Kreis Eisenhüttenstadt-Land

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Basisdaten (Stand 1993)
Bestandszeitraum: 1952–1993
Bezirk: Frankfurt (Oder)
Verwaltungssitz: Fürstenberg (1952–1961)
Eisenhüttenstadt (1961–1993)
Fläche: 537 km²
Einwohner: 20.107 (1989)
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: E (1953–1990)
EH und EI (1974–1990)
EH (1991–1993)
Lage des Kreises in der DDR
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Der Kreis Eisenhüttenstadt-Land war ein Landkreis im Bezirk Frankfurt (Oder) der DDR. Von 1990 bis 1993 bestand er als Landkreis Eisenhüttenstadt im Land Brandenburg fort. Von 1952 bis 1961 hieß er Kreis Fürstenberg. Sein Gebiet liegt heute im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich bis 1961 in Fürstenberg, anschließend in Eisenhüttenstadt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Eisenhüttenstadt-Land lag an der Oder und an der Lausitzer Neiße, die auch die Staatsgrenze zwischen der DDR und Polen bildeten.

Größte Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Orte des Kreises waren die Stadt Müllrose sowie die Gemeinden Brieskow-Finkenheerd, Groß Lindow, Neuzelle, Ratzdorf, Wiesenau und Ziltendorf.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Eisenhüttenstadt-Land grenzte gegen den Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Stadtkreis Frankfurt/Oder und an die Kreise Fürstenwalde, Beeskow und Guben. Im Osten grenzte der Kreis mit Ausnahme des Stadtkreises Eisenhüttenstadt an Polen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 kam es in der DDR zu einer umfassenden Kreisreform, bei der unter anderem die Länder ihre Bedeutung verloren und durch Bezirke ersetzt wurden. Aus einem Teil des Landkreises Frankfurt (Oder) wurde der Kreis Fürstenberg gebildet, der dem neugebildeten Bezirk Frankfurt (Oder) zugeordnet wurde. Der Kreissitz war in der Stadt Fürstenberg (Oder). Am 1. Februar 1953 wurde die Stadt Stalinstadt aus dem Kreis Fürstenberg ausgegliedert und kreisfrei. Am 13. November 1961 wurde Fürstenberg (Oder) mit Stalinstadt zur Stadt Eisenhüttenstadt vereinigt und schied somit ebenfalls aus dem Kreis aus. Aus dem verbleibenden Kreisgebiet wurde der Kreis Eisenhüttenstadt-Land gebildet.

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Hohenwald und Lossow in die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) eingemeindet.[1]

Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Eisenhüttenstadt umbenannt.[2] Anlässlich der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Landkreis Eisenhüttenstadt 1990 dem wiedergegründeten Land Brandenburg zugesprochen. Bei der brandenburgischen Kreisreform ging er am 6. Dezember 1993 im neuen Landkreis Oder-Spree auf.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreis Eisenhüttenstadt-Land[3]
Jahr 19601 1971 1981 1989
Einwohner 35.190 23.820 21.163 20.107

1 Kreis Fürstenberg

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende Betriebe waren unter anderem:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahn Berliner Ring–Frankfurt (Oder) führte nördlich am Kreisgebiet vorbei. Dem überregionalen Straßenverkehr dienten außerdem die F 87 von Frankfurt (Oder) über Müllrose nach Leipzig, die F 112 von Frankfurt (Oder) über Eisenhüttenstadt nach Forst sowie die F 246 von Eisenhüttenstadt nach Beeskow.

Durch das Kreisgebiet verliefen die Eisenbahnstrecken Berlin–Frankfurt (Oder)–Eisenhüttenstadt–Guben und Frankfurt (Oder)–Müllrose–Cottbus.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren EH und EI begannen, zugewiesen.[4] Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war ER 93-01 bis ER 99-99.[5]

Anfang 1991 erhielten der Landkreis und die Stadt Eisenhüttenstadt das Unterscheidungszeichen EH. Es wurde bis Ende 1993 ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  2. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
  3. Statistische Jahrbücher der Deutschen Demokratischen Republik. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 12. Februar 2011.
  4. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 301.
  5. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 509.