Jochen Horst

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Jochen Horst (* 7. September 1961 in Osnabrück) ist ein deutscher Schauspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst absolvierte 1986 in Graz die staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst mit Auszeichnung (Summa cum laude) im Studienbereich Schauspiel und wechselte anschließend nach London, um am Lee-Strasberg-Institut unter Anna Strasberg zwei weitere Jahre sein Studium des Method Acting zu vertiefen.

Horst wurde 1986 zusammen mit Anne Bennent mit dem O.E. Hasse-Preis als Bester Newcomer des Jahres ausgezeichnet und einem breiten Publikum in der Rolle des Sascha, Graf von Guldenburg, in der Fernsehserie Das Erbe der Guldenburgs bekannt, den er von 1987 bis 1990 in 23 Folgen verkörperte. Daran schlossen sich Rollen in Fernsehserien sowie Fernsehfilmen an, so auch die des Kriminalhauptkommissars Stefan Balko, dem er von 1995 bis 1998 in 48 Folgen Leben einhauchte. Als Victor – Der Schutzengel war Horst 2000/2001 in elf Folgen als „Engel“ Victor Petri unterwegs, der nach seinem Tod als „Engel“ zurückkehrt, um einen Versicherungsbetrug aufzudecken und seinen Sohn vor einem hinterhältigen Attentäter zu schützen. In der Anwaltsserie Typisch Sophie spielte er 2004/2005 neben Sophie Schütt und Bernhard Schir in 18 Folgen eine der Hauptrollen. Von 2008 bis 2011 verkörperte Horst den Reiterhofbesitzer Stefan Hagen in der Fernsehserie Die Stein, einer Potsdamer Lehrerin, die von Julia Stemberger gespielt wurde. Fünfmal war der Schauspieler im Zeitraum 1992 bis 2017 in verschiedenen Rollen und zu unterschiedlichen Zielen mit dem Traumschiff unterwegs. Von 2013 bis 2020 spielte Horst in der Sitcom Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5 in 18 Folgen den cholerischen Chef Wolf Berger. In der Telenovela Rote Rosen war er in den Jahren 2015/2016 als Teilchenphysiker Dr. Arthur Burgstett in 126 Episoden besetzt.

1996 wurde Horst für seine Rolle in Balko mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet, ebenso wie seine Kollegen Dieter Pfaff und Ludger Pistor. Der Schauspieler wirkte in internationalen Produktionen wie 1990 in dem Thriller Die Entführung der Achille Lauro mit, der die Entführung des italienischen Luxusliners durch vier Palästinenser thematisiert, in dem Burt Lancaster und Eva Marie Saint die Besetzungsliste anführen und 1993 in dem Filmdrama Der Zementgarten mit Charlotte Gainsbourg und Andrew Robertson. Horst spielt Derek, den Freund der von Charlotte Gainsbourg verkörperten Julie. In der eher düsteren Geschichte um Pubertät und Geschwisterliebe, um Inzest und Tod, leben vier Geschwister, nachdem ihre schwerkranke Mutter gestorben ist, mit deren Leiche im Keller allein auf sich gestellt in einem abgelegenen Haus.

Jochen Horst tritt zudem auch immer wieder im Theater auf.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst heiratete 1995 seine Schauspielkollegin Anouschka Renzi. Mit ihr hat er eine Tochter. Die Ehe wurde im Jahr 2000 geschieden. Im November 2002 heiratete er das Model Tina Ciamperla. Mit ihr hat er einen Sohn.[1][2] Er lebte mit seiner Familie auf Mallorca[3], bevor er nach Deutschland zurückkehrte. Derzeit lebt er abwechselnd in Berlin und Hamburg.[4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater-Engagements (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jochen Horst. In: prisma. Abgerufen am 19. Oktober 2017.
  2. Ingo Gentner: Kein Problem damit, nicht zu arbeiten. In: viva.de. Februar 2005, archiviert vom Original am 12. Februar 2013; abgerufen am 19. Oktober 2017.
  3. Thomas Reunert: Ins Licht gesetzt: Jochen Horst. In: derwesten.de. 25. April 2008, archiviert vom Original am 3. September 2015; abgerufen am 19. Oktober 2017.
  4. a b Jochen Horst. In: komoedie-berlin.de. Abgerufen am 19. Oktober 2017.
  5. Paul Barz: Jochen Horst: Ein smarter Familienmensch. In: Westdeutsche Zeitung. 10. März 2008 (wz.de [abgerufen am 19. Oktober 2017]).