-sur-Seine, † 1972 in Paris), Fußballspieler und Sportjournalist
  • Madeleine Delbrêl (* 1904 in Mussidan, † 1964 in Ivry-sur-Seine), Schriftstellerin und Mystikerin
  • Pierre Daix (* 1922 in Ivry-sur-Seine, † 2014 in Paris), Résistancekämpfer, Journalist und Schriftsteller
  • Jean Renaudie (* 1925, † 1981), Architekt, Gründer des Atelier de Montrouge, verantwortlich für Neugestaltung des Stadtzentrums von Ivry
  • Catherine Ferry (* 1953), französische Sängerin
  • Mohamed Mokrani (* 1981), französisch-algerischer Handballspieler
  • Luc Abalo (* 1984), französischer Handballnationalspieler
  • Armelle Lago (* 1986), französisch-ivorische Fußballspielerin und Anwältin
  • Sofiane Hanni (* 1990), französisch-algerischer Fußballspieler

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhold Kietz (1923–1994), Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg an der Havel
  • Elvira Lippitz (* 1927), Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel
  • Franz Dahlem (1892–1981), deutscher KPD- und SED-Politiker
  • Ernst Scholz (1913–1986), Minister für Bauwesen der DDR
  • Marwan Barghuthi, (* 1959), palästinensischer Politiker

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacques-Antoine Dulaure: Histoire physique, civile et morale de Paris, depuis les premiers temps historiques, Krabbe, 1854 Paris

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ivry-sur-Seine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Felibien, Histoire de Paris: [Nous] «les quittons, absolvons entièremment et émancipons pour toujours du joug de la servitude, auquel ils étoient soumis par nous et par notre Eglise, nos droits sur les hôtes et habitants de ces villages, nos censives, nos dimes et nos autres rentes.», zitiert von Dulaure, S. 85.